Don’t oversell it?! – Social Media geht auf Konkurrenzkurs zu Shopsystemen

Weltweit brummt der Onlinehandel. Immer mehr Unternehmen bieten digital ihre Waren an. Auch Instagram versucht mit Funktionen wie „tap to buy“ Verkäufer für die Plattform zu gewinnen. Social Selling lautet das Schlagwort, das den Vertrieb direkt in den sozialen Netzwerken beschreibt.

Aber stellt diese Methode wirklich eine realistische Alternative zu klassischen Shopsystemen dar? „Nein, denn die Instagram-Funktionen weisen diverse Schwächen auf“, unterstreicht Andreas Köninger, Vorstand der SinkaCom AG, ein Spezialist für Digitalisierung. „Auch wenn die Koppelung visueller Reize an direkte Verkaufsangebote in ‚shoppable posts‘ Impulskäufe und einfache Conversions verspricht, bleibt ein gut funktionierender Webshop das A und O.“ Ob individuell konzipiert oder „von der Stange“, hängt dabei insbesondere von der Branche, dem Anwendungsgebiet und Unternehmens-DNS ab.

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Ausgebremst

Erklärtes Ziel von Social Selling ist die Umsatzsteigerung. „Ohne Schnittstelle zu einer klassischen Website funktioniert auf Instagram jedoch kein einziges Shopping-Feature“, erklärt Andreas Köninger. Schnelle Kauffunktionen schaltet die Plattform erst nach erfolgter Shop-Integration frei, denn sie benutzt Preis sowie Bilder von der Storefront. „Unternehmer, die primär über die App vertreiben wollen, bleiben also weiterhin auf externe Systeme angewiesen. Interessanterweise haben Anbieter wie Shopify reagiert und eine Integration von Instagram angekündigt“, stellt Andreas Köninger fest.

Insbesondere ab einer gewissen Anzahl von Aufträgen führt kein Weg der passenden Softwarelösung vorbei, da Instagram jegliches E-Commerce-Backend fehlt. „Genau diese Verwaltungskapazitäten sind aber eine unschätzbare Erleichterung insbesondere für Unternehmen auf Wachstumskurs“, so der Experte. Ohne angeschlossenen Webshop müssen Verkäufer individuell mit ihren Kunden Zahlungsmethoden absprechen sowie jede einzelne Bestellung manuell abwickeln und händisch dokumentieren. „Mehrarbeit ist so vorprogrammiert, verbraucht Arbeitszeit und würgt Wachstum ab“, erläutert Andreas Köninger.

Auf dem richtigen Pfad

Speziell für den Verkauf konzipierte Shopsysteme bleiben das Mittel der Wahl, wenn es um Absatz im digitalen Zeitalter geht. „Egal ob als All-in-one, Shopsystem oder individuelle Lösung, es gibt viele Softwareanwendungen für einen Online-Auftritt“, so der Experte. Voraussetzung für den Erfolg ist jedoch ein gut durchdachtes Konzept und die passende Kombination aus Standard- und Individualsoftware. Insbesondere Letztere schafft eine Basis, erlaubt es, über intelligente Schnittstellen Positionierung und Besonderheiten herauszustellen, und ist skalierbar in Produktionsanzahl und Besuchermengen. „Schließlich soll der Onlineshop mitwachsen und sich möglichst nahtlos, ohne große Extra-Aufwendungen in die bereits vorhandenen IT-Infrastruktur interagieren“, betont Andreas Köninger.

Besitzen kleine und mittlere Unternehmen neben einem digitalen Einkaufsplatz beispielsweise auch ein Ladengeschäft in der Innenstadt, muss die Synchronisation beider Vertriebskanäle gewährleistet sein – ganz gleich, ob beim Warenwirtschaftssystem oder bei der Verbindung zur Buchhaltung. Außerdem sorgen Funktionen wie Gutschein- beziehungsweise Promotionshandling oder verschiedene Versandarten für Kundenzufriedenheit. Passende Tools im Back Office erlauben es zudem, den Erfolg solcher Aktionen zu evaluieren. Auch gut zu wissen: Lösungen für das Tracking von Nutzerdaten, vielfältige Produktvarianten und Co. fördern den Absatz zusätzlich. Fehlen im Unternehmen dazu Zeit und vor allem Know-how, stehen spezialisierte Dienstleister wie die SinkaCom AG Betrieben von der Analyse über die Planung bis zur Implementierung einer entsprechenden Onlinelösung zur Seite.

www.sinkacom.de

Artikel zu diesem Thema

23. November 2021

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