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IOTA

Dank Internet und digitaler Technologien kreieren Unternehmen heute ganz neue Werte und machen etwa mit Such-, Bewertungs-, Problemlösungs- und Transaktionsanfragen Milliarden- Umsätze. Gleichzeitig bedeuten diese ersten Schritte den Auftakt einer neuen Ära: Die Entwicklung des Internets-der-Werte. Die Basis-Technologie könnte „Distributed Ledger“ heißen.

Wer heute z. B. online Geld – also einen Wert – überweist, beauftragt in der Regel einen Vermittler oder Drittanbieter-Broker wie eine Bank, eine Kreditkartenfirma oder PayPal. Der verschiebt den Wert aber nicht direkt, sondern koordiniert diesen zur Weitegabe. Dieser Austausch über Dritte bringt jedoch einige Nachteile mit sich: Denn er verursacht hohe Kosten und setzt vor allem auch ein enormes Vertrauen in die Vermittler-Instanz voraus.

Mit der Distributed-Ledger-Technologie könnte sich das ändern. Denn mit ihr wäre die direkte Übertragung von Vermögenswerten möglich. Dabei erfolgt eine sehr sichere Validierung der Übertragung, die zudem dauerhaft ist und sofort abgeschlossen wird. Das Ergebnis: Werte könnten wie Informationen um die Welt bewegt werden. Das Internet-der-Werte würden folglich den direkten Austausch von Vermögenswerten ermöglichen. Dabei sind praktisch keine Grenzen gesetzt. Neben Geldtransfers könnten z. B. Stimmen bei Wahlen, Wertpapiere, geistiges Eigentum oder auch wissenschaftliche Erkenntnisse einen derartigen Wert abbilden.

Neue, industrielle Geschäftsmodelle dank IOTA

Ganz neue und vielversprechende Geschäftsmodelle eröffnet dieser noch größtenteils unerschlossene Markt schließlich auch in Verbindung mit den Visionen des Internets-der-Dinge (IoT). Für deren Realisierung und um einen sicheren Daten- und Werteaustausch im IoT-Umfeld zu ermöglichen, hat die IOTA-Stiftung ein völlig neues Distributed-Ledger-Konzept erarbeitet. Denn den etablierten Transaktionsverarbeitungs- und Blockchain-Systemen mangelt es im Moment schlichtweg an der notwendigen Skalierbarkeit und Verwendung bei ressourcenarmen Geräten. Zudem gehen diese ebenfalls mit enorm hohen Kosten einher.

IOTA bietet mehr als nur ein Bezahlsystem für Mikrotransaktionen in einer Maschinenökonomie. Industrien, welche die auf einem direkten azyklischen Graphen (kurz: DAG) basierende Technologie übernehmen, werden viel eher in der Lage sein ihre Geräte sicher und in nahezu Echtzeit miteinander kommunizieren zu lassen. Denn IOTA ermöglicht eine Interoperabilität, die bisherige IoT-Protokolle nicht bieten. Zukünftig könnten unterschiedliche Geräte und -Produkte miteinander verknüpft werden, indem sie auf die unveränderlichen Werte- oder Datentransaktionen des DAG zugreifen oder diese selbst auf dem DAG ablegen. Zudem ist das Protokoll vollständig gebührenfrei zu benutzen, benötigt keine dauerhafte Netzwerkanbindung und ist theoretisch unbegrenzt skalierbar. Das impliziert, dass die Verarbeitung von mehreren Tausend Transaktionen pro Sekunde möglich sind wird.

Verfügbarkeit von Daten dank MAM

Durch Erweiterungen des IOTA-Protokolls ist darüber hinaus die Abbildung unterschiedlicher Funktionen möglich. So steht z. B. das sogenannte Masked-Authenticated-Messaging (MAM) zur Verfügung, mit dem Datenströme - beispielsweise von Sensoren - verschlüsselt an den DAG gesandt und gespeichert werden können. Der Datenzugriff ist über einen Schlüssel steuerbar. Folglich ermöglicht MAM Integrität, Datenschutz und Datenzugriffsmanagement für Daten von Kleinstgeräten.

