Wie Technologie hilft, die Rezession zu überwinden

Rezession

Im ersten Quartal 2022 noch auf dem Rekordniveau, haben VC-Investitionen stark nachgelassen. Die Abkühlung des Aktienmarktes, der Krieg in der Ukraine, die hohe Inflation und die Angst vor einer Rezession: die Investitionslandschaft hat sich wesentlich verändert.

Viele Investitionsentscheidungen wurden auf Eis gelegt, und die Kapitalbeschaffung ist definitiv schwieriger als im vorherigen Jahr. Das bedeutet auch niedrigere Bewertungen, während Unternehmen gleichzeitig enorm unter Druck stehen, sich unter Beweis zu stellen. Eines ist klar – die Zeiten, in denen das Geld den Start Ups quasi hinterher geschmissen wurde, sind vorbei. Jede*r versucht, sein/ihr Kapital zu schützen, um länger mit den vorhandenen Rücklagen auszukommen. Um besser zu verstehen, wie sich das auch auf die Produktentwicklung auswirkt, finden Sie im folgenden Beitrag ein paar Beispiele, die das Verständnis dafür schärfen sollen.

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Entwickeln, was Wert schafft

Da Budgets nicht mehr so großzügig bemessen sind wie vor einem Jahr, kommt es vor allem darauf an, zu erkennen, welche Produkte hergestellt werden müssen. Welche Verbesserungen helfen, neue Kundinnen an Bord zu holen? Welche Änderungen tragen dazu bei, Nutzerinnen zu zahlenden Kund*innen zu machen? Ein gutes Hilfsmittel für die Priorisierung ist das Value Benefit Canvas.

Die Value Benefit Canvas ist ein Rahmenwerk, mit dem sichergestellt werden kann, dass ein Produkt oder eine Dienstleistung so positioniert wird, wie es Kundinnen brauchen. Die Value Proposition Canvas wurde ursprünglich von Dr. Alexander Osterwalder als Rahmen entwickelt, um sicherzustellen, dass Produkt und Markt zueinander passen. Es hilft Ihnen zu bestätigen, dass es eine tatsächliche Nachfrage für die von Ihnen angebotene Lösung gibt. Dadurch erhalten Sie sofort eine neue Perspektive auf die Eigenschaften Ihres Produkts, und vielleicht ändert sich dadurch sogar die Richtung Ihrer Prioritätenliste.

Wenn sich die Kommunikation Ihres Unternehmens nur auf Funktionen und Vorteile konzentriert, erreichen Sie nur die Menschen, die wissen, dass sie ein Problem haben und dass es überhaupt eine potenzielle Lösung gibt. Nehmen wir an, Sie bauen eine Plattform zum Chatten. Wenn Sie sie als Online-Kommunikationstool anpreisen, erreichen Sie nur Menschen, die wissen, dass sie ein Kommunikationsproblem haben und dass cloudbasierte Lösungen hilfreich sind. Wenn Sie Ihr Produkt jedoch als etwas präsentieren, das Teams helfen kann, ihre Produktivität durch bessere Kommunikation zu steigern, eröffnen Sie potenziellen Kundinnen ein Problem, von dem sie höchstwahrscheinlich nicht einmal wussten, dass sie es haben. Zu guter Letzt gibt es Ihrem Team ein Ziel, das seine Leistung steigert und neue Talente anzieht, während Sie wachsen.

Etwas bauen, dass regelmäßige Kosten und Zeit spart

Während der Fokus stark auf der Vergrößerung des Kundenstamms liegt, wird die Kundenbindung oft vergessen. Obwohl interne Nutzerinnen im Vergleich zu Kundinnen in der Regel am Ende der Prioritätenliste stehen, hat die große Anzahl von Kundinnen-Supportanfragen zwei negative Folgen. Erstens: Je mehr Anfragen, desto mehr Aufwand hat das Kundenserviceteam, um die Probleme zu lösen. Das bedeutet, dass die Personalkosten steigen, was in der Regel nicht gewollt ist. Das zweite Risiko liegt darin, dass Kundinnen während des Prozesses verloren gehen.

Softwareentwicklung ist teuer, sowohl was Zeit als auch was das Geld angeht. Wenn beides knapp ist, ist es sinnvoll, erst einmal Prototypen zu entwerfen und zu testen. In diesem Stadium ist es viel einfacher, Funktionen zu korrigieren als zu einem späteren Zeitpunkt bzw. wenn das fertige Produkt bereits entwickelt wurde. Dafür sind Design-Sprints ein gutes Mittel. Denn dadurch können Ideen schnell getestet werden.

Der Design Sprint ist ein fünftägiger Prozess zur Beantwortung kritischer Geschäftsfragen, der Sie durch die Entwicklung, das Prototyping und das Testen einer Produktidee mit Kund*innen führt. Er wurde vom Google Ventures-Programm entwickelt und wird von einigen der besten agilen Entwicklungsteams der Welt eingesetzt.

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Weniger Raum für Fehler – wählen Sie Ihre Partner sorgfältig aus

In unsicheren Zeiten werden in der Regel in der Hoffnung auf Kosteneinsparungen, auch Entwicklungskosten und -partner überprüft. Aber wenn das Budget knapp ist, gibt es weniger Spielraum für Fehlentscheidungen. Das Schlimmste, was passieren kann, ist, dass das Geld ausgeht, bevor der MVP des Produkts oder eine neue Funktionalität geliefert wird. Daher wird die schrittweise Bereitstellung noch wichtiger. Um kontinuierlich gute Ergebnisse zu liefern, brauchen Sie einen Partner, der Ihnen bei jedem Schritt zur Seite steht.

Ein gesunder Weg, um die Zusammenarbeit zu optimieren, wäre es, die Erwartungen durchzugehen. Sich gemeinsam über eine geplante Roadmap und Budgetgrenzen zu unterhalten. Ein guter Partner sollte in der Lage sein, zu erkennen, welche Dinge auf vereinfachte Weise entwickelt werden können, in welche Themen man mehr Aufwand stecken sollte und wo man den Ansatz testen sollte – bevor man überhaupt etwas baut.

Fazit

Ob in guten oder schlechten Zeiten, Prioritäten zu setzen ist in der Produktentwicklung immer schwierig. Mehrere Interessengruppen haben unterschiedliche Erwartungen an das Produkt – die es zu erfüllen gilt. Kund*innen, Investoren, das Entwicklungsteam, der Kundensupport und interne Interessengruppen haben alle ihre eigenen Bedürfnisse und Erwartungen. Wenn das Budget knapp ist, ist es am wichtigsten, die Kosten nicht einfach abzuschöpfen, sondern Kapital für die Dinge einzusetzen, die wirklich wichtig sind, damit sich die Investition langfristig auszahlt. Schlussendlich sind Krisen ein guter Zeitpunkt für Innovationen, denn auch die besten Innovationen wurden in Krisenzeiten geboren.

Anu Einberg Mooncascade

Anu Einberg

Mooncascade -

CEO

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