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Online ShopppingFür einen tadellosen Onlineshop sind SEO-Maßnahmen von wesentlichem Wert. Ein gutes Ranking zu erzielen hängt von vielen Faktoren ab und ist ein komplexes System von mehreren Onpage-Maßnahmen. Die folgenden Kriterien sind einige wichtige Vorkehrungen und Voraussetzungen, um gute Rankings zu erreichen.

Unwichtige Seiten von der Suchmaschinen-Indexierung ausschließen

Nicht alle Seiten eines Onlineshops sollten vom Googlebot ausgewertet und in den Index aufgenommen werden. Das kommt daher, dass viele Seiten Duplicate Content erzeugen. Gerade bei Produkten, die sich nur in Farbe oder Größe unterscheiden, kann dies schnell passieren. Insbesondere Produktvarianten und paginierte Seiten sollten von der Indexierung ausgeschlossen werden.

Keine eigene URL für Produktvarianten

Werden Produkte in verschiedenen Ausführungen angeboten, wie z.B. grüne Jacke XY und braune Jacke XY, werden dafür meist mehrere Produktseiten angelegt. Hier besteht die Gefahr, dass dies als Duplicate Content gewertet wird. Daher sollten die verschiedenen Produktvarianten auf nur einer Produktseite abgebildet werden.

Filter und Seitennummerierung vom Index ausschließen

Sofern ein Onlineshop ein großes Sortiment zur Verfügung hat, ist es ratsam, diese durch eine Paginierung aufzulisten. Da dann aber alle Seiten für das gleiche Keyword ranken, kann Google nicht erkennen, welche die relevanteste ist. Seite 1, mit den beliebtesten Produkten, ist die relevanteste. Paginierte Seiten sollten deshalb von Suchmaschinen nicht indexiert werden.

Paginerungsseiten

Bild 1: URLs wie diese, sollten von der Indexierung ausgeschlossen werden.

Ähnliches Problem ergibt sich bei Filtermöglichkeiten eines Onlineshops. Da dies sehr userfreundlich ist, sollten diese in einem guten Onlineshop zum Einsatz kommen. Doch pro Filtersetzung wird eine neue URL generiert und trotzdem können hier nun gleiche Produktbeschreibungen auftauchen wie bei anders gesetzten Filtern, weshalb zwei URLs letztlich den gleichen Inhalt haben. Die Folge: Duplicate Content. Hier sollten die einzelnen Filter nicht durch Google indexiert werden.

Filter

Bild 2: Die URL beinhaltet Filter, welche nicht indexiert werden sollten.

SSL-Verschlüsselung verbessert Chance auf gute Rankings

Seit die Sicherheitsverschlüsselung SSL eingeführt wurde, ist eine sichere Verbindung zwischen Server und Nutzer möglich. Sensible Daten, wie Bankdaten oder Adressen, werden in einem verschlüsseltem Protokoll übermittelt und sind somit sicher vor Eingriffen Dritter. Dazu benutzen Shopbetreiber eine HTTPS-Verbindung. Vorsicht bei der Umstellung von http auf HTTPS. Hier kann Duplicate Content entstehen! Die SSL-Verschlüsselung wird seit 2014 mit einem besseren Ranking belohnt und sollte daher unbedingt genutzt werden.

Verschlüsselung mit SSL

Bild 3: Die URL zeigt eine Verschlüsselung mit SSL durch https an.