Gleichzeitig ist diese Funktion die Grundlage für den anstehenden IOTA-Datenmarktplatz, an dem sich bereits weltweit 71 namenhafte Unternehmen und Institutionen beteiligen. Der Marktplatz stellt sicher, dass die Daten durch ihre Unverfälschbarkeit und Ende-zu-Ende-Datenüberprüfbarkeit wertvoll und weiter nutzbar bleiben. Damit schafft die Plattform eine Alternative zur bisherigen Gangart, die überwältigende Mehrheit von Daten – u. a. aufgrund von Sicherheitsbedenken – in sogenannten Datensilos einzuschließen und ungenutzt zu lassen. Im Marktplatz stehen sie stattdessen jedem offen, der Sensordaten und neue, datengesteuerte Anwendungen bereitstellen und nutzen möchte.

Das Internet-der-Werte im Aufwind

Kontinuierlich werden in unserer Ökonomie ältere Anwendungen durch neuere Modelle ersetzt – immer mit dem Ziel, schnellere, wirtschaftlichere, zuverlässigere und transparentere Verfahren zu ermöglichen. Open-Source-Distributed-Ledger-Technologien, wie z. B. IOTA, stehen genau hierfür. Insbesondere der Maschinenökonomie können sie ganz neue Geschäftsfelder eröffnen, indem sie das Internet-der-Informationen mit dem Internet-der-Werte vereinen. Letztlich hilft der strategische Einsatz von wertschöpfenden IoT-Geräten oder autonom handelnder Maschinen sowie die daraus entstehenden, neuen Geschäftsmodelle Unternehmen dabei, Wettbewerbsvorteile aufzubauen und gleichzeitig eine hohe Transparenz zu schaffen.

Auch wenn sich die meisten dieser Protokolle noch in der Beta-Phase befinden, sind Unternehmen, die den Sprung in eine neue Ära des Internets nicht verpassen wollen, gut beraten, diese Entwicklung zu verfolgen. Denn Experten erwarten mit der Monetarisierung des Internets in Kombination mit der physischen Welt eine ähnliche Erfolgsgeschichte wie die des World Wide Webs selbst.

Definitionen

Distributed Ledger Technology (DLT)
Beschreibt eine Technik für dezentral vernetzte Computer, die zu einer sicheren Übereinkunft (Konsensus) von Transaktionen und diese Transaktionen Daten transparent aktualisieren. Es wird auch von dezentral geführten Kontobüchern bzw. Transaktionsdatenbanken gesprochen.

IOTA:
OTA ist ein digitales Bezahlsystem – auch Kryptowährung genannt, die von der in Deutschland gegründeten allgemeinnützigen Stiftung IOTA Foundation für die Industrie entwickelt wurde. Die Referenzsoftware zur Abwicklung von IOTA-Zahlungen ist als Open Source veröffentlicht.

DAG
Die meisten DLT-Systeme, unter anderem Bitcoin, verwenden eine Blockchain auf Basis einer verketteten Liste von Blöcken, die mehrere Transaktionen enthalten. IOTA hingegen nutzt keine Blöcke, sondern vielmehr einzelne Transaktionen die die Knoten die dem Rahmen eines gerichteten azyklischen Graphen (DAG) folgen, der umgangssprachlich als „Tangle“ bezeichnet wird.

Masked Authenticated Messaging
Masked Authenticated Messaging (MAM) ist ein Modul, bei dem es sich um ein Datenübertragungsprotokoll der zweiten Schicht handelt. Es ermöglicht Funktionen zur Ausgabe und zum Zugriff auf einen verschlüsselten Datenstrom über den Tangle unabhängig von Größe und Kosten hinzufügt von Gerät. Das Konsensprotokoll von IOTA fügt diesen Nachrichtenströmen Integrität hinzu.

Markus SoppaMarkus Soppa, Research Consultant, accessec GmbH
(Bildquelle: accessec GmbH) 

 

 


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