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Künstliche Intelligenz

Neue Technologien haben seit jeher großen Einfluss auf unsere Arbeitsweisen. Doch keine Revolution hat unsere Arbeitswelt bisher so drastisch verändert wie die Digitalisierung. Dabei wirkt sich der zunehmende Einsatz von künstlicher Intelligenz ganz wesentlich auf die Zukunft der Arbeit aus und bietet enorme Chancen für Unternehmen und Arbeitnehmer.

Doch die Arbeitsplätze der Zukunft erfordern neue Fähigkeiten und Kompetenzen – hier sind Initiativen zum lebenslangen Lernen am Arbeitsplatz gefragt.

Durch die Digitalisierung verändert sich unsere Art zu arbeiten grundlegend, doch es ist nicht das erste Mal, dass technologische Innovation sich radikal auf unsere Arbeitsweise auswirkt. Der Einsatz von Wasserdampf hat während der ersten industriellen Revolution Ende des 18. Jahrhunderts zu einer leistungsstarken mechanisierten Produktion geführt, die zweite industrielle Revolution nutzte Elektrizität für die Massenproduktion. Die dritte industrielle Revolution kombinierte Elektronik und Informationstechnologie für Computer, um die Produktion zu automatisieren und Menschen weltweit miteinander zu vernetzen. All diese Entwicklungen haben die Art und Weise, wie wir Menschen arbeiten, grundlegend und für die Zukunft verändert.

Aktuell befinden wir uns inmitten der vierten industriellen Revolution, die sich vor allem um die Digitalisierung früherer analoger Techniken und die Integration cyber-physischer Systeme dreht. Die Interaktion zwischen Menschen und Maschinen prägt die Arbeitswelt seit jeher, doch im Vergleich zu ihren Vorgängern entwickelt sich die vierte industrielle Revolution vielmehr exponentiell als linear. Die Vielzahl digitaler Schnittstellen zwischen Menschen und diesen neuen Technologien – von Tablets über Wearables bis hin zu Augmented und Virtual Reality – markieren den Beginn weiterer Veränderungen. Die Bedeutung der Beziehung von Mensch und Maschine nimmt mit der raschen Entwicklung neuer Technologien weiter zu, die Grenzen werden immer unschärfer.

KI am Arbeitsplatz: Eine große Chance

Um sich den sich schnell ändernden Gegebenheiten anzupassen, entwickeln Unternehmen nicht nur neue Geschäftsmodelle, sondern verwenden auch am Arbeitsplatz neue digitale Technologien, um nicht nur die Produktivität zu steigern, sondern auch die Qualität der Arbeit und mit ihr die individuelle Erfahrung bei der Arbeit für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu verbessern. Eine der bedeutendsten Veränderungen am Arbeitsplatz ist unbestritten der zunehmende Einsatz von künstlicher Intelligenz. Derzeit können wir noch nicht genau absehen, wie sich KI in Zukunft auf unsere Arbeitswelt auswirken wird.

Schätzungen des Weltwirtschaftsforums zufolge könnten bis 2022 über 75 Millionen Arbeitsplätze durch die Verlagerung der Arbeitsteilung zwischen Mensch und Maschine verdrängt werden. Das ist für unsere Gesellschaft eine große Herausforderung, aber auch eine enorme Chance. Derselbe Bericht ergab nämlich auch, dass im gleichen Zeitraum 133 Millionen neue Jobs entstehen werden.

KI und Automatisierung werden Mitarbeiter bei zeitintensiven administrativen Aufgaben entlasten und es ermöglichen, sich auf kreativere und strategisch relevante Aufgaben zu konzentrieren. Auch die Einstellung der Arbeitnehmer zu neuen Technologien hat sich inzwischen gewandelt, diese sehen KI am Arbeitsplatz zunehmend als Bereicherung an. Über die Hälfte der Arbeitnehmer ist sich sicher, dass Arbeitgeber Technologien wie KI nutzen werden, um die Erfahrung am Arbeitsplatz zu verbessern. Und nur knapp 30 Prozent der Arbeitnehmer machen sich Sorgen, dass sie durch neue Technologien wie KI und Robotik am Arbeitsplatz ersetzt werden. Das geht aus der aktuellen Studie „Future of Work“ hervor, die wir gemeinsam mit Arup durchgeführt haben.