Interne Verlinkung richtig setzen

Interne Verlinkungen unterstützen Google, die Struktur einer Website zu verstehen. Google kann dadurch die Relevanz der einzelnen Seiten für bestimmte Suchbegriffe noch besser zuordnen. Außerdem ist die interne Verlinkung eine zusätzliche Navigationsmöglichkeit für den Nutzer. Es werden sowohl Produkte als auch Kategorien verlinkt. Zum einen wird dies gemacht, um den User im Content selbst zu führen, zum anderen, um die intern verlinkten Seiten zu stärken, indem die „Power“ der einzelnen Seite auf die relevanten Unterseiten weitergegeben wird. Diese Power wird anteilig auf die intern verlinkten Seiten vererbt. Deshalb sollten nur Seiten verlinkt werden, die ebenfalls von wichtiger Relevanz sind, damit die vorhandene Power zielgerichtet wirken kann:

Die thematische Kategorisierung sollte sich auch in der Struktur widerspiegeln. Interne Verlinkungen sollten nur gesetzt werden, wenn die verlinkten Seiten auch thematisch zueinander passen. Einen Link von „Jacke XY“ auf „Schuh YZ“ zu setzen, ist nicht förderlich. Dagegen ein Link von der Kategorie „Jacken“ auf die Unterseite „Wildlederjacken“ schon.

Website logisch strukturieren und Dokumente korrekt gliedern

Eine der wichtigsten und nachvollziehbarsten Methoden, SEO im Onlineshop einzusetzen, ist die korrekte Strukturierung der Website an sich und auch die Gliederung des Dokumentes. Die richtige Gliederung sorgt mit den passenden Keywords für ein gutes Ranking. Die Meta-Daten spielen eine wichtige Rolle für die Suchmaschine, um die Seiten des Onlineshops einordnen zu können.

Keywords richtig wählen

Die richtigen Keywords zu setzen, ist mitunter der wichtigste Punkt, um weit oben in den Suchergebnissen aufzutauchen. Folgende Punkte sollten bei der SEO Optimierung des Onlineshops beachtet werden:

  • Ein Hauptkeyword pro Seite
  • Keyword-Set stetig erweitern und aktualisieren
  • Inhalte Kategorien und Unterkategorien zuordnen

Keyword-Analyse ist Grundlage für Website-Struktur

Für eine gute Strukturierung einer Website muss vorerst eine ausführliche Keyword-Analyse vorgenommen werden. Relevante Suchbegriffe und auch Wortgruppen sollten herausgesucht werden, damit ein gutes Ranking zustande kommt und Google findet, was der Onlineshop anbietet.

Aufbauend auf die Keyword-Recherche werden dann Kategorien gebildet. Erst dann werden die Inhalte, also die Produkte, den Kategorien zugeordnet. Die Navigations- und Website Struktur sollte bestenfalls flach gehalten werden, damit jede Unterseite eine klare Relevanz erhält. Jede Seite sollte aus diesem Grund auch nur für ein bestimmtes Keyword bzw. Keyword-Kombinationen ranken. Überschneidungen mit anderen Landingpages sollten vermieden werden, um keine Rankingpower abzugeben. Hier wird, genau wie bei den internen Links, die Relevanz der Kategorien zueinander festgelegt. Es ergeben sich Ebenen. Die wichtigsten Seiten sollten dann über höchstens 3 Klicks erreichbar sein.

Individuelle Meta-Titles und Descriptions vergeben

Title und Description sind die Meta-Daten, die bei der Suchanfrage von Google ausgegeben werden. Am wichtigsten ist, dass der Title und die Description immer individuell sind. Der Title ist seither der wichtigste Rankingfaktor, da er in kurzen Worten erklärt, welches Thema auf der Seite übermittelt wird.

Der Title umfasst ca. 55 Zeichen und die Description in etwa 156. Hat der Onlineshop sehr viele relevante Besucher über mobile Endgeräte sollte die Description auf 120 Zeichen reduziert werden, da die Description in den mobilen Suchergebnissen auf 120 Zeichen beschränkt ist. Diese wenigen Zeichen können darüber entscheiden, ob der potenzielle Kunde auf den Onlineshop klickt. Bekanntermaßen sehen Title und Description unter Google so aus:

Titles und Descriptions

Im Title taucht bestenfalls zuerst die Produktkategorie auf, dann der Shopname. Das kommt daher, dass die Seite mit der Produktkategorie am stärksten ranken möchte und sie deshalb relevanter ist und zuerst genannt werden sollte. Falls ein bestimmtes Produkt jedoch sehr relevant ist, da ein hohes Suchvolumen vorherrscht, sollte hier der Produktname zuerst genannt werden, wie oben im Beispiel zu sehen. Die Description sollte kurz abhandeln, was auf der Seite zu finden ist und ist eher für den Nutzer relevant.

