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IoTDas Internet der Dinge, neudeutsch Internet of Things (IoT), ist aktuell einer der IT-Trends. Doch in der aktuellen Ausprägung steht das Internet der Dinge noch ganz am Anfang seines Potenzials. Branchenweite Datenplattformen schicken sich an, den Unternehmensalltag von Grund auf zu verändern.

Technologie-Giganten wie Facebook, Google oder Amazon erreichen ihre Kunden jederzeit auf allen erdenklichen Kanälen. Direkte und digitale Interaktion ist ihr Markenzeichen und prägt ihre Konsumentenangebote und -erwartungen. Ihnen gelingt es, bisherige Spielregeln auf dem Markt aufzubrechen, alte Geschäftsmodelle abzulösen und das Konsumentenverhalten zu beeinflussen. Diese Umwälzungen und Interaktionen wirken bis tief in die Geschäftswelt hinein. Und mit Blick auf das Jahr 2020 ist zu erwarten, dass sich diese digitalen Trends weiter rasant fortsetzen – und zwar nicht nur im B2C-Umfeld, sondern in ähnlicher Ausprägung auch in der B2BBranche.

Vierfach digitale Schockwellen

Neue Geschäfts- und Arbeitsmodelle, wirklich disruptive Technologien sowie aufkommende zusätzliche Herausforderungen sind die vier Schwerpunkte der Veränderung. Neue Geschäftsmodelle werden komplette Wertschöpfungsketten umstrukturieren, der Schlüssel sind branchenweite Datenplattformen als Basis für die Serviceerstellung. Diese Datenökosysteme dienen dem bewussten Austausch von Anforderungs-, Entwicklungs-, Produktions-, Betriebs-, Wartungs- und Marktdaten.

Die damit einhergehende Automatisierung wird die Arbeitswelt verändern und erfordert eine neue Art von Zusammenarbeit und Führung. Auf dem Weg zur Wissensgesellschaft wird auch die Arbeitswelt von einem ständigen Lernprozess geprägt sein und das klassische Modell von Lehre, Beruf und Rente durchbrechen. Der Arbeitsplatz der Zukunft ist virtuell, kollaborativ und flexibel. Moderne Cloud-basierte Technologien sind untrennbar mit den neuen Arbeitsumgebungen verbunden.

Disruptive Technologien wie Cloud Continuum und Swarm Computing, additive Fertigungsmethoden (3DDruck) oder quantensichere Kryptografie, werden direkten wie indirekten Einfluss auf sämtliche Branchen ausüben – darauf müssen sich alle Unternehmen vorbereiten. Branchenabhängig lassen sich hierbei bereits jetzt unterschiedliche Schwerpunktthemen identifizieren: Quantencomputersysteme spielen sich vor allem im Sicherheitssektor in den Vordergrund, diese machen jedoch auch die heutigen klassischen Datenverschlüsselungsverfahren auf absehbare Zeit unsicher. Bessere und einfachere Cyber-Sicherheitslösungen zählen daher schon jetzt zu den wesentlichen Herausforderungen unserer Zeit. Durch neue Technologien werden allerdings auch neue Ethikfragen aufgeworfen.

Diese vier Bereiche senden ihre digitalen Schockwellen bereits heute in die Geschäftswelt voraus. Ihre Ausbreitung und Interaktion untereinander ist jedoch schwierig zu prognostizieren. Eins ist sicher: Sie werden der Katalysator für einen intensiven Wettbewerb in jeder Industrie sein. Damit wird die Vorhersagbarkeit und Planbarkeit des wirtschaftlichen Erfolges eines Geschäftsmodells, einer Technologie oder einer neuen Arbeitsmethodik insgesamt fast unmöglich oder zumindest sehr erschwert.

Hier rückt das Internet der Dinge (IoT) in den Fokus. Das Vernetzen von Sensoren, Geräten und Objekten wird zu ungeahnten Datenmengen führen, die neue Analyseverfahren benötigen. So können neue Erkenntnisse in Realzeit gewonnen werden, die direkt in cyber-physischen Systemen zu Reaktionen führen können. In einigen Bereichen wird dies zu autonomen Systemen führen. Erste bekanntere Beispiele sind das autonome Fahren, virtuelle Assistenten bei medizinischen oder technischen Diagnosen oder auch das genetische Editieren.

Die vier Haupttreiber der IoT-Plattformen und ihre Haupteinflussbereiche.

Bild 1: Die vier Haupttreiber der IoT-Plattformen und ihre Haupteinflussbereiche.

Branchenweite Datenplattformen

Die Erwartungen der Konsumenten an ein Produkt oder einen Service sind wechselhaft. Entsprechend kurzlebig sind die resultierenden Marktchancen. Um diese zu erkennen und zu nutzen, braucht es eine rechtzeitige und ganzheitliche Sichtweise auf alle relevanten Daten. Den Wettbewerb immer nur entlang der eigenen Wertschöpfungskette zu denken und zu optimieren, schränkt die Schlagkraft von Daten zu sehr ein. In der Verbindung von Daten zwischen Geschäftsorganisationen liegt das größte ungenutzte Potenzial. Für die nötige Perspektive sorgen branchenweite Plattformen, auf denen Unternehmen bewusst Daten austauschen.

