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Die Leistung der Software “AlphaGo” ging um die Welt. 2016 besiegte das Programm zum zweiten Mal einen Champion in dem japanischen Strategiespiel “Go”. Aber damit nicht genug: Die Software, die aus Googles Künstlicher-Intelligenz-Schmiede “DeepMind” stammt, brachte sich das Spielen ganz ohne menschliches Expertenwissen bei. 

Nur mit den Regeln ausgestattet, trainierte sich AlphaGo so lange selbst, bis es das Spiel auf Meisterniveau beherrschte.

Die Go-Software ist nur eines von vielen Beispielen, das aufzeigt, wie rasant sich der Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) entwickelt. Auch im Alltag begegnen uns immer häufiger intelligente Computer: Sprachassistenten, Systeme zur Bilderkennung oder automatisierte Produktempfehlungen sind nur einige der Formen, die KI inzwischen annehmen kann. Künstliche Intelligenz ist vielfältig und der Begriff entsprechend schwer abzugrenzen. Eine gängige Definition sieht sie jedoch vor allem als den Versuch, mit Hilfe von Informatik und Technologie die kognitiven Fähigkeiten des Menschen nachzuahmen und zu optimieren. Darunter fallen beispielsweise Felder wie Machine Learning, die Entwicklung von Computern mit Problemlösungskompetenzen oder die Verbesserung der Kommunikation zwischen Mensch und Maschine.

Neue Herausforderungen für Unternehmen

Nicht nur im Alltag, auch in der Unternehmenswelt besteht ein immer größer werdendes Interesse an dem Potenzial, das Künstliche Intelligenz für verschiedene Branchen birgt. In einer Studie des Marktforschungsunternehmens Gartner gaben 46 Prozent der befragten CIOs an, erste KI-Anwendungen im Unternehmen zu planen. Die tatsächliche Umsetzung solcher Vorhaben bleibt jedoch dahinter zurück: Nur vier Prozent der befragten CIOs hatten bereits KI-Projekte in ihrem Unternehmen verwirklicht.

Über ein Drittel der CIOs gab an, Künstliche Intelligenz erfordere neue Fähigkeiten, die auf dem Arbeitsmarkt schwer zu finden seien. Entscheider stehen somit offenbar häufig vor dem Problem des fehlenden internen Know-Hows für die Umsetzung von intelligenten Anwendungen. Das Themenfeld bleibt für sie zu abstrakt, um konkrete Aufgaben, Strategien und Chancen erarbeiten zu können. Immer wieder sind zudem Prognosen zu lesen, die KI im Wettbewerb zu menschlicher Arbeitskraft sehen. So prognostizierte beispielsweise Klaus Schwab, Chef des Weltwirtschaftsforums, bereits für 2020 einen Abbau von fünf Millionen Arbeitsplätzen weltweit. Viele stehen einer vermehrten Nutzung von KI in Unternehmen daher skeptisch gegenüber.

Anwendungsfelder von Künstlicher Intelligenz in Unternehmen

Tatsächlich bieten sich jedoch vielfältige Anwendungsmöglichkeiten für Künstliche Intelligenz in Unternehmen. Schon jetzt werden solche Anwendungen im Gesundheitswesen dazu verwendet, medizinische Daten auszuwerten, während sie in der Automobilindustrie als Produktionshilfen dienen oder den E-Commerce in Form von automatischen Werbeeinblendungen unterstützen. Aber auch komplexe Aufgabengebiete lassen sich mit Hilfe von KI immer besser bewältigen: So stellte ein israelisches Start-Up eine Software vor, die Verträge auf mögliche Fehler analysiert und dabei schnellere und genauere Ergebnisse vorwies als Anwälte. Ebenso gelang es Microsoft ein Übersetzungssystem zu entwickeln, dessen Übersetzung vom Chinesischen ins Englische sich auf demselben Niveau bewegte, wie die eines professionellen Übersetzers. Intelligente Tools bieten damit nicht nur Abhilfe bei Routine-Aufgaben, sondern könnten Unternehmen zukünftig wohl auch bei immer komplexeren Aufgaben zur Hand gehen.

Die Umsetzung von KI-Projekten

Die Einführung von künstlicher Intelligenz birgt neben den genannten Herausforderungen also auch eine Vielzahl von sinnvollen Anwendungsmöglichkeiten, die Unternehmen hohen Mehrwert bringen könnten. KI-Projekte müssen dabei nicht zwangsläufig die eigenen Kapazitäten überfordern. In der Praxis können Unternehmen mit der richtigen Vorgehensweise, einem klaren Fokus und spezialisierten Partnern KI-Themen schrittweise einführen, ohne die Organisation zu überlasten. Hierbei gilt es, anwendungsbezogene Projekte zu definieren, die mit konkreten Vorstellungen und Zielen verbunden sind. Auch müssen KI-Anwendungen nicht in Konkurrenz zu den Mitarbeitern eines Unternehmens stehen. Vielmehr können sie als Unterstützung fungieren, die Mitarbeitern dabei hilft, Abläufe zu optimieren und noch anspruchsvollere Aufgabenfelder zu erschließen.

Gut umgesetzte KI-Projekte können dabei großen Nutzen für Unternehmen bringen: Künstliche Intelligenz hilft, Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten, neue Einblicke in Daten zu gewinnen, Prognosen zu treffen oder eintönige Aufgaben zu automatisieren. Laut einer Accenture Studie kann die Verwendung künstlicher Intelligenz bis 2035 so die Produktivität von Unternehmen um bis zu 40% steigern. Zudem könnte die Anwendung von KI die Profite in verschiedensten Branchen durchschnittlich um 1,6% anheben.

Fazit

KI birgt ein hohes Innovationspotenzial und vielfältige Anwendungsmöglichkeiten - von der einfachen Automatisierung bis hin zur Übernahme komplexer Aufgabengebiete. Viele Unternehmen schrecken dennoch vor einer konkreten Anwendung zurück, da es an Expertise und Erfahrung fehlt. Doch mit den richtigen KI-Partnern und einem schrittweisen Vorgehen ist auch in solchen Fällen die Umsetzung erfolgreicher KI-Projekte möglich. Unternehmen, die jetzt mit der Umsetzung von KI-Anwendungen beginnen, können so nicht nur von dem vielfältigen Potenzial der Technologie profitieren, sondern zudem sicherstellen, auch in Zukunft nicht den Anschluss zu verlieren.

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covis.de 

 


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