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Revollution FaustWarum entwickelt sich das Internet der Dinge (IoT) nicht so schnell wie erwartet? Und warum wir uns trotzdem auf eine Revolution vorbereiten sollten.

Die Wertschöpfungskette des IoT

Bis 2020 sollen weltweit Milliarden Objekte mit dem Internet verbunden sein. Deren Daten werden in der Cloud gespeichert und sind Teil der Digitalisierung unserer Umgebung. Eine globale, einfache, kosteneffiziente Vernetzung, die dazu noch wenig Energie benötigt, ist ein wichtiger Baustein, um dies zu realisieren. Momentan liegen die Prognosen bei 20 bis 50 Milliarden vernetzten Geräte bis zum Jahr 2020 – also in nur kurzen drei Jahren. Diese Schätzungen spiegeln das rasante Wachstum an Objekten wieder, die das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) unterstützen – und damit das Potenzial sowie den Einfluss auf künftige Technologien und das Leben im Allgemeinen.

Es entstehen neue Branchen, die Produkte, Netzwerke, Plattformen, Software und Services anbieten. Diese stellen einzelne Teile der Wertschöpfungskette des IoT dar und konzentrieren sich darauf, verschiedene Datenvolumina zu erfassen und zu nutzen. Diese Services und Anwendungen sind auch die Basis für neue Geschäftsmodelle und haben ein Potenzial von 11 Billionen US-Dollar weltweit bis 2025 laut einer Studie von McKinsey . Den größten Einfluss sieht das Beratungsunternehmen in Fabriken (bis zu 3,7 Billionen US-Dollar wirtschaftlicher Mehrwert), in Städten (1,7 Billionen US-Dollar) sowie im Gesundheitswesen (1,6 Billionen US-Dollar).

Dies ist nirgendwo besser zu sehen als bei Produkten für Endkonsumenten – und zwar besonders bei Wearables und Smart Home-Lösungen. Weniger sichtbar für die breite Öffentlichkeit sind die Milliarden an US-Dollar, die in industrielle Anwendungen und Geräte investiert werden, die „Dinge“ messen, identifizieren, warnen, informieren und warten.

Warum wächst das Internet der Dinge nicht so schnell wie erwartet?

Warum wächst das Internet der Dinge also nicht so schnell wie erwartet? Das größte Hindernis ist die Vielzahl der Technologieangebote und -anbieter. Zwar gibt es Standards für die Datenübertragung wie WLAN oder 4G/5G, aber die Vielzahl der unterschiedlichen Möglichkeiten schreckt Unternehmen oftmals noch ab. Die Analyse und Auswahl der jeweils passenden Technologie ist für Organisationen somit extrem zeitaufwändig. Dabei wäre nur eine einfache, weltweit skalierbare Vernetzung notwendig, um die Werte abzuschöpfen, welche die von den Milliarden vernetzten Objekten übertragenen Daten bieten.

80 bis 90 Prozent aller IoT-Geräte werden allein für Services konzipiert, die hohe Volumina kleiner Datensätze übertragen können. Diese Informationen und ihre Nutzung bieten für Unternehmen und Regierungen auch den größten Anreiz, in die Realisierung des IoT zu investieren. Die anderen zehn bis 20 Prozent der komplexen Geräteangebote werden von ähnlich umfassenden, teuren Lösungen unterstützt, die Daten erfassen, verwalten und ausliefern.

Damit sich das Internet der Dinge allgemein durchsetzt und sein Potenzial realisiert, müssen in erster Linie vier Bedingungen hinsichtlich der Vernetzung gegeben sein: die weltweite Verfügbarkeit, Einfachheit, Energieeffizienz und Kosteneffektivität. Darüber hinaus ist Offenheit über das IoT-Ökosystem hinweg enorm wichtig – dies betrifft beispielsweise Prozessoren, Module, Geräte, Plattformen und Netzwerke. Möglichst einfache Implementierung, Setup oder Aktualisierungen halten den Verwaltungs- und Wartungsaufwand zudem so gering wie möglich.

Die Mehrheit der Vernetzungslösungen ist für medienintensive Geräte konzipiert. Dazu gehören Bluetooth, Zigbee, Wi-Fi und LTE(m)-/Mobilfunknetze. Manche davon sind kosteneffektiv und energieeffizient, verfügen aber nicht über weltweite Reichweite. Andere sind global verfügbar und einsetzbar, jedoch ist die Interoperabilität der Netzwerke extrem komplex oder sie verbrauchen sehr viel Energie. Die Nachfrage nach solchen Angeboten wird von Lösungen mit hohem Durchsatz vorangetrieben.

Mittlerweile gibt es jedoch auch Low Power Wide Area Network (LPWAN)-Lösungen, die einen weitaus größeren IoT-Markt adressieren. Für Entwickler ist die Nutzung des Schmalband-Spektrums des Netzwerks (und 1 GHz) interessant. Für Anwender hingegen sind sie vor allem attraktiv, um Daten kostengünstig zu übertragen. Dank entsprechender Tools wurde es deutlich einfacher, Applikationen zu entwickeln und Daten zu sammeln sowie zu integrieren. Diese Integration erlaubt Monitoring-Einsichten in Echtzeit – ein echter Vorteil von LPWAN im Vergleich zu anderen Technologien.

Vier Schlüsselkomponenten

Allerdings erfüllen nicht alle LPWAN-Angebote die vier Schlüsselkomponenten bestmöglich oder arbeiten nicht nahtlos mit anderen Vernetzungsmöglichkeiten zusammen. Eine ideale Kombination bietet Folgendes:

  • Energieeffizienz: Dazu gehören besonders ein langes Batterieleben und ein im Voraus planbarer Energieverbrauch. Auf diese Weise können die bestmögliche Anwendererfahrung und niedrige Wartungskosten gewährleistet werden.
  • Globales Netz, transparentes Roaming und Out-of-the-Box-Konnektivität: Eine offene Plattform erlaubt einem Gerät oder Objekt Daten, zu teilen – und zwar weltweit.
  • Einfach und unkompliziert: Die Kosten und Komplexität des benötigten Siliziums lassen sich signifikant reduzieren. Außerdem werden Entwicklung und Implementierung deutlich vereinfacht.
  • Niedrigere Kosten: Ein ideales LPWAN-Angebot ist einfach zu implementieren und zu mangen. Dadurch ist es kostengünstiger als der Wert der Daten selbst.

Diese Aspekte sollten mit weltweit gültigen Vereinbarungen kombiniert werden. Das ermöglicht Qualitätsstandards, eine breite Palette an Partnern, um die passenden Hardware-Komponenten und Plattformen zu finden, sowie eine einfache Vernetzung, ohne dass eine spezielle Konfiguration notwendig ist.

Heute für die Revolution des IoT rüsten

Die Daten, die Milliarden implementierte Geräte sammeln, können ganze Branchen und das Alltagsleben verändern. Bereits bestehende Anwendungsbeispiele in Sektoren wie der Landwirtschaft, dem produzierenden Gewerbe oder im Gesundheitswesen sowie für Verbraucher, Städte und dutzende weiterer Industrien zeigen die Fortschritte bei der Realisierung des Internet der Dinge. Diese Beispiele sind jedoch erst der Anfang der Digitalisierung, die künftig noch rasanter voranschreiten wird. Unternehmen sollten sich rüsten, um auf die Revolution vorbereitet zu sein.

Aurelius Wosylus
Aurelius Wosylus
Director Sales Germany, Sigfox
 

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