Der Grund für die engere Zusammenarbeit ist einfach: Unternehmensübergreifende Datenplattformen von allen Partnernetzwerken, die Lieferketten mit dem Kunden im Zentrum bilden, werden alle nach innen gerichteten Datenplattformen im Wert für den Kunden schlagen. So können Produkte und Services angeboten werden, die schneller an die Bedürfnisse der Kunden wie auch an sich verändernde Marktbedingungen angepasst werden können. 

Trotz des positiven Effekts ist zu klären: Welche Daten werden unter gar keinen Umständen mit anderen Geschäftsorganisationen geteilt? Wer ist der Besitzer der Daten? Liegt eine Nutzungserlaubnis für einen bestimmten Zweck vor? Gibt es zeitliche Beschränkungen für die Nutzung? Wie kann der größte Gewinn aus Datenkombinationen gefunden werden?

Vertragliche Vereinbarungen und festgelegte Rahmenbedingungen müssen in Plattformen zur gemeinsamen Datennutzung zwischen den Partnern getroffen werden, dabei ist insbesondere die Nutzungsdauer der Daten zu regeln. Dabei bietet Blockchain eine technologische Möglichkeit, vertraglich bindende Transaktionen abzusichern und überprüfbar zu machen – insbesondere im Umfeld loser Geschäftsbeziehungen.

Trotz dieses neuen geforderten Grades an Offenheit, behält jedes Unternehmen seine „DNA“ und sein geistiges Eigentum und kann sich trotzdem vom Wettbewerb absetzen, weil aktuelle Kundenanforderungen und situationsbezogenen Gegebenheiten schneller erkannt, verstanden und in neuen Produkt- und Service-Entwicklungen umgesetzt werden können. Über industrielle Datenplattformen können Geschäftsorganisationen die eigene Führungsrolle neu erfinden.

Taktgeber IoT

Während branchenübergreifende Datenplattformen im Jahr 2020 eine wichtige Rolle spielen werden, ist das Internet der Dinge (IoT) bereits heute ein Trend. Wie es sich als Taktgeber auswirkt, kann man vor allem in der Medizin, im Transportwesen, im Haushalt und in vielen anderen Bereichen heute schon beobachten. So übermitteln Sensoren in tragbaren Geräten (sogenannte Wearables) Pulsfrequenzen und andere Daten für eine bessere Gesundheitsvorsoge. Miteinander verbundene Objekte im Hause sorgen automatisch dafür, dass Blumen gegossen, Jalousien hochgefahren und die Heizung an- bzw. abgeschaltet werden. Prognosen gehen von 25 Milliarden verbunden Dingen im Jahr 2020 aus.

Named Data Networks (NDNs) übernehmen die Aufgabe, das Übermitteln und Auffinden von Daten zu vereinfachen. Der Zugriff auf Inhalt oder Ressourcen erfolgt über den eindeutigen Namen der Datenquelle. Es ist nicht mehr notwendig, den Namen in einem komplizierten Verfahren in eine Adresse zu wandeln, um die Datenquelle ausfindig zu machen oder anzusteuern. Dadurch lassen sich Daten nicht nur einfacher identifizieren, es ist ein gezielteres und damit besseres Caching, also ein schnellerer Datenzugriff, möglich. Im Gegensatz zum aktuellen IP-Ansatz werden Daten als vollgültige Bestandteile des Netzwerks betrachtet.

Der Aufbau von NDNs wirkt sich nicht nur auf den Datenabruf aus, sondern hat strukturelle Konsequenzen. Dabei werden hierarchische IoT-Netzwerke untereinander wie auch mit ihren Zentralen verbunden, also zu einem Internet der vernetzten Systeme verknüpft. Die beherrschenden Netzwerktechnologien mit lokaler Reichweite sind NFC (Near Field Communication), Zigbee, Z-Wave, LiFi oder Bluetooth. Allerdings zählen dazu auch offene Industriestandards wie LoRa oder Sigfox, die dem sicheren wie energiesparenden Kommunizieren im IoT dienen. Das gipfelt letztendlich in Schwärmen (Swarm Computing), also Infrastrukturen, die einen spezifischen Bedarf bedienen – und das sofort.

Für Industrie 4.0 bedeutet das: Die Echtzeit-Fabrik mit Losgröße eins rückt näher. Sensordaten aus der Nutzung wie auch der Fertigung werden über Hochleistungsberechnung in der Cloud neue Erkenntnisse erzeugen, die dann wiederum automatisierte Produktionswie Geschäftsentscheidungen veranlassen. Diese neue Dimension wird Teil der nächsten industriellen Revolution sein.

Hermann GouverneurHermann Gouverneur, Chief Technology Officer bei Atos Deutschland

de.atos.net

 

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