Die folgenden drei Trends sorgen dafür, dass sich Nutzer in diesem Jahr mehr mit den grundlegenden Fragen ihres Vertrauens in digitale Services beschäftigen müssen.
Dies fängt mit mobilen Geräten an und reicht zu Fragen im Umgang mit KI-Tools.
1. Mobilgeräte werden zum Ziel für KI-gestützte Betrugsversuche
Im Jahr 2026 werden Mobilgeräte zum Hauptschauplatz für KI-gestützte Betrugsversuche werden. KI-Agenten machen es Angreifern leicht, Recherchen zu automatisieren, personalisierte Nachrichten zu verfassen und Tausende von parallelen Betrugsversuchen über SMS, WhatsApp und soziale Apps durchzuführen. Nicht nur das Volumen steigt, sondern auch die Glaubwürdigkeit.
2. Deepfake wird zum Mainstream-Thema
Deepfake-Betrug wird bald nicht mehr nur eine Nische sein, sondern zu einer alltäglichen Realität werden. Cyberkriminelle werden sich als Familienmitglieder, Kollegen und Autoritätspersonen ausgeben und dabei synthetische Stimmen und Videos verwenden. Die Erkennung ist besonders schwierig, weil selbst Tools, die behaupten, Deepfakes zu erkennen, Schwierigkeiten haben, authentische Inhalte zuverlässig von generierten Inhalten zu unterscheiden.
Ein paar einfache Taktiken helfen aber bei der Aufdeckung von Betrug. Eine davon ist, die Person im Live-Video zu bitten, mit der Hand vor ihrem Gesicht zu winken. Viele Deepfake-Systeme haben immer noch Schwierigkeiten, die Illusion unter dieser Verzerrung aufrechtzuerhalten. Eine andere ist das altbewährte verbale Passwort, das Familien vor der Einführung der Anruferkennung verwendet haben. Ein vorher vereinbartes Sicherheitswort schafft menschliches Vertrauen.
3. KI-Tools übertragen mehr Verantwortung auf den Nutzer
Immer mehr Apps betten stillschweigend KI-Funktionen ein, deshalb tragen Nutzer zunehmend Verantwortung dafür, worauf diese Systeme zugreifen und was sie in ihrem Namen entscheiden können. Die Nutzungsbedingungen werden immer komplexer, die Berechtigungen immer invasiver und die nachgelagerten Risiken immer schwerer zu verstehen. Die meisten Nutzer werden erst dann erkennen, wie viel Macht sie den Technologien gewähren, wenn etwas schiefgeht.
Fazit
KI-Systeme werden schon bald automatisch Einkäufe tätigen, Nachrichten versenden, Logistik koordinieren und Teile des digitalen Lebens verwalten können. Wenn jedoch ein KI-Tool fehlschlägt oder eine schädliche Entscheidung trifft, liegt die Verantwortung möglicherweise nicht beim Unternehmen. Viele Vereinbarungen verlagern die Verantwortung bereits auf den Nutzer. Dies wird eine größere Debatte über digitale Verantwortung und die Schutzmaßnahmen auslösen, die Verbraucher benötigen, bevor sie diesen Systemen mehr Autonomie übertragen.
Daraus folgt, dass viele Nutzer 2026 ihr bisheriges Vertrauen in digitale Services überdenken und sich der Risiken bewusster werden müssen.