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17.05.19 - 17.05.19
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In SIGNAL IDUNA PARK, 44139 Dortmund

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04.06.19 - 06.06.19
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11.06.19 - 11.06.19
In Stadion Letzigrund, Zürich

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Im Meer der Daten drohen einige Industrieunternehmen unterzugehen. Ein Grund: Maschinen liefern zwar Massen an Informationen, doch diese laufen nicht an einem Knotenpunkt zusammen. Was Unternehmen benötigen, sind IIoT-Plattformen, die mit zuverlässigen Ticketsystemen verbunden sind.

Die Vernetzung nimmt immer mehr zu und verändert die Art zu Arbeiten. Das zeigt sich auch in der Industrie und im Industrial Internet of Things, kurz IIoT. Diese physisch-digitale-Verbindung verbreitet sich immer mehr in der industriellen Fertigung und erhält daher einen eigenen Namen, der auch unter Industrie 4.0 bekannt ist. Die Spezifizierung ist durchaus sinnvoll, immerhin bezeichnet das Internet of Things, kurz IoT, primär die Verbreitung von smarten Alltagsgegenständen wie Uhren.

Was beide allerdings gemeinsam haben: Sowohl IIoT und IoT wollen die Kommunikation zwischen Anwender und Gerät aber auch zwischen den Geräten verbessern. Gerade letzteres ist in der Industrie essentiell. Denn durch den Austausch von Informationen können Maschinen nicht nur eigenständig Aktionen ausführen, sondern sich auch untereinander steuern.

Doch um das zu erreichen, fehlt vielen Unternehmen noch ein wesentliches Element: Eine Schaltzentrale, welche die Daten nicht nur verarbeitet, sondern auch übermittelt und einen reibungslosen Fluss sicherstellt – eine IIoT-Plattform. Doch wie muss die aussehen und welche Rolle spielt dabei das Ticketsystem?

Effiziente Schaltzentrale: Vorgehen und Besonderheit

Wer sich der Aufgabe widmet, eine technologische Plattform aufzubauen, dem wird schnell bewusst: Die eine skalierbare Lösung gibt es nicht. Jedes Unternehmen besitzt andere Strukturen, Prozesse und auch Maschinen. Das macht es unmöglich, einen Standard zu entwickeln, der sich wie eine Schablone über jeden Anwendungsfall ziehen lässt. Zur individuellen Lösung kommen Unternehmen nur, indem sie sich u.a. folgende Fragen stellen:

  • Welche Daten werden aktuell über welche Systeme (Sensoren) gesammelt?
  • Welche Daten werden direkt in der Produktion gesammelt, welche erhalte ich von außen (zum Beispiel produzierte Werkzeuge, die bei Kunden im Einsatz sind)
  • Welche Daten sind für die IIoT-Plattform wichtig und sollten in der Schaltzentrale zusammenlaufen? Und wer ist im Unternehmen für diese Daten verantwortlich?
  • Welche Rechtsgrundlage (Stichwort: DSGVO) besteht für das Speichern der Daten?

Hinzu kommt eine weitere Frage: „Welche Schnittstellen brauche ich, damit Plattform und zum Beispiel Maschinen kommunizieren können?“ Dieser Aspekt wird oft vernachlässigt, bildet aber den Kern einer IIoT-Plattform. Denn es geht nicht mehr darum, alle Systeme über komplexe Schnittstellen untereinander zu vernetzen, sondern nur noch mit einer. Als Middleware verstanden, nimmt der Knotenpunkt die Daten auf, verarbeitet sie und gibt sie dann an entsprechende Stellen weiter.

Beispiele aus der Praxis: IIoT und Ticketsysteme arbeiten Hand in Hand

Doch was hat nun die IIoT-Plattform mit Ticketsystemen zu tun? Ein Beispiel aus der Metallbearbeitung gibt darauf eine Antwort: Eine smarte CNC-Maschine sendet über Sensoren an die IIoT-Plattformen den Zustand einer Spindel. Dort findet ein Abgleich zwischen dem gemessenen Wert und den vorher definierten Grenzwerten statt. Liegt der Grenzwert für die Schwingungen über der Toleranz wird automatisch eine Meldung für das Ticketsystem generiert. Diese Benachrichtigung erhält das dafür zuständige Team auf das Tablet. Das kann nun alle zur Verfügung stehenden Daten noch einmal sichten und entscheiden, was als nächstes zu tun ist.

IIoT weitergedacht: Schnittstellen ins Unternehmen

Ein erster großer Schritt Richtung vernetztes Unternehmen ist mit dem Aufbau einer IIoT-Plattform getan. Aber warum hier stehen bleiben? Die Anbindung an das Enterprise-Ressource-Planning- (ERP-) und Customer-Relationship-Management- (CRM-) System sind der nächste logische Step. Warum? Das zeigen die beiden folgenden Szenarien.

  • Flexibilität und Rechnungsstellung: Um künftig noch agiler auf spontane Auftragsänderungen zu reagieren, könnten Kunden über ein Ticket ihren Fertigungsauftrag kurzfristig justieren. Diese Anforderungen gehen dann nicht nur direkt in die Produktion, sondern auch in das ERP-System, in dem der Produktionsauftrag angepasst wird. Mehr noch: Auch die Zeiterfassung ist bei dem Ticket schon integriert. „Dadurch können die Mitarbeiter ihre Aufwände direkt auf das Ticket buchen und diese bei Bedarf mit dem System abrechnen,“ erklärt Marian Heinzelmann, Consultant bei der 5 POINT AG.
  • Informationsfluss und Kundenbindung: Kommt es in der Produktion unerwartet zu einem Störfall, könnte das Ticketsystem durch Schnittstellen zum CRM herausfinden, für wen die betroffene Losgröße produziert wird. Anschließend erhält der Auftraggeber sofort eine Information – idealerweise über den von ihm bevorzugten Kommunikationskanal. Daher lohnt es sich, „E-Mail-Systeme, Webchat-Systeme, aber auch zum Beispiel CRM-Systeme einzubinden“, weiß Christoph Wendl, CEO und Gesellschafter der IT Dienstleister Iphos IT Solutions. Denn dadurch können Anliegen sowie „Kundenanfragen schnell und für beide Seiten transparent bearbeitet werden, wodurch die Servicequalität und Kundenloyalität steigt.“

Next Level: Mensch und Maschine und Maschine und Unternehmenssoftware

Die Szenarien zeigen: Das vernetzte Unternehmen der Zukunft braucht nicht nur die Kommunikation zwischen Mensch und Maschine, sondern auch zwischen Maschine und Maschine sowie der Unternehmenssoftware. Mit einer zentralen IIoT-Plattform können Daten analysiert und daraus Erkenntnis gezogen werden. Diese Erkenntnis erzeugen dann Aufgaben in Form eines Tickets, das entweder automatisch die nächsten Schritte einleitet oder einem Team den Handlungsbedarf kommuniziert.

Das Ergebnis ist nicht nur ein vernetztes Unternehmen, das technologische Silos überwindet, sondern auch ein kundenzentriertes Erlebnis. Denn darüber kann die Beziehung zum Kunden auf ein neues Level gehoben werden, das die Kundenbindung stärkt und im digitalen Wandel für Wettbewerbsvorteil sorgt.

Matthias WeberMatthias Weber, Geschäftsführer,  mwbsc GmbH

 

 

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