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Sprinter

Tag 2: Pains und Gains

Auf Basis der Überlegungen des Vortags und der Daten, die zur Vorbereitung auf den Strategie Sprint gesichtet wurden, beginnt nun die kollaborative Analyse der definierten Kundensegmente. Entsprechend des Enterprise Design Thinking Frameworks wird sich in erster Instanz auf die Schmerzpunkte des Kunden und in zweiter Instanz auf die Definition der entsprechenden Lösung konzentriert, die dann den größten Mehrwert bringen, wenn sie existentielle Herausforderungen adressieren.

Idealerweise wird dieses Modul nicht nur mit dem Projektpartner, sondern auch mit Vertretern der Endkunden durchgeführt. Die Ergebnisse bilden eine Annahme, die es zu validieren gilt. Der Endkunde bewegt sich oft nur in dem ihm bekannten Lösungsraum. Es gilt daher, seine Herausforderungen und Motivation zu verstehen und eine entsprechende Lösung zu entwickeln, die entweder radikal neu oder deutlich besser umgesetzt ist als die der Wettbewerber. ecx.io – Teil von IBM iX stellt dafür die Aktivitäten der Zielgruppen in Szenarien dar und leitet die Herausforderungen ab. Zum Einsatz kommen Tools wie Pains & Gains oder Scenario Mapping.

Tag 3: Service Blueprint

Am dritten Tag wird aus den gewonnenen Erkenntnissen ein Zielbild entwickelt. Es löst die identifizierten Schmerzpunkte und adressiert die Motivation der Zielgruppen. Dabei gilt es, sich vom Status quo frei zu machen, um die optimalen Lösungen zu finden. Wie soll die Interaktion mit dem Endkunden künftig aussehen, welche (digitalen) Services helfen dabei, ein unvergessliches Kundenerlebnis zu gewährleisten? Welche Aktivitäten führt der Endkunde idealerweise an welchen Touchpoints aus? So lauten zentrale Fragestellungen, die es zu berücksichtigen gilt.

Damit das zukünftige Kundenerlebnis wünschenswert, aber auch rentabel und technisch umsetzbar ist, erfolgt die Zusammenarbeit interdisziplinär, um die Expertise verschiedener Bereiche optimal zu nutzen. Die Customer Journey wird nun auf eine technische Basis gestellt: Welche Kundensignale werden an welchem Touchpoint verarbeitet? Welche Daten werden erhoben? Welche Fähigkeiten helfen das Kundenerlebnis am entsprechenden Touchpoint umzusetzen?

Am Ende des Tages steht ein Service Blueprint, der die technischen Anforderungen skizziert. Das Besondere: Die Anforderungen wurden direkt aus den Kundenbedürfnissen abgeleitet. Auf diese Weise wird gewährleistet, das sie auch für die Endkunden relevant sein werden. 

Tag 4: Zielarchitektur und Fit Gap Analyse

Die identifizierten Anforderungen werden nun in eine Zielarchitektur übertragen. Hierzu wird die IBM iX Referenzarchitektur genutzt, die vor allem auf Micro-Services und Headless-Funktionalität basiert und somit Flexibilität und Skalierbarkeit garantiert. Wichtig ist, dass die angestrebte Architektur nicht mit grundlegenden Eckpfeilern der Plattform-Vision oder IT-Strategie kollidiert.  

In der Folge werden Ist- und Soll-Zustand mit Blick auf die benötigten Fähigkeiten und Daten abgeglichen. Die hierdurch identifizierten Lücken sind als Handlungsfelder zu verstehen. Sie werden priorisiert und hinsichtlich ihrer Abhängigkeiten zueinander bewertet. Darüber hinaus werden weitere Handlungsfelder aus Unternehmens- und Kundensicht abgeleitet, bewertet und priorisiert. Bei Bedarf werden sie in kleinere Maßnahmen heruntergebrochen.

Tag 5: Roadmap und Ergebnispräsentation

All diese Informationen geben Aufschluss darüber, welche Handlungsfelder in welcher Reihenfolge auf der Roadmap abzubilden sind. Das Ergebnis zeigt, wie der Kunde dem gewünschten Zielbild konkret näherkommen kann und wann welche Maßnahmen erfolgen sollen. Auch die Schätzung von Aufwänden sowie Business Modelle der einzelnen Initiativen sind mit inbegriffen. Die Resultate können stetig validiert, erweitert und angepasst werden.

Nun gilt es, die identifizierten Maßnahmen umzusetzen, aber auch weiterhin konzeptionell zu begleiten. So können die skizzierte Customer Journey und einzelne Touchpoints mittels Co-Creation prototypisiert und validiert werden. Die Fähigkeiten können dann den besten Lösungsanbietern zugeordnet und die Business Modelle durch Business Cases betriebswirtschaftlich ausgearbeitet werden. Am Ende erfolgt die Umsetzung der definierten Lösungen. 

1 Woche – 100% Fokus

Der Strategy Sprint bietet ein transparentes Strategiekonzept, das in Zusammenarbeit mit involvierten Mitarbeitern und Stakeholdern und mit Nähe zum Business Modell und Kunden – unter Berücksichtigung der technologischen Möglichkeiten – entwickelt wurde. Unternehmen gewinnen damit innerhalb von wenigen Tagen Klarheit über ihre strategischen Ziele und die Maßnahmen, die sie dafür umsetzen müssen.

Die identifizierten Maßnahmen gilt es anschließend mit Blick auf die Zielerreichung umzusetzen, aber auch weiterhin konzeptionell zu begleiten. So können die skizzierte Customer Journey, aber auch die einzelnen Touchpoints validiert werden. Schließlich kann die definierte Lösung technisch umgesetzt werden. 

Maximilian Anger, Senior Business Designer bei ecx.io – Teil von IBM iX

www.ecx.io/strategie-sprint
 


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