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Zufriedene Frau am Schreibtisch

Wir verbringen ein Drittel unseres Lebens bei der Arbeit. Wenn wir während dieser beträchtlichen Zeitspanne nicht auf uns und die Menschen um uns herum achten, dann können die Auswirkungen sowohl auf die psychische als auch auf die physische Gesundheit enorm sein. Jedoch entsteht immer mehr der Eindruck, als verliere das Thema Wohlbefinden bei der Arbeit an Bedeutung. 

Zwar erkennen Unternehmen, dass sie für das Wohl ihrer Mitarbeiter Sorge tragen müssen, doch manchmal führt diese Erkenntnis nur dazu, dass einige zufällig ausgewählte Aktionen durchgeführt werden. Damit gilt das Thema dann als erledigt, ohne darauf zu achten, ob diese Aktionen tatsächliche positive Auswirkungen auf die Belegschaft haben.

Deshalb ist es so wichtig, immer wieder ernsthaft zu hinterfragen, was das Thema für den Einzelnen bedeutet. Was Wohlbefinden bei der Arbeit für mich selbst heißt und wie ich für die Umsetzung sorge, habe ich hier in fünf Punkten zusammengefasst:

1. Knappe Zeit verlangt Aufmerksamkeits-Management

Mir wird häufig die Frage gestellt, wie ich all die verschiedenen Dinge, die meinen Tag beanspruchen, im Gleichgewicht halte - ob nun Arbeit, Netzwerken, Familie, Freunde oder die Zeit für mich selbst. Meine Antwort: Es geht weniger um das Zeitmanagement, als vielmehr um das Aufmerksamkeits-Management! Habe ich einmal über die Verteilung meiner Zeit entschieden, dann halte ich mich auch daran und kann mir sicher sein, alle wichtigen Dinge eingeplant zu haben. Bin ich also in der Arbeit, dann fokussiere ich Geschäftliches. Bin ich mit meinen Kindern zusammen, dann bin ich auch geistig vollkommen bei ihnen. Das braucht Übung, doch sich zu fokussieren und sich der aktuellen Aufgabe hundertprozentig zu widmen, verringert viel Stress und Schuldgefühle, die einen beschleichen, wenn man im Hinterkopf ständig eine noch abzuarbeitende To-do-Liste durchgeht.

2. Druck ist nicht immer negativ

Ein Mythos über das Wohlbefinden am Arbeitsplatz ist, dass Teams automatisch in Mitleidenschaft gezogen werden und die Performance leidet, wenn sie unter Druck stehen. Das stimmt, wenn es kein Ventil für Druck gibt. Ich beobachte aber häufig, dass viele Menschen erst unter Druck richtig aufblühen. Manchmal können ambitionierte Ziele durchaus zum Wohlbefinden beitragen, wenn sie motivierend sind und gemeinsam im Team angegangen werden. Meine Lieblingstennisspielerin Serena Williams sagt: „Druck ist ein Privileg." Hier gilt es herauszufinden, wie man tickt.

3. Ausbalancieren vs. Jonglieren

Wohlbefinden bei der Arbeit darf sich nicht zu sehr um Perfektion drehen – so ein Ansinnen wäre ein Knüppel, den wir uns selbst zwischen die Beine werfen. Wohlbefinden lässt sich nicht erreichen, wenn man alles in jeden einzelnen Tag presst. Das hat meiner Meinung nach nichts mit klugem Ausbalancieren zu tun; das wäre eher ein halsbrecherisches Jonglieren. Auch zwischendurch einmal einen wirklich schlechten, unausgeglichenen Tag zu haben ist okay, das bedeutet nicht automatisch, dass alles verloren ist. Wichtig ist das Erreichen von Balance über einen längeren Zeitraum hinweg.

4. Technologie zur Befreiung nutzen und sich nicht davon geißeln lassen

Technologie kann uns befreien, indem sie uns beispielsweise erlaubt, von überall aus zu arbeiten. Welche Freiheit das mit sich bringt, wurde mir vor Kurzem erst wieder klar, als ich zuhause arbeiten und einfach ein paar Häuser weitergehen konnte, um meine Tochter bei einem Schulkonzert zu erleben. Flexibilität ist wahrscheinlich das, was ich am meisten an meiner Arbeit bei Dropbox schätze. Es ist uns möglich, von überall aus zu arbeiten. Jedem wird vertraut, dass er seine Arbeit auch ohne ständige Kontrolle und Beobachtung erledigt.

Doch der Einfluss von Technologie auf unser Arbeitsleben kann auch negativer Art sein. Beispielsweise wenn Unternehmen von ihren Mitarbeitern erwarten, dass sie immer online sind und auf Nachrichten selbst um Mitternacht noch antworten. Ich habe es mir zur Regel gemacht, im Bett nie auf mein Telefon zu sehen. Und ich erwarte nicht, dass mir meine Kollegen nach Feierabend antworten, außer es handelt sich um einen echten Notfall.

5. Wohlbefinden bei der Arbeit ist eine individuelle Angelegenheit

Was für das Wohlbefinden des einen funktioniert, eignet sich für den anderen womöglich nicht. Deshalb ist es sinnvoll, immer wieder auf die Teams zu blicken, Dinge zu durchmischen und Neues auszuprobieren. Als ich nach der Universität meine Karriere startete, fiel es mir schwer, mich bei der Arbeit wohl zu fühlen. Ich war die strikten Abläufe und die wenigen Pausen nicht gewohnt und brauchte einige Zeit um herauszufinden, wie ich mein (Arbeits-)Leben am besten priorisiere. Bei Dropbox ermuntern wir die Leute, neue Dinge auszuprobieren, die das Wohlbefinden fördern - beispielsweise im Rahmen unserer jährlichen Gesundheitswoche. 

Geraldine MacCarthy, Head of Dropbox Business in EMEA
Geraldine MacCarthy
Head of Dropbox Business in EMEA, Dropbox
Geraldine MacCarthy ist Head of Dropbox Business in EMEA. Ihr Team arbeitet mit Geschäfts- und Enterprise-Kunden in ganz EMEA zusammen, um sicherzustellen, dass sie die richtige Lösung für ihre spezifischen geschäftlichen Herausforderungen und Bedürfnisse haben. Geraldine kam 2014 zu Dropbox, wo sie das EMEA Business von einem 25-köpfigen Team auf heute über 300 Mitarbeiter mit aufbaute, ein professionelles Verkaufsteam auf die Beine stellte und die Eröffnung von Büros in London, Paris und Hamburg überwachte. Vor ihrer Tätigkeit bei Dropbox war Geraldine 8 Jahre bei Google in Dublin, Polen und San Francisco tätig und führte Teams durch die Start-up- und Wachstumsphase.
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