Jetzt also Shopify! Shoepassion.de wechselt nach 12 Jahren das Shop-System

Björn Henning, CEO von shoepassion, Bildquelle: shoepassion

Zukunftsweisend sein und neue Wege einzuschlagen. Das gilt im privaten Bereich ebenso, wie im geschäftlichen Sektor. Ein Beispiel dafür ist das Berliner Unternehmen Shoepassion, das nach vielen Jahren der Kooperation sein Shop-System wechselt.

Björn Henning, CEO von Shoepassion gibt im Interview Auskunft zu den Gründen, zur Bedeutung genutzter Tools und Softwareprogramme sowie darüber, wie er die Zukunft des Unternehmens sieht.

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Nach 12 Jahren Magento 1 erfolgte nun die Umstellung auf Shopify. Welche 3 Gründe rechtfertigen diesen Wechsel?

Gleich mehrere Faktoren sprachen für einen Wechsel! Zum einen ermöglicht uns Shopify ein einfacheres Handling als Magento und ist somit benutzerfreundlicher. Ein weiterer Grund für den Umstieg war der Kostenpunkt. Denn das „Upgrade“ auf Magento 2 wäre knapp doppelt so teuer gewesen. Ein weiterer Beweggrund war unsere Entwicklung der letzten Jahre, denn Shopify gilt für Unternehmen unserer Größe als „State of the Art“. Alles in allem waren es dann die vielfältigen Tools und Plugins, welche für den Wechsel wegweisend waren. Entsprechend verwaltet nun ein zentrales Shopify-System unseren On- und Offline Handel.

Für Shoepassion war der Omnichannel-Ansatz, Ware aus dem stationären Handel heraus zu verschicken, bereits vor fast einem Jahrzehnt ein wichtiges Instrument. Waren das Erfahrungen, welche Ihnen während des Lockdowns einen Vorteil verschafft haben?

Definitiv, wir haben bereits 2014 damit angefangen, online bestellte Ware aus den stationären Läden heraus zu verschicken. Das zentrale Argument war hier die Schaffung einer höheren Warenverfügbarkeit und Kapitaleffizienz. Insbesondere während der Pandemie kam uns dies zugute, da sich die Verhältnisse von On- zu Offline von 50:50 zu etwa 75:25 verändert hat. Hohe Lagervolumina gepaart mit hoher Warenverfügbarkeit in den Stores waren hier ein wesentlicher Wettbewerbsvorteil.

Shoepassion verkauft Ware nicht nur im Online-Shop und in den zahlreichen stationären Läden, sondern auch auf weiteren Online-Marktplätze. Welche Rolle spielen dabei welche Tools und Softwares?

Wir nutzen das Warenwirtschaftssystem Pixi, die E-Commerce Plattform Shopify sowie Tradebyte als Schnittstelle zu den angebundenen Marktplätzen. Für den Online Store Versand greifen wir übrigens auf eine Eigenentwicklung zurück. Das wichtigste ist, dass wir durch unser Systemsetup alle Bestellungen und somit auch der genaue Warenbestand getrackt wird. Nur wenn diese stets aktuell gehalten werden, wird der erfolgreiche Verkauf über andere Marktplätze möglich. Marktplätze, die wir aktuell nutzen wären u. a. Zalando, Mirapodo, About You, Goertz und Otto.

Shopify, Pixi, Shoepassion ID, etc. – All diese Informationstechniken machen sogar ein etabliertes IT-Systemhaus neidisch. Sich stetig weiterzuentwickeln und digitale Affinität zu zeigen ist zeitgemäß, doch woher kommen diese vielen innovativen Anregungen?

Seit unserer Gründung im Jahr 2008 zählt Innovativität zu einem unserer Grundwerte. Seit unseren Starttagen ist unser Team durch eine hohe digitale Affinität geprägt. Technologische Chancen zu erkennen, die eine Disruption des klassischen Schuhhandels erlauben, haben wir stets für uns zu nutzen gewusst.

Shoepassion ist sichtlich bereit für die Zukunft des Handels. Welche Trends werden noch auf den Handel zukommen und welchen Ratschlag geben Sie Händlern, die gerade erst anfangen?

Zunächst: der engere Austausch mit deinen Kunden. Nur wenn du seine Bedürfnisse genau kennst, weißt du, welchen Mehrwert dein Unternehmen ihrem Leben liefern kann. Wir tun dies beispielweise mit Shoepassion ID; unserer Basis für den Ausbau unserer Community. Nicht nur finden unsere Kunden durch die Nutzung im ersten Schritt ihre perfekte Schuhgröße, nein, wir können dank der gewonnenen biometrischen Daten auch bessere Produkte entwickeln. Zudem haben wir damit ein Tool in den Händen gegen die große Herausforderung des E-Commerce mit Kleidung: Retourenvermeidung! Jede vermiedene Retoure schont die Umwelt und unsere Liquidität.

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