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Zahnräder und Schriftzug ERP

Die Kunden aus dem Anlagen- und Maschinenbau kommen aus diversen Industriebereichen und koppeln Wertsteigerung geradewegs mit prozessualen Standards sowie Automation. Doch lassen sich auch die Anforderungen an den Maschinenbau selbst vereinheitlichen? Das folgende Anwendungsbeispiel zeigt, wie sich jene Frage auf die Arbeit der Hersteller von Enterprise Ressource Planning-Software (ERP) geltend macht.

Zwei Anwendungsbeispiele

Zwei Unternehmen aus der Branche Anlagen- und Maschinenbau mit prinzipiell homogenen Arbeitsabläufen fragen eine ERP-Lösung bei einem Hersteller an. Die Abläufe der beiden Unternehmen gestalten sich wie folgt:

Angebotsanforderungen: Unternehmen 1 (siehe Bild 1) kalkuliert basierend auf Schätzwerten und offeriert ohne Stammdatenbezug. Der Interessent und das Material werden bis zu Auftragserteilung nicht im System angelegt. Unternehmen 2 kalkuliert dagegen auf Basis von Referenzprojekten und erfasst bereits beim ersten Kontakt den Interessenten und alle zum Angebot führenden Schritte.

ERP im Maschinenbau

Bild 1: Vergleich zweier Anwendungsbeispiele (Quelle Industrial Application Software GmbH)

Auftragserstellung: Unternehmen 1 erfasst den Auftrag als Aufstellung erforderlicher Dienstleistungen und Materialien inklusive Marge. Unternehmen 2 schreibt seine Aufträge in der Struktur der resultierenden Anlage, zuzüglich von Servicekosten für Lieferung und Inbetriebnahme.

Projektierung: Unternehmen 1 erfasst, ändert und verfolgt alle einzelnen Arbeitsvorgänge und Materialverbräuche der Fertigung im Projektmanagement. Unternehmen 2 möchte seine Fertigung über eine autarke Fertigungslösung verwalten: Als Ganzes sollen die einzelnen Aufträge im Projektmanagement sichtbar sein, aber von Fertigungsabteilungen ausführlich geplant werden, die ihrerseits keinen Zugriff auf das Projektmanagement haben.

Rechnungsstellung: Unternehmen 1 schreibt Rechnungen, deren Komponenten und Struktur sich von denen des Auftrags ableiten. Unternehmen 2 kalkuliert die Meilensteine als Komplettblöcke mit Referenzen auf die im Auftrag geführten Bestandteile (strukturell losgelöst).

Branchenlösung oder Standardsoftware?

Es gibt einerseits Anbieter, die reine Branchenlösungen herstellen, die nur in diesem Segment agieren. Diese besitzen einen höheren Basispreis, da auf eine spezielle Branche zugeschnittene Anwendungen in der Regel eigene, von Standardlösungen abweichende, Wartungstätigkeiten benötigen. Andererseits gibt es auch Hersteller, die eine Standardsoftware anbieten und davon wiederum Branchenlösungen ableiten. Dies schließt leider nicht aus, dass aus Gründen oben beschriebener Heterogenität trotzdem Anpassungen nötig werden, die durch den Einsatz von Spezialisten auch wieder teurer sind. Sollte man daher auf seine eigenen spezifischen Merkmale Wert legen, ist mit der Implementierung einer Branchensoftware nicht unbedingt besser beraten.

Weniger ist mehr!

Es gilt zu bestimmen, auf wie viele Einzellösungen das Geschäft verteilt wird. Bedingt durch bereits existierende Strukturen oder gemäß seiner IT-Strategie entscheidet sich das Unternehmen im Extremfall für Standalones je Business Unit: Jeweils ein System für das Relationship Management, eines für den Vertrieb, eines für das Projektmanagement und eben weitere für Wartungen, PPS, Kalkulation, Einkauf, Service, etc.

Ein erhöhter Schnittstellenaufwand ist die Folge einer stärkeren Diversifizierung, welcher auch wiederum Mittel und Ressourcen bindet – und das fortwährend! Des Weiteren ist eine solche Infrastruktur bisweilen so komplex, dass es bereits seit mehreren Jahren eigene Lösungen und Hersteller gibt, die sich ganz und gar mit der Verbesserung dieses Konstrukts auseinandersetzen.

Herausforderung für ERP-Anbieter

Im Gegensatz zu ihren Kunden, müssen Softwareanbieter nicht die IT-Strategie für das Unternehmen entwickeln, vorwiegend nicht einmal für die Branche. Die Herausforderung liegt eher darin, im Ausmaß eines ohnehin unumgänglichen Modifikationsvolumens der einzusetzenden Software, möglichst viele Wege frei zu halten und dem Kunden umfangreiche Gestaltungspotenziale aufzuzeigen. Im Idealfall sollte dies durch Flexibilität im Kern – im Coding und in der Parametrisierung – möglich sein, ohne nachträgliche Modellierung.

Flexibler Standard als zentrale ERP-Software

Eine flexible ERP-Software kann alle kundenspezifischen Anforderungen umfänglich und schnell in einer einzigen Lösung abbilden. Mit dem dahinterliegenden Softwarekonzept lassen sich alle erforderlichen Funktionsbereiche der beiden Anwendungsbeispiele ohne zwingende weitere Schnittstellen umsetzen. Aufgrund des komplett offenen und modifizierbaren Quellcodes solcher Applikationen kann dies sogar ausschließlich mit geschulten internen Mitar¬beitern geschehen. Die Grundlage dafür ist eine exakte Analyse einzelner Geschäftsprozesse mit der anschließenden Darstellung des gesamten Unternehmensprozesses.

Die Vorgehensweise bei einem solchen Verfahren ist gemeinsam mit dem Auftraggeber Prototypen zu entwerfen, welch nur einen Bruchteil des zu erwartenden Budgets verbrauchen und konkrete Folgerungen auf die Tauglichkeit des Systems erlauben. So kann ein Anlagenbauer genau für jene Eigenschaft eine Musterlösung bauen lassen, welche er am problematischsten einstuft und die evtl. bisher kein anderer ERP-Anbieter lieferte. Eine aufwendige Rückabwicklung kann dem Kunden mit dieser Art Generalprobe erspart werden. Die Auswahl der der geeigneten ERP-Software sollte sich nicht nur auf die Erfolgsmodelle beschränken. Besonders für mittelständische Anlagen- und Maschinenbauer ist es ratsam, auf eine flexible und unternehmensindividuelle IT-Lösung zu setzen.

Christine Schuhmacher
Christine Schuhmacher
Industrial Application Software GmbH
www.caniaserp.de

 

 

 

 
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