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Das Mindset macht den Unterschied

Die dritte Frage, die Unternehmen beantworten müssen, berührt das eigene Mindset. Oft mangelt es am allgemeinen Verständnis und an der kulturellen Haltung für eine geeignete digitale Strategie. Das bestehende Geschäftsmodell umzustellen, heißt: bereit sein, zu lernen und den Perspektivwechsel zu leben. Ohne diese Grundeinstellung ist jedes Projekt zum Scheitern verurteilt. Nur durch Offenheit und mit einer umfassenden Roadmap kann der Schritt in die digitale Zukunft gelingen.

Der digitale Transformationsprozess betrifft also nicht nur die IT, sondern das gesamte Unternehmen. Alle Mitarbeiter, angefangen mit dem Management, müssen ihre Denkweise den neuen Gegebenheiten anpassen.

Traditionell organisierte Unternehmen oder Konzerne mit gewachsenen Strukturen tun sich bei der Transformation naturgemäß schwerer als Start-ups und können daher profitieren, wenn sie sich von außen beraten lassen.

Zu den Themen, die für eine erfolgreiche digitale Transformation von Unternehmen angegangen werden müssen, gehören unter anderem die folgenden:

  1. Management

    Die digitale Transformation verändert die Art und Weise, wie ein Unternehmen seine Geschäfte durchführt. Sie betrifft alle Prozesse und die gesamte Organisationsstruktur. Change-Management ist keine leichte Aufgabe. Daher müssen die Führungskräfte vollständig vom digitalen Transformationsprozess überzeugt sein und Verantwortung in die Teams abgeben, sprich Freiräume schaffen für schnelle markt- und kundenorientierte Entscheidungen.
     
  2. Team

    Für viele Unternehmen ist das digitale Umdenken schwierig, da sie sich zu sehr auf die Optimierung der bestehenden Performance konzentrieren. In einem digitalen Geschäftsmodell ist E-Commerce jedoch nicht nur als ein weiterer Vertriebskanal zu betrachten, sondern als Katalysator des Wandels. Das Geschäftsmodell und die Prozesse müssen komplett neugestaltet und an E-Commerce angepasst werden. Dazu braucht es ein Team mit den entsprechenden Qualifikationen und Fähigkeiten.
     
  3. IT

    Die IT ist gefordert, die digitalen Prozesse und den Datenaustausch in Echtzeit zu ermöglichen. Der erste Schritt ist daher die Analyse des Ist-Zustandes der IT.
  • Welche Systeme gibt es bereits?
  • Was macht das Unternehmen in Bezug auf E-Commerce / Transaktionen, E-Workflows, Anwendungen, Datenbanken, CRM, Business Intelligence etc.?

Im zweiten Schritt müssen die bestehenden Systeme mit Blick auf das geänderte Geschäftsmodell bewertet werden:

  • Was kann (oder muss) angepasst werden?
  • Welche Systeme müssen aktualisiert oder aufgerüstet und verknüpft oder integriert werden?
  • Benötigt das Unternehmen zusätzliche Softwarelösungen und wenn ja, welche?

Eine wichtige Anforderung an die IT ist die Konnektivität der Systeme sowie die Echtzeit-Datenverarbeitung. Die Business Cases erfordern den Austausch von Kundendaten sowie die Anbindung an das eigene oder die CRM-Systeme der Geschäftspartner. Viele verschiedene Systeme verschiedener Organisationen müssen miteinander integriert werden, was die Rollen verschiedener Organisationseinheiten neu definiert.
 

  1. Rechtliche Fragen

    Die Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle verlangt eine geeignete Rechtsgrundlage, die Partnerschaften und Dienstleistungen über Unternehmensgrenzen hinweg ermöglicht. Bei Bedarf sollten Unternehmen die Gründung von Joint Ventures in ihrer Planung berücksichtigen. Diese müssen den Austausch von Kundendaten unter strikter Einhaltung der Datenschutzgesetze (Datenschutz-Grundverordnung – DSGVO) regeln. Konzessionsabgaben und Verträge müssen neu verhandelt werden, da Produkte nicht mehr nur im Geschäft offline, sondern auch online über E-Commerce verkauft werden. Darüber hinaus müssen Zahlungsverträge abgeschlossen und die Vertragssituation zwischen Kunde und Händler geklärt beziehungsweise legalisiert werden.
     
  2. Digitale Plattformen

    Unternehmen sollten sich gegebenenfalls bei der Entwicklung und Umsetzung neuer digitaler Produkte und Geschäftsmodelle externe Unterstützung holen. Da das digitale Ökosystem eine Vielzahl von Komponenten wie Vertrieb und Marketing, ERP, CRM, Supply Chain, Payment, Operations und Logistik umfasst, kann die Komplexität nur mit Partnern und Lieferanten, Distributoren sowie Technologie- und Dienstleistungsanbietern optimal bewältigt werden. Ultimativ ist das Ziel jeder digitalen Plattform die Fähigkeit, ein nahtloses Kundenerlebnis über alle Kanäle hinweg zu schaffen. Durch automatisierte Prozesse, digitale Geschäftsmodelle und „Omnichannel“ erschließen Unternehmen neue Umsatzquellen und steigern ihre Wertschöpfung.

Die digitale Transformation betrifft auch Prozesse und die Business-Architektur von Unterne

Bild 1: Die digitale Transformation betrifft auch Prozesse und die Business-Architektur von Unternehmen (Quelle: AOE)

Steven Bailey, Chief Strategy Officer
Steven Bailey
Chief Strategy Officer, AOE GmbH
Steven Bailey verfügt über eine langjährige Expertise in der digitalen Transformation internationaler Unternehmen und der Entwicklung ihrer Business- und IT-Visionen. Als Chief Strategy Officer verantwortet er bei AOE das Business Development und die Kundenberatung im Bereich Digitalisierungs- und Omnichannel E-Commerce-Strategien. 
Ein Schwerpunkt dabei: die Entwicklung von B2X-Transaktionsportalen und mobilen Lösungen, die es Unternehmen möglich machen, neue Geschäftsmodelle abzubilden und nachhaltige Umsatzströme zu generieren. 
Die von ihm betreuten Kunden umfassen die gesamte Branchen-Bandbreite – von Groß- und Einzelhandel über Aviation, Automotive und Industrie bis zu Life Science und Telco. 
Ergänzend blickt der gebürtige Brite auf mehr als 20 Jahre Erfahrung in International Brand Communications zurück und hat zahlreiche Corporate Design-Preise gewonnen. 

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