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Odyssee im Weltraum – der bereits vor 50 Jahren erschienene Science-Fiction Film von Stanley Kubricks zeigt uns Szenarien auf, die wir auch heute vor KI fürchten. Ein Computer übernimmt die komplette Kontrolle. Fiktion oder bereits Realität? Noch ist es Fiktion, aber Künstliche Intelligenz ist bereits mit dem menschlichen Denken vergleichbar und wird auch mittels intelligenter Algorithmen immer besser.

Können wir Homo Sapiens auch von uns behaupten, dass unsere digitale Intelligenz immer besser wird? Nicht wirklich.

Laut einer Studie des Bitkoms ist die Digitalkompetenz in Deutschland von Bewerbern und Arbeitnehmern eher mittelmäßig. Hier wird es für Unternehmen, die KI-gesteuerte Lösungen einführen wollen, schwierig, in einem leergefegten Arbeitsmarkt die Besten der Besten zu finden. Denn eins gilt für alle Unternehmen: Ohne Mitarbeiter geht auch im digitalen Umfeld nichts. Oder wer soll digitale Prozesse und KI einführen?

Auf der einen Seite steigen die Anforderungen an die Digitalkompetenzen, auf der anderen Seite gilt es, passende Mitarbeiter zu gewinnen, sie an Bord zu halten oder - wenn sie bereits an Bord sind – ihnen relevante Skills mit auf die künftige Digitalreise zu geben.

Wenn viele Top Talente gefunden werden sollen, geht nichts ohne entsprechende Anreize. Unternehmen dürfen hierbei nicht nur in monetäre Richtungen denken, sondern müssen eine angepasste Unternehmenskultur schaffen, in der digitale Reife auch realisierbar ist. Das kann ein Schwenk in etablierten Org-Charts sein – das kann auch sein, vermeintlich gute Prozesse ad acta legen. Im Zeitalter des digitalen Umbruchs gilt die alte Weisheit, dass diejenigen überleben werden, die sich am besten anpassen können. Bereits Charles Darwin sagte einst: „Weder die stärkste noch die intelligenteste Spezies überlebt, sondern diejenige, die sich am besten an Veränderungen anpasst.“

Durch die digitale Transformation werden die Karten neu gemischt. Wie bei jedem Marktumbruch müssen Unternehmen eine andere Perspektive einnehmen – sie müssen nicht nur in neue Technologien, sondern auch in Talente und die eigene Unternehmenskultur investieren. Das ist häufig ungewohnt. Aber um digital reifer zu werden, müssen die Mitarbeiter digital fitter und die Kultur flexibler werden. Damit wird eine Strategie nicht nur geplant, sondern es können letztendlich auch deren Früchte geerntet werden.

Fazit

Der offene Arbeitsmarkt lässt leider wenig Spielraum, um die digitalen ‚Cracks‘ zu gewinnen. Für Unternehmenslenker ist es wichtig, die entsprechende Kultur bereits in die Unternehmens-DNA zu pflanzen, um Umbrüche zuzulassen und für Talente attraktiv zu sein. Hier kann der wohlweisliche Rat und die Unterstützung von Firmen-Fremden häufig wahre Wunder bewirken oder – wie Antoine de de Saint-Exupéry sagt – „Um klar zu sehen, reicht oft ein Wechsel der Blickrichtung.“

Martin Krill Martin Krill ist seit knapp zwanzig Jahren für die Hager Unternehmensberatung tätig und wurde 2004 zum Geschäftsführer berufen. www.hager-ub.de


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