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IT-SOURCING 2019 – Einkauf meets IT
09.09.19 - 10.09.19
In Düsseldorf

IT-Sourcing 2019 - Einkauf meets IT
09.09.19 - 10.09.19
In Düsseldorf

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11.09.19 - 11.09.19
In Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin, Berlin

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12.09.19 - 13.09.19
In Hotel Maritim, Bonn

Rethink! IT 2019
16.09.19 - 17.09.19
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Robot Learning

Beim Thema Künstliche Intelligenz (KI) hinkt die deutsche Wirtschaft der weltweiten Entwicklung hinterher. Das ist fatal, denn wirtschaftliche Reife definiert sich immer stärker gerade über die Implementierung und Weiterentwicklung von KI-Technologien.

Das zeigen die aggressiven Investitionen der Datengiganten Microsoft, Google, Amazon und Apple in diesem Sektor. KI ist einer der Hauptschauplätze für das digitale Wettrüsten. Ein Modell zur Reifegradmessung kann Unternehmen dabei helfen, genau nachzuvollziehen, wo sie in Sachen KI stehen – damit sie nicht von der vielleicht disruptivsten Technologiewelle seit dem Internet überrollt werden.

Rund 1,2 Milliarden Euro wurden laut einer aktuellen Studie der TU München im vergangenen Jahr in Deutschland in KI-Startups investiert. Das klingt nach viel Geld – allerdings nicht im internationalen Vergleich: In China beispielsweise kommen einzelne Startups bereits auf die doppelte Investitionssumme. Deutschland läuft also Gefahr auch in Sachen KI den technologischen Anschluss zu verpassen. Um Schritt zu halten fehlt aktuell schlichtweg eine zeitgemäße Investitionskultur. Ein folgenschweres Versäumnis, denn KI ist bei weitem kein kurzlebiges Trendthema: Schon in wenigen Jahren wird kaum mehr eine Branche ohne darauf aufbauende Technologien denkbar sein. Und heute nutzen Produktteams auf der ganzen Welt bereits die Vorteile verschiedenster KI-Services wie Natural Language Processing (NLP), Bilderkennung, maschinellem Lernen und Deep Learning für interne Prozesse oder die Kundenansprache – Stichwort Chatbots im Support. Die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft müssen sich deshalb von der Vorstellung verabschieden, dass KI reine Zukunftsmusik oder ein kurzlebiger Technologietrend ist.

Umso wichtiger ist es für Unternehmen, das eigene KI-Know-how zu identifizieren und vorhandene und nötige Kompetenzen abzustecken. Delphix hat dafür ein dreistufiges Modell zur Reifegradmessung entwickelt. Aus diesem Modell können IT-Entscheider ihre nächsten Schritte ableiten, um KI noch besser zu nutzen und nachhaltig in der Unternehmensinfrastruktur zu verankern.

Stufe I: Gut gemeint, aber nicht gut gemacht

Viele Unternehmen verwenden KI bereits, um effizienter zu werden. Auf Stufe I fehlt ihnen aber oft noch eine klare Strategie. KI-Programme kommen zwar zum Einsatz, aber das Unternehmen schenkt dem großen Ganzen der KI-Technologien noch nicht die nötige Aufmerksamkeit. Firmen mit Milliardenumsätzen können durch die KI-basierte Automatisierung interner Prozesse wie z.B. Call Center Automation oder Robotic Process Automation (RPA) vielleicht einige Millionen durch den Effizienzgewinn einsparen, aber kratzen damit nur an der Oberfläche des Potenzials der Technologie. Und je kleiner das Unternehmen ist, umso mehr sinken die Einsparungspotenziale, wenn KI lediglich vereinzelt auf interne Prozesse angewendet wird.

Eine Reifegradmessung braucht es nicht nur in Sachen Käse.

Bild: Eine Reifegradmessung braucht es nicht nur in Sachen Käse. (Quelle: pexels)

Stufe II: KI ist Teil des Unternehmens

Firmen auf Stufe II sind da schon ein ganzes Stück weiter. Das Ziel ihrer KI-Programme sind nachhaltige positive Effekte auf ihre wirtschaftliche Entwicklung und Umsätze. Diese Firmen „praktizieren“ KI, und nutzen die vielfältigen Einsatzszenarien strategisch für ihre Infrastruktur. Oft zieht sich bei ihnen der rote Faden des maschinellen Lernens durch den gesamten Betrieb.

Außerdem verwenden sie KI-Technologien, um die Benutzerfreundlichkeit zu verbessern und für den Kunden Mehrwerte zu generieren. Sie entwickeln innovative digitale und physische Produkte, die auf KI-Dienstleistungen aufbauen.

Stufe III: Neue Maßstäbe setzen

Aber auch damit ist noch nicht das volle Potenzial von KI ausgeschöpft. Denn über KI-Technologien lassen sich heutzutage ganze Branchen neu definieren – das beweisen Firmen der Stufe III. Diese Stufe ist fast ausschließlich die Domäne von Big Tech-Unternehmen. Sie sind die „Experten“ in Sachen KI: Facebook bestimmt via KI, was wir in unseren Feeds sehen. Apple verwendet KI-Chips, um das iPhone mit Funktionen wie Face ID und Siri zu versorgen. Und Microsoft, Amazon und Google verkaufen ihre cloudbasierten KI-Services weltweit

Aber man muss nicht zwangsläufig zu den „Big Playern“ gehören, um die dritte Stufe zu erreichen. Firmen aller Branchen haben die Möglichkeit, mit KI-Technologien ihr unmittelbares Unternehmens-Ökosystem komplett neu zu gestalten. Neben den richtigen Technologien braucht es aber auch das Bewusstsein dafür, alle Fachabteilungen und Beteiligten in diese neue Digitalstrategie zu integrieren. Neue innovative Ansätze wie beispielsweise DataOps fußen auf dieser holistischen Digitalisierungsmentalität.

Fazit

Die deutsche Wirtschaft steht in Sachen KI am Scheideweg. Zu viele Unternehmen, aber auch die Politik, haben sich dem Thema noch nicht genügend angenommen. Sie verharren in unserem Modell auf Stufe I oder stehen gar erst auf Stufe 0. Alle Verantwortlichen sind daher aufgerufen, KI endlich als das zu anzusehen, was sie ist: Eine technologische Revolution, für die sich auf allen industriellen und politischen Ebenen das entsprechende Investitionsbewusstsein entwickeln muss.

Jedidiah Yueh
Jedidiah Yueh ist Gründer und Executive Chairman bei Delphix. (Quelle: Delphix).

www.delphix.com/de

 

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