Grüne Zukunft für die Bürobranche?

In der Pandemie konnten die Büroartikelhersteller noch von den Neueinrichtungen vieler Homeoffices profitieren, aber über den letzten Sommer legte sich dieses Hoch etwas. Besonders Drucker gehörten in diesem Zusammenhang zu den beliebtesten Einrichtungsgegenständen, um den Arbeitsalltag auch im eigenen Heim so harmonisch wie möglich zu gestalten.

„Arbeitnehmer legen sich gerade im Privaten häufig nachhaltige Tintenstrahldrucker oder Tinten-Multifunktionsdrucker zu. Im Vergleich zu Laserdruckern bieten hier moderne Modelle viele Vorteile für die Umwelt und die eigene Gesundheit. Diese Kaufentscheidung erweist sich dabei als Spiegelbild des aktuellen Nachhaltigkeitstrends bei Verbraucherinnen und Verbrauchern. Für einen Großteil der deutschen Bevölkerung hat sich dies in den letzten Jahren zu einem entscheidenden Kaufkriterium entwickelt“, weiß Tanja Schmidt, Geschäftsführerin der igreeen solution GmbH und Expertin für umweltfreundliches Büroequipment.

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Branche im Wandel

Neben einer aufkommenden Marktsättigung führen auch Lieferschwierigkeiten oder der stetige Verdrängungswettbewerb auf dem Druckermarkt zu sinkenden Verkaufszahlen bei Herstellern und Vertreibern. Viele Unternehmen greifen deshalb auf kundenorientierte Service-Modelle zurück oder erweitern das Angebot um weitere Geschäftsfelder. „Für eine genaue Marktbeobachtung braucht es jedoch möglichst lange Zeiträume und den Rundumblick, damit die Daten am Ende wirklich Aufschluss geben“, erklärt Schmidt. Während für das Homeoffice mehr Tintenstrahldrucker gekauft wurden, rüsten Büros gerade ihre Räumlichkeiten häufig mit teuren High-End-Geräten aus, um sich so auf die Rückkehr ihrer Angestellten vorzubereiten. Dabei sollte der aufkommende Nachhaltigkeitsfunke aber nicht einfach erlöschen. Bestehende Altgeräte wie die als umweltschädlicher geltenden Laserdrucker, die derzeit noch an vielen deutschen Arbeitsplätzen stehen, müssen daher endlich das Zeitliche segnen.

Jung und umweltbewusst

87 Prozent der Deutschen studieren die Energieeffizienzlabel von Elektrogeräten und achten beim Einkauf im Handel beziehungsweise im Online-Shop generell auf Nachhaltigkeit. Im Zuge dieses gesteigerten Bewusstseins für die Zukunft des Planeten geben viele sogar an, mehr für ein umweltfreundliches Produkt zu zahlen. Durchschnittlich 6,7 Prozent mehr sind sie bereit dafür auszugeben und dabei scheint es in der Regel unwichtig, ob es sich beispielsweise um einen modernen Drucker oder einen neuen Laptop handelt. Gerade die jüngere Generation von 18 bis 24 Jahren zeigt sich bereit, dieses Budget zu erhöhen, während Personen über dem 55. Lebensjahr dieses eher etwas reduzieren. Schmidt verdeutlicht: „Daran lässt sich ein zukünftiger Trend für die Privathaushalte, aber auch für die Arbeitswelt erkennen und Hersteller sollten dies besonders in den kommenden Jahren verinnerlichen. Der Umstieg auf nachhaltige Tintenstrahldrucker erlaubt Unternehmen in der aktuellen Situation kurzfristig Energie zu sparen.“ So kann auch das Büro der Zukunft zum Kampf gegen den Klimawandel beitragen.

www.igreeen.de

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