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Deutsche Verbraucher sind grundsätzlich bereit, für Connected-Home-Technik zu bezahlen, fürchten aber Sicherheits- und Datenschutzrisiken. Eine globale Fortinet-Umfrage.

Fortinet, Anbieter leistungsstarker Lösungen für Netzwerksicherheit, hat die Ergebnisse einer weltweiten Untersuchung von Verbrauchermeinungen zu Connected Home und dem Internet of Things (IoT) veröffentlicht. Für die Studie wurden Hauseigentümer aus elf Ländern über die wichtigsten Aspekte der beiden Themen befragt. Die Umfrage „Internet of Things: Connected Home“ gibt einen Überblick darüber, mit welchen Sicherheits- und Datenschutzfragen sich Verbraucher beim Thema Connected Home beschäftigen und was sie bereit sind zu tun, um IoT bei ihnen Zuhause zu aktivieren.

„Der Kampf um das Internet of Things hat gerade begonnen. Dem Marktforschungsunternehmen IDC zufolge wird der IoT-Markt im Jahr 2020 7,1 Billion US-Dollar wert sein“, erklärt Christian Vogt, Regional Director Deutschland und Niederlande bei Fortinet. „Die Sieger in diesem Markt werden die Anbieter sein, die ein ausgewogenes Verhältnis aus Sicherheit, Privatsphäre, Preis und Funktionalität ermöglichen.“

Bei der im Juni 2014 abgeschlossenen Studie wurden 1.801 technisch versierte Hauseigentümer zu Themen rund um Connected Home und Internet of Things befragt.

Das sind die Top-Ergebnisse:

  • Connected Home ist Realität – Die Mehrheit (61 Prozent) aller Befragten glaubt, dass das „Connected Home“ – sprich das vernetzte Zuhause, in dem Haushaltsgeräte und Unterhaltungselektronik nahtlos mit dem Internet verbunden sind – in den nächsten fünf Jahren „sehr wahrscheinlich“ Realität werden wird. China führte in dieser Kategorie mit mehr als 85 Prozent.
  • In Deutschland waren 57 Prozent der Befragten davon überzeugt, dass Connected Home in fünf Jahren Wirklichkeit werden wird.
  • Hauseigentümer sind besorgt über Datenmissbrauch – Eine Mehrheit der Befragten äußerte ihre Besorgnis darüber, dass ein vernetztes Gerät zu einer Datenschutzverletzung führen könnte oder dazu, dass sensible persönliche Daten preisgegeben werden. Weltweit gaben 69 Prozent der Befragten an, dass sie entweder „sehr besorgt“ oder „ein wenig besorgt“ darüber seien.
  • In Deutschland äußerten sich 70 Prozent der Befragten „sehr“ oder „etwas besorgt“.
  • Datenschutz und Vertrauen sind weitere Bedenken – Mit Blick auf die eigene Privatsphäre und den Schutz einmal erfasster Daten antworteten 55 Prozent der Befragten weltweit: „Meine Privatsphäre ist mir wichtig und ich habe kein Vertrauen darin, inwiefern diese Art von Daten eventuell genutzt werden“. Die Befragten in Indien sind mit 63 Prozent der Stimmen für diese Antwort besonders misstrauisch. In Deutschland teilten 51 Prozent der Befragten diese Ansicht.
  • Datenschutz ist ein äußerst sensibles Thema – Die Umfrageteilnehmer wurden auch gefragt, wie sie sich fühlen würden, wenn sie herausfänden, dass ein vernetztes Heimgerät heimlich Informationen über sie sammelte und mit anderen teilte. Der Großteil (63 Prozent) antwortete mit „getäuscht und sehr wütend, ich würde sofort Konsequenzen ziehen“. Die stärksten Reaktionen kamen aus Südafrika, Malaysia und den USA.
  • In Deutschland würden 61 Prozent der Befragten genauso reagieren.
  • Anwender wollen Kontrollhoheit über eigene Daten – Auf die Frage, wer Zugriff auf die von einem vernetzten Hausgerät gesammelten Daten haben sollte, gab die Mehrheit (66 Prozent) an: „Nur ich selbst und diejenigen, denen ich eine Erlaubnis erteilt habe“. Verbraucher aus China, Indien und den USA sind zudem der Meinung, dass auch die Hersteller von IoT-Gerätehersteller oder Internet Service Provider Zugriff haben dürfen. In Deutschland zeigt sich ein anderes Bild: 73 Prozent der hierzulande Befragten wollen Datenzugriffe nur für sich selbst und für von ihnen Berechtigte, nur 17 Prozent würden auch Herstellern oder Internetdienstleistern einen Zugriff zubilligen.
  • Staat soll Verantwortung für Regulierung der Datennutzung übernehmen – Mehr als ein Drittel der weltweit Befragten (41 Prozent) gaben an, dass ihre Regierung die Verwendung gesammelter Daten regulieren sollte, während 20 Prozent gegenteiliger Meinung waren. Weitere 11 Prozent sind der Auffassung, dass die Regulierung durch eine unabhängige, nicht-staatliche Organisation durchgeführt werden sollte.
  • In Deutschland waren nur 26 Prozent dafür, dem Staat die Datennutzungs-Regulierung zu übertragen.
  • Gerätehersteller sollen Systemsicherheit gewährleisten – Sollte eine Sicherheitslücke in einem vernetzten Heimgerät entdeckt werden, muss der Gerätehersteller für die Aktualisierung des Gerätes sorgen – meinen zumindest 48 Prozent aller Befragten. 32 Prozent der Umfrageteilnehmer sehen sich dagegen selbst in der Pflicht und stimmen der Aussage zu: „als Hausbesitzer bin ich dafür verantwortlich, das Gerät instand zu halten“.
  • In Deutschland sehen 54 Prozent der Befragten die Gerätehersteller in der Sicherheitsverantwortung; 25 Prozent halten sich selbst für verantwortlich.
  • Streitfrage Sicherheitstechnik: sichere Home-Router oder geschützte Internetverbindung? – Eine klare Spaltung gibt es bei der Frage, wie vernetzte Geräte gesichert werden sollten. Etwa gleichviele Befragte stimmten jeweils für „ein Home-Router soll Sicherheit gewährleisten“ beziehungsweise für „Mein Internetanbieter soll Sicherheit gewährleisten“.
  • In Deutschland gaben dagegen 43 Prozent der Befragten an, „das [vernetzte] Gerät selbst sollte immun gegen Angriffe sein oder eine eigene Form von Schutz anbieten“.
  • Hauseigentümer sind bereit, fürs vernetzte Zuhause zu bezahlen – Auf die Frage „Sind Sie bereit, für einen neuen WLAN-Router zu bezahlen, der für vernetzte Geräte optimiert ist?“, antworteten 40 Prozent aller Befragten mit „auf jeden Fall“ und weitere 47 Prozent mit „vielleicht." Bei einer Anschlussfrage erklärten 54 Prozent der Studienteilnehmer, dass sie mehr für Internetdienste zahlen würden, damit vernetzte Geräte bei ihnen Zuhause funktionieren.
  • Deutsche Hausbesitzer sehen das ähnlich: 89 Prozent sind grundsätzlich bereit, für ein vernetztes Heim mehr Geld auszugeben, nur 9 Prozent gaben an, dies „auf keinen Fall“ tun zu wollen. 49 Prozent aller Deutschen wären bereit, für Internetdienste rund um das Connected Home zu bezahlen.