Dokumentenkontur korrekt umsetzen

Mit einer sauberen Gliederung kann der Suchmaschine geholfen werden, den Onlineshop besser zu verstehen. Mittels H‐Tags wird eine Gliederung vorgenommen, die wie folgt aussehen kann:

  • Hauptinhalt: H1
  • Hauptabsätze: H2
  • Zwischenüberschriften innerhalb der Hauptabsätze: H3
  • Gliederung innerhalb der Zwischenüberschriften: H4

Der H1-Tag sollte hierbei nur einmal pro Seite vorkommen und den Themenschwerpunkt des Webshops erläutern. In der H1-Überschrift sollte das stärkste Keyword für die jeweilige Seite eigebunden sein. Alle anderen H-Tags beinhalten dann weitere Keyword-Variationen. Zudem sollte jede Seite immer mit einer H1 starten.

Onlineshop für mobile Nutzer optimieren

Ein Onlineshop sollte immer zugänglich für mobile Endgeräte sein, da dies für ein besseres Ranking sorgt. Faktoren, die für die mobile Nutzung berücksichtigt werden sollten, sind:

  • Flash und Java sind nur bedingt darstellbar
  • Die mobile Internetleistung ist schwächer
  • Kleinere Darstellung
  • Navigation erfolgt über Touchscreen

Der Head-Bereich und die Schriftgröße sollten daher auch für kleinere Bildschirme ausgelegt sein. Des Weiteren sollten alle Mediaelemente, die viel Ladevolumen brauchen, von der mobilen Nutzung weitestgehend ausgeschlossen oder komprimiert werden. Hover-Menüs sollten aufgrund des Touchscreens nicht integriert werden.

PageSpeed erhöhen

Sehr wichtig, gerade auch für die mobile Nutzung ist der Page Speed, also die Ladezeit der Website. Je schneller die Website ist, desto nutzerfreundlicher erscheint sie, was wiederum für Google ein Kriterium für eine qualitative Website ist. Wichtige Kriterien sind:

  • Geeigneten Hoster wählen
  • Grafiken komprimieren
  • Gzip-Komprimierung
  • Optimierung des Quellcodes

Für den Speed Test eines Onlineshops stehen verschiedene Tools zur Verfügung wie z.B. Eines davon webpagetest.org oder PageSpeed Insights von Google. Bei der Bewertung von Websites durch Google ist auch die Ladegeschwindigkeit relevant. Die Geschwindigkeit ist ein wichtiger Faktor für die Nutzerzufriedenheit und ist somit eine wichtige Voraussetzung für ein gutes Ranking in den SERPs.

2 do für Shopbetreiber: Mit den SEO-Basics die Voraussetzungen für gute Rankings

Für einen Onlineshop ist es essenziell, in SEO-Maßnahmen zu investieren. Es sollte sichergegangen werden, dass irrelevante Seiten des Onlineshops vom Crawling der Suchmaschine ausgeschlossen werden und dass sicheres Einkaufen gewährleistet wird. Außerdem ist wichtig, dass interne Links aufgebaut werden und eine klare Seiten- und Dokumentstruktur geschaffen wird. Der Onlineshop sollte stets mit Mobilgeräten nutzbar sein und Ladezeiten sollten weitestgehend reduziert werden. Wird all dies beachtet, sind bereits viele Voraussetzungen für gute Rankings vorhanden.

2 Do für Shopbetreiber

Herbert BuchhornHerbert Buchhorn ist Geschäftsführer von Clicks Online Business und Experte für Suchmaschinenoptimierung (SEO).

www.clicks.de

 

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