Eine Leadfeeder-Studie zeigt: Bei der KI-Nutzung von Unternehmen liegt die Benelux-Region vorne, während Deutschland und Österreich hinterherhinken.
Die Analyseplattform Leadfeeder hat eine Untersuchung zur Einführung von künstlicher Intelligenz in europäischen Unternehmen veröffentlicht. Für das Ranking wurden 32 europäische Länder anhand von 13 Indikatoren des Statistikamtes Eurostat bewertet. Zu den untersuchten Kriterien gehören unter anderem die tatsächliche KI-Nutzung in Betrieben, die Cloud-Adoption, Datenanalysen, der Einsatz von Unternehmenssoftware sowie digitale Fähigkeiten der Bevölkerung und die Beschäftigung im Sektor der Informations- und Kommunikationstechnologie.
KI-Ergebnisse für die Benelux-Staaten und DACH-Region
Die Ergebnisse offenbaren ein deutliches Digitalisierungsgefälle innerhalb Westeuropas. Die Benelux-Staaten positionieren sich geschlossen in den europäischen Top 10. Die Niederlande erreichen den fünften Gesamtrang, begünstigt durch den europaweit höchsten Anteil an Personen mit überdurchschnittlichen digitalen Kompetenzen. Belgien folgt auf Platz sieben und belegt beim Teilindikator für KI- und Daten-Adoption den vierten Rang. Luxemburg komplettiert die Spitzengruppe auf Platz zehn.
Wirtschaftsstarke Länder wie Deutschland und Österreich fallen im europäischen Vergleich zurück und platzieren sich außerhalb der zehn besten Nationen. Deutschland belegt im Gesamtranking den 16. Platz. Laut den Eurostat-Daten nutzen derzeit 26 Prozent der deutschen Unternehmen KI-Technologien, womit das Land hinter Vorreitern wie Dänemark und Finnland liegt. Österreich folgt direkt dahinter auf Platz 17. Als strukturelle Gründe für den Vorsprung der Benelux-Märkte nennt die Untersuchung eine höhere Reife bei Datenanalysen, eine intensivere Nutzung von Unternehmenssoftware und ein höheres Niveau digitaler Fähigkeiten.
(Leedfeeder/red)