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noris-network_Vorbildlich-energieeffizient_AufmacherDas im Bau befindliche Rechenzentrum MUC5 in Aschheim bei München ist mit dem Deutschen Rechenzentrumspreis 2016 in der Kategorie „Neu gebaute energie- und ressourceneffiziente Rechenzentren“ ausgezeichnet worden.

Hier erbaut der IT-Dienstleister noris network eines der modernsten Rechenzentren Europas. Der erste Bauabschnitt mit 3.200 Quadratmetern wird Ende 2016 in Betrieb genommen. Mit einem PUE-Wert (Power Usage Effectiveness) von 1,2 wird MUC5 in der internationalen Spitzengruppe der energieeffizientesten Rechenzentren mitspielen. Die Technologie dahinter hat sich in dem mehrfach ausgezeichneten Rechenzentrum NBG6 des Unternehmens bewährt und wird nun in MUC5 konsequent weiterentwickelt.

Den Ausschlag für die Auszeichnung des Neubaus in München gab das stimmige Gesamtkonzept: Die Gebäudearchitektur auf dem rund 25.000 m2 großen Areal folgt einem durchdachten Funktions- und Sicherheitskonzept. Die an beiden Seiten des Rechenzentrums angebrachten patentierten „Combined Energy & Cooling Cells“ (CECC) gewährleisten Modularität und flexible Anpassung an die IT-Load. Die Zellen erbringen Energie und Kühlung für je 1.000 kW IT-Last und beherbergen zugleich entsprechend dimensionierte USV-Anlagen sowie Notstromdieselgeneratoren. Die Zellen werden mit wachsender Auslastung ausgebaut. Das Rechenzentrum skaliert seine Infrastruktur und bewegt sich in puncto Energieeffizienz immer nahe am Optimum.

Innovatives Kühlkonzept

Die von noris network mit seinen CECCs realisierte indirekt freie Kühlung gilt als extrem effizient und sicher. Dabei wird die in klassischen Rechenzentren übliche Kaltluftzuführung über einen doppelten Boden umgekehrt. In MUC5 strömt die gekühlte Luft direkt auf die IT-Fläche und die Warmluft wird über eine doppelte Decke abgeführt. Die ITFlächen haben eine lichte Höhe von 3 m, der Abluftbereich in der Decke ist im Mittel nochmals 3 m hoch. Warum? Die physikalische Wärmetransportleistung errechnet sich aus den Faktoren Temperaturspreizung und Volumenstrom. Jede der Kühlzellen bewegt pro Stunde 252.000 m3 Luft. Dank des grosszügigen freien Strömungsquerschnitts auf der ITFläche und in der Decke strömt dieses große Luftvolumen fast ungehindert. Und weil sich die kühle Luft auf der ITFläche wie Wasser in einem Swimmingpool vermischt, kann jede Klimazelle jede andere ersetzen.

„Wir freuen uns außerordentlich über diese Auszeichnung für das beste neu gebaute Rechenzentrum in 2016.“
Ingo Kraupa, Vorstandsvorsitzender der noris network AG

Die über den Deckenbereich abgeführte warme Rückluft der IT-Komponenten wird durch die untere Hälfte eines Rotationswärmetauschers (Kyoto- Rad) geleitet. Dabei handelt es sich um einen Rotationswärmetauscher mit 6 Meter Durchmesser aus Aluminium, der mit gemächlichen 1 bis 6 Umdrehungen pro Minute dreht. Im unteren Bereich ziehen drei Ventilatoren die warme Abluft aus dem Deckenbereich über den Servern ab, drücken sie durch das Kyoto- Rad, wo sie abgekühlt und gefiltert wieder ins Rechenzentrum geleitet wird. In der Etage darüber wird Außenluft angesaugt und durch den Wärmetauscher gedrückt, um ihm die im unteren Raum aufgenommene Wärmeenergie zu entziehen. Raffiniert: Das System kommt über 90 Prozent des Jahres ohne den Einsatz von Kompressionskälte aus. Ein weiterer Vorteil: Es kommt für die Kühlung durch den Wärmetauscher keine Außenluft ins Rechenzentrum.

Die Effizienz der Kühlung zeigt sich auf der IT-Fläche: Die gesamte Fläche kann mit komplett gefüllten 60 HERacks betrieben werden – diese bieten den Kunden bis zu 30 Prozent mehr Platz als üblich.

Peter Kronfeld

www.noris.de

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