Der Preis entscheidet

Auch wenn viele Hausbesitzer grundsätzlich bereit sind, für das vernetzte Zuhause tiefer in die Tasche zu greifen: Bei der Frage, welche Faktoren Einfluss auf ihre Kaufentscheidungen bei vernetzten Heimgeräten hätten, war „der Preis“ die in allen Ländern meist genannte Antwort, gefolgt von „Funktionalität“ und „Herstellermarke“.

„Das Internet of Things verspricht viele Vorteile für die Endanwender, bringt aber auch Herausforderung im Bereich Sicherheit und Datenschutz“, sagt Vogt. „Um diese Hürden zu meistern, ist die clevere Nutzung von verschiedenen Sicherheitstechnologien erforderlich, einschließlich authentifizierter Fernzugriff, virtuelles privates Netzwerk zwischen Endanwendern und vernetzten Häusern, Malware- und Botnetz-Schutz sowie Anwendungssicherheit, als On-Premise-, Cloud und integrierte Lösung vom Gerätehersteller.“

www.fortinet.com

Erhebungsmethodik

Studie zu Internet of Things: Die „Connected Home“-Umfrage wurde durchgeführt von GMI, ein Geschäftsbereich von Lightspeed Research. Lightspeed Research ist ein führender Anbieter von technologiefähigen Lösungen und Online-Responses für globale Marktforschung. Die Befragung wurde unter Hauseigentümern, im Alter von 20 bis 50 Jahren mit wesentlicher Technologieerfahrung durchgeführt. Für die Studie wurden Teilnehmer aus folgenden Ländern befragt: Australien, China, Frankreich, Deutschland, Indien, Italien, Malaysia, Südafrika, Thailand, Großbritannien und USA.      

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