Laut einer Umfrage melden sich Sicherheitsverantwortliche am Patch Tuesday krank oder nehmen Urlaub. 41 Prozent leisten an diesem Tag Überstunden.
Jeder fünfte Sicherheitschef meidet den Patchday

22 Prozent der leitenden Sicherheitsverantwortlichen haben sich nach eigenen Angaben schon einmal krankgemeldet oder gezielt Urlaub genommen, um dem Patch Tuesday zu entgehen. Das zeigt eine Umfrage des britischen Sicherheitsunternehmens Socura. Befragt wurden ausschließlich Führungskräfte wie Chief Security Officers, Chief Information Security Officers (CISOs) und Leiter der IT-Sicherheit, die direkt für die Sicherheit und die Update-Zyklen ihrer Organisation verantwortlich sind. Wie viele Personen teilnahmen und in welchem Zeitraum die Umfrage stattfand, geht aus den Berichten nicht hervor.
Am Patch Tuesday, dem zweiten Dienstag im Monat, veröffentlichen Microsoft und andere Hersteller ihre gesammelten Sicherheitsupdates.
Überstunden und Anspannung
41 Prozent der Befragten haben zur Bewältigung der Update-Zyklen schon Überstunden geleistet, 37 Prozent haben bis spät in die Nacht gearbeitet, um Patches einzuspielen. 29 Prozent verspüren am Abend vor dem Patch Tuesday erhebliche Anspannung. Ebenso viele geben an, in dieser Woche gegenüber Kollegen oder Familie gereizter zu sein. Laut Socura fühlen sich viele Verantwortliche von ihren Organisationen nicht ausreichend mit Personal und Mitteln unterstützt.
„Es sagt viel über das ungesunde Maß an Stress und Burnout in unserer Branche aus, dass Cybersicherheitsverantwortliche ausgerechnet an ihrem folgenreichsten Arbeitstag bewusst dem Büro fernbleiben.”
Andrew Kays, Socura-CEO
Rekordzahl an Sicherheitslücken
Die Zahl der Updates wächst. Im September schloss allein Microsoft 966 Sicherheitslücken, davon 105 als kritisch eingestuft. Microsoft hatte im Mai gewarnt, dass KI-Werkzeuge deutlich mehr Schwachstellen zutage fördern und dies die Anforderungen an den Betrieb erhöhen könne. Zugleich gaben 40 Prozent der Befragten an, dass KI ihnen Routineaufgaben abnimmt und Zeit für strategische Arbeit schafft.
(red)