Kompetenzen für die Arbeit der Zukunft

Die neu entstehenden Arbeitsplätze werden neben traditionellen auch verstärkt digitale Kompetenzen und Skills erfordern, die den steigenden Anforderungen entsprechen, sowohl durch den technologischen Fortschritt, als auch durch die dynamischen und sich kontinuierlich verändernden Bedürfnisse der Arbeitgeber. Der Bericht des Weltwirtschaftsforums legt nahe, dass analytisches und logisches Denken, Kreativität und Führungsqualitäten zu den wichtigsten Skills für die kommenden Jahre zählen werden.

Um mit den technologischen Entwicklungen Schritt zu halten, müssen Arbeitnehmer entsprechend geschult werden und sich kontinuierlich weiterbilden. „Lifelong learning“ lautet somit das Mantra der Zukunft der Arbeit. Laut der Future of Work-Studie sind mehr als drei Viertel der Befragten der Meinung, dass sie bereits die Fähigkeiten besitzen, um in den nächsten zehn Jahren nicht nur ihren Job zu behalten, sondern sich auch innerhalb ihrer Rolle weiterzuentwickeln.

Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels sind hier nun die Unternehmen gefragt: Vier von fünf Arbeitnehmer erwarten, dass ihre Arbeitgeber ihnen Support und Schulungen zur Weiterbildung zur Verfügung stellen, um die Fähigkeiten zu erlernen, die sie im Hinblick auf die Einführung neuer Technologien am Arbeitsplatz benötigen.

Lebenslanges Lernen und Flexibilität am Arbeitsplatz

Der Schlüssel zum erfolgreichen Lernen am Arbeitsplatz wird darin liegen, zu verstehen, welche Qualifikationen in Zukunft benötigt werden. Beispielsweise werden traditionelle Abschlüsse und Zertifikate nicht mehr allein ausschlaggebend sein – das Ziel ist ein System, bei dem das lebenslange Lernen im Vordergrund steht. Online-Kurse und digitale Tools bieten heute viele Möglichkeiten zur Weiterbildung, was auch immer mehr von den Mitarbeitern selbst gefordert wird. Über zwei Drittel der Beschäftigten in Europa sind der Ansicht, dass die besten Arbeitsplätze in digitale Technologien zur Weiterbildung investieren, so die Future of Work-Studie. 60 Prozent der Arbeitnehmer vertrauen außerdem darauf, dass ihr Unternehmen Technologien bereitstellt, die den Anforderungen an die Arbeitsplätze der Zukunft entsprechen. Im Fokus sollten hierbei die Bereiche Zusammenarbeit und Flexibilität stehen. Generell profitieren Unternehmen davon, sich von herkömmlichen Arbeitsweisen zu lösen, um ihre Fachkräfte zu unterstützen, zu motivieren und letztendlich langfristig zu binden.

Der Mensch steht im Mittelpunkt

Die Arbeit der Zukunft wird die individuellen Bedürfnisse und Ambitionen der Arbeitnehmer aller Generationen unterstützen und fördern. Neue Technologien und KI werden es ermöglichen, produktiver zu arbeiten und mehr Zeit für kreative Aufgaben schaffen, die maßgeblich zum Geschäftserfolg beitragen. Denn Technologie allein entscheidet nicht über den Geschäftserfolg – der Mensch ist und wird auch in Zukunft unverzichtbar sein. Doch mit der richtigen Art der Zusammenarbeit und den richtigen Partnerschaften kann die Zukunft der Arbeit gestaltet und in Angriff genommen werden.

Niculae Cantuniar

 

 


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