SLMs für schnellere Schwachstellenanalyse

Cisco-Antares lokalisiert Schwachstellen im Quellcode

Cisco
Bildquelle: Judith Linine /Shutterstock.com

Cisco hat mit der Modellfamilie Antares neue Small Language Models (SLMs) vorgestellt, die Sicherheitsteams bei der Analyse von Software-Schwachstellen unterstützen sollen.

Die kompakten KI-Modelle wurden speziell dafür entwickelt, bekannte Sicherheitslücken schneller im Quellcode zu lokalisieren und dabei deutlich geringere Rechen- und Betriebskosten zu verursachen.

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Fokus auf effiziente Codeanalyse

Mit Antares-350M und Antares-1B stehen die ersten beiden Modelle ab sofort als Open-Weight-Versionen zur Verfügung. Nach Angaben von Cisco lassen sich damit umfangreiche Analysen deutlich schneller und kostengünstiger durchführen als mit vielen bisherigen Open-Source- oder kommerziellen KI-Modellen.

Eine vollständige Auswertung von 500 Schwachstelleneinträgen soll auf einer einzelnen GPU rund 15 Minuten dauern und weniger als einen US-Dollar kosten. Damit eignet sich die Lösung insbesondere für Organisationen, die bislang aus Kostengründen nur eingeschränkt auf KI-gestützte Sicherheitsanalysen zurückgreifen konnten.

Lokaler Betrieb schützt sensible Daten

Ein wesentliches Merkmal der neuen Modelle ist die Möglichkeit, sie vollständig lokal auszuführen. Dadurch verbleibt der Quellcode innerhalb der eigenen IT-Umgebung und muss nicht an Cloud-Dienste übertragen werden. Gerade für Unternehmen mit hohen Datenschutz- oder Compliance-Anforderungen kann dies ein entscheidender Vorteil sein.

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Nach Einschätzung von Cisco profitieren davon unter anderem Behörden, Hochschulen sowie kleinere IT- und Security-Teams, die leistungsfähige KI-Werkzeuge mit überschaubarem Ressourcenbedarf einsetzen möchten.

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KI orientiert sich an menschlicher Analyse

Während klassische Werkzeuge zur statischen Codeanalyse häufig große Mengen potenzieller Treffer liefern, verfolgt Antares einen anderen Ansatz. Die Modelle analysieren zunächst die Beschreibung einer bekannten Schwachstelle, suchen anschließend gezielt nach passenden Codemustern und passen ihre Suchstrategie schrittweise an neue Erkenntnisse an.

Dadurch soll die erste Bewertung von Sicherheitslücken schneller, nachvollziehbarer und reproduzierbarer erfolgen. Die Modelle dienen dabei als Unterstützung für Sicherheitsexperten und ersetzen keine manuelle Analyse.

Einsatz in unterschiedlichen Sicherheitsprozessen

Cisco sieht verschiedene Anwendungsfelder für Antares. Dazu gehören unter anderem die Identifikation potenziell anfälliger Dateien innerhalb von Softwareprojekten, die Unterstützung bei der Bewertung von Sicherheitswarnungen sowie die Ergänzung klassischer statischer Codeanalysen. Ebenso lassen sich die Modelle in CI/CD-Prozesse integrieren, um gefährdete Komponenten bereits während der Softwareentwicklung zu erkennen.

Darüber hinaus eignet sich Antares für lokale Sicherheitsprüfungen in Umgebungen, in denen sensible Daten das Unternehmen nicht verlassen dürfen.

Teil eines größeren Sicherheitsökosystems

Mit der Veröffentlichung von Antares erweitert Cisco sein Angebot an offenen Sicherheitswerkzeugen. Ergänzt werden die Modelle durch den neuen „Vulnerability Localization Benchmark“, offene Spezifikationen für agentenbasierte Sicherheitsbewertungen sowie weitere Leitlinien für sicheres Programmieren. Ziel ist es, die Entwicklung standardisierter KI-Werkzeuge für die Cybersicherheit zu fördern.

Trotz der neuen Möglichkeiten betont Cisco, dass Antares keine vollständige Anwendungssicherheitsplattform ersetzt. Für einen umfassenden Schutz bleiben weitere Verfahren wie Abhängigkeitsanalysen, Secret Scanning, dynamische Tests, Container- und Infrastrukturprüfungen sowie die Bewertung durch Sicherheitsexperten weiterhin unverzichtbar.

(red/Cisco)

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