Künstliche Intelligenz

Bilderkennung im Dateimanagement: Zukunftsmusik oder Retter im Berufsalltag?

KI und Medien

Ein paar Keywords hier, ergänzende Metadaten da: Wer sich ernsthaft mit Dateimanagement auseinandersetzt, kennt die tägliche Herausforderung, Bilder, Videos und Texte zu katalogisieren, um sie später leichter wiederzufinden. Gerade bei Bildern und Videos verspricht die Bilderkennung mittels künstlicher Intelligenz (KI) Abhilfe.

Eine aktuelle Studie von bitkom zeigt, KI gilt in der deutschen Wirtschaft als Zukunftstechnologie, findet aber nur wenige Anwender:innen. Eine große Mehrheit sieht Künstliche Intelligenz wohl trotzdem als große Chance – aber nur 9 Prozent setzen sie wirklich ein.

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Deswegen sollten folgende Fragen in den Mittelpunkt der Zukunftsplanung digitaler Unternehmen rücken: Wo genau kann KI im Dateimanagement unterstützen und wie können Mitarbeiter:innen zielführend damit arbeiten? Vor allem aber: Welche Schwachstellen gilt es zu beachten?

Produktivität steigern und Verwaltung vereinfachen

Stellen Sie sich vor, Sie möchten ein neues Paar Turnschuhe bei Ihrem bevorzugten Online-Anbieter finden. Um Ihre Suche zu verfeinern und das passende Produkt zu finden, wenden Sie Filter und Sortierungen an: Nach Schuhtyp, nach Farbe oder nach Schuhgröße. Der Vorteil dieser Technik? Nutzer:innen sparen Zeit und kommen schnell zum Ziel. Auch Unternehmen können von dieser Methode profitieren. Die gezielte Organisation von Dateien ermöglicht Mitarbeiter:innen kürzere Arbeitswege, da z.B. die Suche nach passenden Medien mit der richtigen Indexierung schnell erledigt ist.

Dennoch kann es für Mitarbeiter:innen viele Arbeitsstunden kosten, um die Dateien sinnvoll zu ordnen. Künstliche Intelligenz kann hier helfen, Zeit beim Sortieren von Marketing-Inhalten zu sparen. Als sogenanntes Add-On von einer zentralen Plattform oder Cloud ermöglicht es den Unternehmen, dank zahlreicher steuerbarer Funktionen, Mediendateien effektiv zu ordnen und so langfristig auch den ROI zu verbessern.

Durch die Kombination einer intelligenten digitalen Bibliothek sowie Technologien der künstlichen Intelligenz können Unternehmen ihre Produktivität steigern. Die Verwaltung von Datenbeständen kann beispielsweise durch eine Indexierung der Dateien erleichtert werden. Auch KI ist dank seiner feinen Techniken ein wichtiger Bestandteil, um die Verwaltung und Bereicherung von Datenbeständen zu verbessern. Welche konkreten Punkte können Entscheider:innen nun bei der Organisation Ihrer digitalen Assets beachten?

Eine stabile Indexierung als Ausgangsposition

Die Indexierung von Dateien auf einer zentralen Plattform ist ein nützliches, aber unterschätztes Feld. Das konsequente Hinzufügen der richtigen Informationen oder “Metadaten” zu bestimmten Mediendateien ermöglicht es, die Inhalte schneller zu finden und abzurufen. Die Metadatenfelder können die technischen Eigenschaften einer Datei beschreiben, wie beispielsweise Medientyp oder Format. Aber auch administrative Merkmale, wie das Aufnahmedatum oder Nutzungsrechte können helfen, die Datei schneller zuzuordnen.

Die Indexierung spart nicht nur Zeit, sondern steigert auch die Produktivität der Benutzer:innen. Automatische Kategorisierungen und intuitive Suchmechanismen verhindern, dass Unternehmen viele Stunden für Verwaltungsarbeit verlieren. Auch für andere Geschäftseinheiten oder Partner:innen hilft die Indexierung innerhalb einer Plattform, gemeinsame Dateien leichter einzugrenzen.

Das gezielte Katalogisieren verbessert nicht nur die Benutzerfreundlichkeit, sondern senkt langfristig auch die Kosten. Sucht ein/e Mitarbeiter:in beispielsweise ein Bild, kann ein Unternehmen Kosten reduzieren, die mit einer erneuten Aufnahme oder der Reproduktion der Datei verbunden sind.

