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Object Storage

Von genetischen Daten bis hin zu hochauflösenden Bild- und Videodaten – unstrukturierte Daten sprengen den Rahmen traditioneller Speicherarchitekturen. Eine der vielversprechendsten Speicheroptionen für Unternehmen, die große Mengen an unstrukturierten Daten produzieren, ist der Objektspeicher.

Objektspeicher haben schon lange ein Zuhause in der Cloud und in Rechenzentren gefunden und werden langfristig als Aufbewahrungsort für hochwertige Daten genutzt – und das aus gutem Grund. Doch wie können Unternehmen angesichts des exponentiell wachsenden Bedarfs an Speicherkapazität die Vorteile von Objektspeichern nutzen, ohne dass die Kosten außer Kontrolle geraten?

 

Aufbewahrungszeit und Datenschutz sind entscheidend

Objektspeicher abstrahieren den Ort eines Objekts und sorgen so für eine höhere Redundanz. Dies schützt nicht nur vor dem Ausfall von Geräten wie beispielsweise Festplatten, sondern gleichzeitig auch vor dem Ausfall ganzer Nodes oder gar Rechenzentren. Durch die Abstraktion des Objektstandorts kann Objektspeicher auch auf Größen und Topologien skalieren, die mit Dateisystemen kaum möglich wären. Nutzer wissen möglicherweise selbst nicht, wo genau ihre Daten physisch gespeichert sind. Was wie ein einziger Objektspeicher aussieht, kann über Standorte in mehreren Städten verteilt sein – nicht zuletzt, um im Falle einer (Natur)Katastrophe besser abgesichert zu sein. Das hohe Maß an Durability könnte die Kapazitätsanforderungen der zugrunde liegenden Hardware enorm erhöhen, doch hier kommen intelligente Erasure-Coding-Algorithmen zum Einsatz, die dafür sorgen, dass weniger Kapazität nötig ist als bei der Spiegelung der Daten. 

Ein wichtiges Thema für viele Unternehmen, die Objektspeicher einsetzen, ist die Aufbewahrungszeit von Daten. Die Frist für die Aufbewahrung vieler Datentypen ist durch gesetzliche und andere Compliance-Vorgaben festgelegt. Man könnte erwarten, dass Daten, die nicht den Compliance-Anforderungen unterliegen, wahrscheinlich früher gelöscht werden. Dennoch haben einige Daten kein Verfallsdatum, wie beispielsweise geologische und genetische Daten. Die Aufbewahrung solcher Daten kann eine enorme Investition in die Zukunft darstellen, das heißt, diese Daten verfallen nie.

Quantum

Bildquelle: Quantum

Das Kosten-Problem

Die Nachfrage nach Speicherkapazität wächst mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von mehr als 20 Prozent. Langzeitspeicher müssen billiger werden und dabei trotzdem ohne Einschränkung in der Lage sein, Daten dauerhaft zu speichern. Das bedeutet, dass Objektspeicher die Gesamtbetriebskosten (TCO) für den Speicher senken müssen. Dazu gehören nicht nur die Kosten für die Medien selbst, sondern auch die Kosten für die Nutzung eines solchen Gerätes wie Anschaffung, Wartung, Strom, Kühlung, das Gebäude und das Grundstück, auf dem es steht. Der Großteil der heutigen Objektspeicher sind festplattenbasiert, was für eine gute Leistung und Zuverlässigkeit sorgt. Trotzdem sind die Kosten für Strom und den physischen Platzbedarf erheblich. Um die TCO zu senken, werden Objektspeicher mit Tapes ausgestattet. Ja, Tape hat immer noch nicht ausgedient!

 

Das Leistungsvermögen von Tape 

Das Medium Tape ist kostengünstig und benötigt im Gegensatz zur Festplatte nur wenig Strom und Kühlung, wenn nicht darauf zugegriffen wird. Das macht Tape-Laufwerke ideal für große Datenmengen, die über lange Zeiträume gespeichert werden müssen. Und bei sequenziellen Input/Output-Operationen übertrifft Tape sogar die Festplatte – sowohl beim Lesen als auch beim Schreiben der Daten. 

Dennoch funktionieren (und versagen) Tapes anders als Festplatten. Die Latenzzeiten für den Zugriff auf Daten, die auf Tape gespeichert sind, sind nicht unerheblich. Bei Best-Practice-Implementierungen wird deshalb Tape als separate Ebene dargestellt, damit Anwendungen bei der Verwaltung des Datenzugriffs helfen können.

Um die Vorteile von Tapes in einem Objektspeicher voll ausschöpfen zu können, muss man auch wissen, wie man sie richtig verwaltet und behandelt. Der Objektspeicher muss Fehlermodi berücksichtigen, die einzigartig für Tapes sind und muss damit auch umgehen können. Ebenso sollte Objektspeicher Zugriffsmuster verwalten, um Tape-Latenzen zu verringern und den -Verschleiß zu senken. Nicht zuletzt muss die gesamte erforderliche Komplexität so in die Objektschnittstelle implementiert werden, dass der Benutzer nichts davon mitbekommt. 

Da Tape im Falle des sequenziellen Zugriffs überzeugt, werden große einzelne Objekte am besten funktionieren. Ein gut implementierter Objektspeicher gruppiert selbst kleine Objekte in größeren sequenziellen Strömen auf und von Tape.

Bildquelle: Quantum

 

Mit dem richtigen Know-how können Unternehmen einen Tape-basierten Objektspeicher für die langfristige Aufbewahrung von Daten implementieren und dabei die Speicherkosten fest im Griff behalten.

Ines Wolf, Manager PreSales CE
Ines Wolf
Manager PreSales CE, Quantum

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