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Ähnlich wie bei anderen Berufen aus der Sparte der Unternehmensberatung haben SAP-Berater top Karrierechancen und können mit überdurchschnittlichen Vergütungen rechnen. Gleichzeitig trauen sich viele Interessenten oft nicht an das Metier heran, weil sie eine falsche Auffassung von den Kernkompetenzen haben, die ein SAP-Berater in seinen Job mitbringen sollte.

Michael Seebacher von der CNT Management Consulting AG klärt darüber auf, warum Persönlichkeit oft wichtiger ist als IT-Kenntnisse und ein hoher akademischer Abschluss. Über Initiativen wie “Flynne” und “Fresh Faces” will sein Unternehmen jetzt Quereinsteigern und jungen Talenten den Weg in die Beratung vereinfachen.

Mit SAP lassen sich die unterschiedlichsten Prozesse von der Materialbeschaffung bis hin zur Mitarbeiterkoordination drastisch vereinfachen und zentral einsehen, komplett ohne jeden Papierkram. Ein Service, der für die meisten Unternehmen heutzutage absolut unverzichtbar ist. Weil die Einführung der Software vor allem für IT-Novizen nicht ganz einfach ist, bedarf es in Deutschland immer mehr fachlicher Unterstützung: Sogenannte SAP-Berater begleiten Unternehmen bei ihren Umstellungsprozessen und sind für die Auswahl und Einrichtung der jeweils benötigten Softwarekomponenten sowie die Schulung der Mitarbeiter im Umgang mit der neuen Digitallösung verantwortlich. Aufgrund der hohen Nachfrage nach SAP-Lösungen werden Berater nach den Corona Lockdowns weiterhin verstärkt gesucht - auch für Berufsanfänger und Quereinsteiger sehen die Chancen gut aus. “Bei unseren Anforderungsprofilen stehen akademischer Abschluss und spezialisierte IT-Ausbildungen viel weniger im Mittelpunkt, als oft angenommen wird”, verrät Michael Seebacher,  Partner und Geschäftsführer bei der CNT Management Consulting AG. Stattdessen sucht das Unternehmen  vermehrt nach Persönlichkeiten mit dem besonderen Etwas.

Was macht den perfekten Berater aus?

Die SAP-Berater bilden eine menschliche Schnittstelle zwischen Unternehmen und Business-Software. Sie vereinfachen den Transformationsprozess nicht nur durch ihre IT-Kompetenz, sondern vor allem durch ihren starke Persönlichkeit: Gefragt sind hier vor allem gute Menschenkenntnis, Empathie und ein sicheres Auftreten. Ein großer Teil der Leistung eines guten Beraters besteht darin, individuelle Probleme der jeweiligen Kunden verstehen zu lernen und passende Lösungen für sie zu entwerfen. Dazu ist es wichtig, Vertrauen zu schaffen und eine gemeinsame menschliche Ebene zu finden. “Ein kurzes persönliches Gespräch zwischen zwei Meetings oder ein gemeinsamer Cafe in der Unternehmenskantine können oft mehr bewirken als ein zweistündiger Fachvortrag”, weiß Seebacher. Ebenfalls wichtig: Flexibilität und Reisebereitschaft. Denn Berater bilden für ihre Projekte Teams mit wechselnden Kollegen und arbeiten zeitweise eng mit Angestellten aus den Kundenunternehmen vor Ort zusammen. Koordinationsfähigkeit und Durchhaltevermögen runden das Profil ab und helfen dabei, die unterschiedlichen Aufgaben aus den Bereichen Informationstechnologie, Betriebswirtschaft und Personal zu meistern.

SAP-Berater - Nur etwas für IT-Profis?

Einen weniger hohen Stellenwert, als weithin angenommen, haben spezialisierte IT-Ausbildungen. “Um Berater zu werden, muss man ganz bestimmt kein Vollblut-ITler sein. Im besten Fall sollte ein Berater erste SAP Erfahrung mitbringen, zum Beispiel, wenn er seitens eines Unternehmens schon einmal mit SAP gearbeitet hat”, erklärt Seebacher. Die Erfahrung ist allerdings nicht zwingend erforderlich, da SAP und Beratungsunternehmen wie CNT selber zur Förderung interdisziplinärer Talente spezialisierte Ausbildungsprogramme  für SAP anbieten. Über das Projekt “Flynne” hat SAP zusammen mit CNT und weiteren Partnerunternehmen eine Initiative ins Leben gerufen, über die Interessierte ihre Eignung für das Jobprofil als SAP-Berater online testen können. Dazu müssen sie einen Fragebogen beantworten und bekommen dann einen prozentualen Kompatibilitätsscore für das Berufsbild als Berater via Mail zugesendet. Wenn es von Unternehmensseite besonders gut passt, kann auch schon einmal eine Mail von CNT für einen weiteren Prozess  kommen.

Von der Ausbildung direkt in die Beratung

Auch ein universitärer Abschluss ist nicht zwingend notwendig, wenn man SAP-Berater werden möchte. Vielversprechende Kandidaten können sich sogar bereits während ihrer Studienzeit für einen Direkteinstieg in die Beratung bewerben. Dazu veranstaltet SAP in Zusammenarbeit mit CNT und anderen Partnern jährlich das “Fresh Faces” Akademieprogramm. Nach einer Vorauswahl durch die Beratungshäuser werden die jungen Talente nach Walldorf zum “Power Day” eingeladen. Dort haben sie die Chance durch gemeinsame Workshops und einem abschließenden “Speed Dating” die einzelnen Unternehmen näher kennenzulernen. Falls die Chemie stimmt, bekommen sie die Möglichkeit, auf einen Praxistag beim Beratungshaus ihrer Wahl vorbeizuschauen und Einblicke in den Arbeitsalltag eines SAP-Beraters zu bekommen. Von den knapp 30 Workshopteilnehmern, die CNT im diesjährigen Pilotprogramm kennenlernen durften, kamen 12 Bewerber in die engere Auswahl. 4 von ihnen haben inzwischen bereits unterschrieben und stehen in den Startlöchern ihrer Karriere als SAP-Berater.

Michael Seebacher, Partner und Geschäftsführer
Michael Seebacher
Partner und Geschäftsführer, CNT Management Consulting AG

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