Einen absoluten Mehrwert bietet künstliche Intelligenz vor allem in diesem Zusammenhang: Die Indexierung kann dank KI an Tempo zulegen und das Taggen von Medien geht dank der intelligenten Technologie leichter von der Hand.

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Mit Künstlicher Intelligenz raus aus dem Chaos

Bestimmte Instrumente von KI können helfen, deutlich Zeit bei der Indexierung und Sortierung von Marketinginhalten zu sparen. Innerhalb der Bildanalyse können nicht nur Bildtyp und Bildqualität bestimmt werden, sondern auch automatische Stichwort-Zuweisungen mit entsprechender Tagging-Funktion sind möglich. So können Pixel- und Metadaten ganz einfach zugeordnet werden. Aber auch darüber hinaus, kann KI die Arbeit mit Marketing-Assets erleichtern:

  • Gesichtserkennung: Dank der Gesichts- und Emotionserkennung können Personen und deren Emotionen in einem Bild oder innerhalb von Videos identifiziert werden. Anwender:innen können dank der Aktivierung der Gesichtsverfolgung bestimmte Personen in einem Video suchen. KI identifiziert und gruppiert Gesichter, die in einem Video erscheinen und kann die Sequenzen, in denen die Person erscheint, schnell erkennen.
  • Emotions- und Stimmungsanalyse: KI kann positive, negative und neutrale Stimmungen von Personen anhand ihrer Stimmen, Gesichtsausdrücken oder der Tonalität der Stimme identifizieren. Darüber hinaus können Gefühle wie Glück, Traurigkeit oder Überraschung dank der intelligenten Technik kategorisiert werden.
  • Labels und Keywords: KI kann verschiedene visuelle Objekte oder Farben in einem Video erkennen und listet sie als zeitcodierte “Labels” auf. Mit Hilfe von diesen Labels können Mitarbeiter:innen schnell Objekte oder Orte finden, die innerhalb einer bestimmten Sequenz von einem Video sind.

Wo KI an seine Grenzen kommt

KI ist keine umfassende Lösung für alle Angelegenheiten im Dateimanagement, sondern vielmehr ein Werkzeug, das sich in einem stetigen Wachstumsprozess befindet.

So sind beispielsweise Produktbilder mit vielen Details schwieriger zu erkennen. Dieses Problem kann aber Machine Learning lösen, da es intelligente Vorhersagen bei größeren Datenmengen treffen kann. Außerdem gibt es beim Einsatz von KI, kein “richtig” oder “falsch” wie bei anderen Lösungen. Sprich, man kann teilweise auch bei qualitativ schwachen Ergebnissen landen.

Ein weiterer Aspekt ist, dass KI noch so gut sein kann, aber nur hilft, wenn Mitarbeiter:innen wissen, wie sie sie anwenden können. Deswegen sollten Unternehmen ein besonderes Augenmerk darauf legen, ihren Angestellten zu zeigen, welches Potenzial KI verbirgt und wie man sie im beruflichen Alltag sinnvoll nutzt.

Fazit: KI angehen

KI gewährleistet eine hohe Interaktion mit den Dateien innerhalb eines Unternehmens. Durch das Sparen von wichtigen Ressourcen, wie Zeit und Geld, stellen Entscheider:innen sicher, den ROI langfristig zu verbessern.

Die Indexierung von Dateien innerhalb einer zentralen digitalen Plattform oder Cloud ist ein kontinuierlicher Prozess, der zeitintensiv ist. Aber auf lange Sicht entsteht ein intuitiver und nützlicher Anlaufpunkt für alle Benutzer:innen, insbesondere wenn das Volumen und die Vielfalt des Contents wächst. Die Möglichkeiten, die Künstliche Intelligenz hier bietet, sind vielversprechend und helfen, Ressourcen zu sparen.

Insgesamt bietet Künstliche Intelligenz also mehr Vorteile als Nachteile – und da in der technischen Entwicklung nie Stillstand herrscht, können Unternehmen mit weiteren Innovationen sowie Verbesserungen rechnen.

Lynn Klemke Wedia

Lynn Klemke

Wedia -

Event- und PR-Managerin

Lynn Klemke ist Event- und PR-Managerin bei Wedia. Zuvor war sie als Marketing-Managerin für den DACH-Bereich im Unternehmen tätig. Lynn arbeitet seit Februar 2021 bei Wedia und sammelte vorher zahlreiche Erfahrungen im Bereich Content-, Social-Media- und Produktmanagement.
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