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Prozesse

Wenn Menschen, die zusammen arbeiten dies von unterschiedlichen Orten aus tun, kommt der nahtlosen Interaktion und der Abstimmung einzelner Aufgaben eine zentrale Bedeutung zu. Das wissen die Verantwortlichen in den Unternehmen zwar schon lange, aber die Anpassung der Prozesse und das nötige Equipment sind noch lange nicht überall etabliert. 

Nun hat die COVID-19-Pandemie den Unternehmensstrategen und Entscheidern die Notwendigkeit automatisierter Abstimmungsprozesse erneut deutlich vor Augen geführt. Transparenz und integrierte Workflows sind für eine erfolgreiche Unternehmensführung unverzichtbar – gerade in Zeiten großer Veränderungen. Eine repräsentative Studie zeigt, wie wichtig die Einführung von Automatisierungslösungen für die Wettbewerbsfähigkeit ist.

Weltweit hat das unabhängige Marktforschungsinstitut Censuswide im November 2020 unter den Führungskräften und Fachleuten des Finanz- und Rechnungswesens (F&A) eine Studie durchgeführt. Im Fokus standen dabei der Digitalisierungsgrad der Unternehmen, die Qualität der Finanzzahlen und die Auswirkungen der Pandemie. Befragt wurden die Verantwortlichen großer Unternehmen in Deutschland, Frankreich, USA, Kanada, Großbritannien, Singapur und Australien.

 

Bessere Performance durch mehr Automatisierung

Die Auswirkungen von COVID-19 auf große Unternehmen scheinen laut der Studie beträchtlich zu sein. 34 Prozent der international Befragten und 43 Prozent in Deutschland erwägen demnach die Implementierung oder Skalierung von Automatisierungslösungen. Davon erhoffen sie sich eine Optimierung der Genauigkeit und Zuverlässigkeit ihrer Finanzdaten. Auch um ihre Wettbewerbsfähigkeit machen sich die Verantwortlichen Gedanken. In Technologien, die eine bessere Verwaltung und Sichtbarkeit der Finanzdaten unterstützen, sehen sie Chancen auf Wettbewerbsvorteile: Mit 34 Prozent weltweit (41 Prozent in Deutschland) ist mehr als ein Drittel der Befragten der Meinung, dass Investitionen in die Datenanalyse helfen werden, Wettbewerbsvorteile zu wahren.

Unsicherheit besteht laut der Studie hinsichtlich der pandemiebedingte Zunahme des Homeoffice. Mehr als ein Viertel der Führungskräfte und Finanzexperten befürchtet, dass der derzeitige Mix aus Remote- und Büroarbeit zu Ungenauigkeiten in den Finanzen führen könnte. Lediglich ein knappes Drittel (29 Prozent) der Befragten ist davon überzeugt, dass die Finanzdaten, die sie für Analysen und Prognosen heranziehen, akkurat sind. Zudem sieht sich weltweit ein Drittel (33 Prozent) der F&A-Spezialisten aufgrund der COVID-19-Pandemie unter erhöhtem Druck, ein exaktes Abbild der Unternehmensleistung zu liefern.

 

Infografik Quelle: blackline

 

Sorge über ungenaue Finanzdaten und fehlerhaft Prognosen

Mehr als ein Viertel (28 Prozent) der global Befragten grämt sich, dass ihre Finanzabteilung nicht in der Lage ist, Daten schnell genug zu liefern, damit das Unternehmen auf unvorhersehbare Marktveränderungen reagieren kann; in Deutschland sehen das knapp 25 Prozent der Finanzexperten so. Skepsis herrscht vor allem in Bezug auf die Mischung aus Remote- und Büroarbeit. 27 Prozent aller und 24 Prozent der in Deutschland Befragten gaben an, dass hybride Landschaften die Arbeit in den nächsten 12 Monaten in den Finanz-Teams erschweren werden und weitere 27 Prozent, dass dies zu Ungenauigkeiten in den Finanzdaten führen könnten.

Die Ergebnisse verdeutlichen, dass die Pandemie die Dringlichkeit für die digitale Transformation sowie entsprechende Technologieinvestitionen verstärkt hat. 32 Prozent weltweit (31 Prozent in Deutschland) gaben an, dass die Entwicklungen im vergangenen Jahr dazu geführt haben, dass die Mitarbeiter einen Echtzeitzugriff auf Finanzdaten noch mehr zu schätzen wissen. Knapp ein Drittel (31 Prozent global und 30 Prozent in Deutschland) gab an, dass es nun umso dringender ist, Kernprozesse neu zu gestalten.

COVID-19 konfrontiert viele Unternehmen mit ganz neuen Herausforderungen – darunter auch das Risikomanagement. Auf die Frage, wie sich die Pandemie auf ihr Unternehmen ausgewirkt hat, gaben aus globaler Sicht vier von zehn Befragten (42 Prozent) an, dass sie sich aufgrund der anhaltenden Auswirkungen von COVID-19 stärker auf die Planung von Finanzszenarien und Stresstests konzentrierten. Die Studienergebnisse der deutschen Befragten rangieren mit rund 46 Prozent auf einem ähnlichen Niveau. Rund 40 Prozent bestätigten weltweit (in Deutschland 35 Prozent), dass die Finanzabteilungen zunehmend von Vorständen aufgefordert werden, bei der Szenarien-Planung mitzuwirken. Dies unterstreicht die wachsende Bedeutung in den Finanzabteilungen für den Übergang vom COVID-19-Krisenmodus hin zur Erholungsphase.

 

Infografik Quelle: blackline

 

Es mangelt noch immer an Transparenz

Die Ergebnisse der Studie deuten darauf hin, dass Unternehmen generell die zentrale Rolle der Finanzdaten für die Geschäftsstrategie und die Kontinuität des Unternehmens erkennen. Allerdings beeinträchtigen die mangelnde Transparenz und der fehlende Zugang zu Echtzeitdaten die Fähigkeit, schnell auf Marktveränderungen zu reagieren.

Aus globaler Sicht bestätigt über ein Viertel (27 Prozent) der C-Level-Führungskräfte, dass sie keinen Einblick in die Finanzszenarien-Planung oder in die Stresstests ihres Unternehmens haben – in Deutschland sind das lediglich 20 Prozent der Führungskräfte. Dennoch deuten die Zahlen darauf hin, dass Unternehmensleitungen wichtige Entscheidungen auf der Grundlage eines unvollständigen Abbildes des finanziellen Zustands ihres Unternehmens treffen könnten.

Der Mangel an Transparenz schmälert das Vertrauen in die Daten, die für wichtige Finanzprozesse und -planungen herangezogen werden – insbesondere in der Führungsetage. Nur etwa die Hälfte (56 Prozent weltweit und 50 Prozent in Deutschland) der oberen Entscheidungsriege gab an, dass sie volles Vertrauen in die Genauigkeit der Finanzdaten ihres Unternehmens hat. Im Jahr 2018 waren das noch 71 Prozent.

Auf die Frage nach den Gründen für das mangelnde Vertrauen in die Validität der Daten nannten 37 Prozent der weltweit und 38 Prozent der deutschen Befragten als Hauptgrund die anhaltende Abhängigkeit von unflexiblen Tabellenkalkulationen und veralteten Prozessen, welche die Finanzteams bis zum Monatsende im Dunkeln tappen lassen – 2018 hielten dies nur 28 Prozent für ein Problem. Dieses Ergebnis lässt vermuten, dass die Initiativen für die digitale Transformation in Finanzabteilungen noch ein gutes Stück Weg vor sich haben.

„Zusätzlich zu den erheblichen Auswirkungen auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen hat die COVID-19-Pandemie erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen auf Organisationen weltweit", sagt Marc Huffman, CEO von BlackLine. „Während diese Ausnahmesituation weiterhin besteht, müssen Unternehmen ihre Arbeitsweise überdenken und sich neu organisieren, um die Planung unterschiedlicher Endszenarien mit validen Zahlen sicherzustellen und um schnelle, intelligente Entscheidungen treffen zu können. Unternehmen, die dazu in der Lage sind, haben eine bessere Position, um in den kommenden Monaten zu überleben oder sogar zu wachsen. Viele Unternehmen haben jedoch immer noch Probleme mit der Transparenz und dem Echtzeitzugang zu Finanzdaten. Die gute Nachricht allerdings ist die weit verbreitete Erkenntnis, dass sich dies ändern muss. Unsere Studie deutet darauf hin, dass in den Chefetagen der Wert robuster Finanzdaten erkannt wurde und dass die Verantwortlichen zum Handeln bereit sind."

Weitere Informationen sowie ein Whitepaper zur Studie 
 

 
Robert Kathmann, VP Digital Transformation DACH
Robert Kathmann
VP Digital Transformation DACH, BlackLine

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