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E-Siegel

Der durch die Corona-Pandemie beschleunigte Zwang zur Digitalisierung macht auch vor Banken und Finanzdienstleistern nicht halt. Was Kunden aus anderen Lebenssituationen gewohnt sind, fordern sie auch von ihrer Bank.

 In wenigen Minuten ein Bankkonto eröffnen, mit einem Klick Aktien kaufen oder bequem von zuhause einen Kredit aufnehmen – schnell und unkompliziert muss es gehen. Um das zu gewährleisten, müssen verschiedene Prozesse automatisiert werden. Ein wichtiger Baustein hierfür sind digitale Unterzeichnungsprozesse. Das Berliner Unternehmen SIGNIUS, ein Spezialist für elektronische Vertrauensdienste, hat eine entsprechende Lösung bereits bei zahlreichen Unternehmen aus der Finanzbranche erfolgreich implementiert.

Qualified Local Mass Sealing

Da Banken in der Regel über massenhaften Dokumenten- und Datendurchsatz verfügen, etwa Kontoauszüge, Rechnungen oder Kreditverträge, bietet sich für sie eine Lösung besonders an: das sogenannte Qualified Local Mass Sealing (QLMS). Diese Komplett-Lösung ermöglicht es, mehr als 30 Millionen Dokumente pro Stunde im eigenen Rechenzentrum mit qualifizierten E-Siegeln (dem digitalen Äquivalent des Firmenstempels) zu unterzeichnen – und zwar konform zur eIDAS, einer Verordnung, die verbindliche, europaweit geltende Regelungen für die Bereiche "Elektronische Identifizierung" und "Elektronische Vertrauensdienste" enthält.

QLMS erlaubt eine effiziente Umsetzung EU-weit rechtsverbindlicher E-Siegelprozesse, etwa für digitale Kontoauszüge oder für die Authentifizierung zum Kontozugriff gemäß PSD2 (Payment Services Directive 2). Weitere Vorteile bestehen darin, dass alle zu signierende Dokumente im Unternehmen verbleiben und mehrere qualifizierte Siegel parallel verwendet werden können. Zudem ist eine nahtlose Integration in bestehende Signaturlösungen möglich.

QSCD für die qualifizierte Siegelerstellung

Bisher war und ist es gängig, qualifizierte E–Siegel entweder für die Verwendung durch Kartenlesegeräte auf SmartCards mit Kryptochip oder für Remoteprozesse als Cloud-Siegel zu speichern. Seit einer vor zwei Jahren erfolgten Richtlinienänderung ist es rechtlich möglich, die entsprechende Hardware als Qualified Signature/Seal Creation Device (QSCD) für die digitale Versiegelung von Dokumenten im eigenen Haus zu betreiben. Voraussetzung ist eine entsprechende Zertifizierung des genutzten QSCD und seine Unterbringung in einem gesicherten Serverraum oder Rechenzentrum. Damit sind der Zahl nach unbegrenzte und von Trust Service Providern unabhängige Siegeloperationen möglich.

Die Umsetzung in der Praxis

Das in Berlin ansässige Unternehmen SIGNIUS hat kürzlich eine QLMS-Lösung bei einem Finanzdienstleister in Deutschland eingeführt.

Hierbei wurde zuerst die für das Unternehmen zeichnungsberechtigte natürliche Person, die das E-Siegel für die Bank beantragt, eIDAS-konform identifiziert. Das heißt, dass mittels staatlich zertifizierter Verfahren die Übereinstimmung der physischen Person mit ihren Ausweisdokumenten überprüft und bestätigt wurde. Nach der anschließenden erfolgreichen Überprüfung der Unternehmensdaten und der Zeichnungsberechtigung des Antragstellers per aktuellem Handelsregisterauszug wurden in Kooperation mit einem qualifizierten Trustcenter E-Siegel und Zertifikat für die Bank (juristische Person) erzeugt. Dieses Verfahren schützt vor Identitätsdiebstahl.

SIGNIUS lieferte dieses E-Siegel auf dem entsprechend konfigurierten und zertifizierten QSCD und installierte es vor Ort mit der Serversoftware. Diese Software versiegelt Dokumente und prüft und archiviert zudem die E-Siegel, E-Signaturen und Zeitstempel eingehender Dokumente. Dabei übernahm SIGNIUS auch die Integration dieser Lösung in bestehende IT-Infrastrukturen und Signaturprozesse.

Die Vorteile von QLMS für Banken und Finanzdiensleister

Durch die Einführung von QLMS profitiert der Finanzdienstleister nun von zahlreichen Vorteilen. Hier sind insbesondere die Kosteneinsparungen zu nennen. Papierintensive Prozesse, die große Mengen an manueller Verarbeitung und wiederholter Dateneingabe erfordern, sind nun nicht mehr nötig. Somit sinken Papierverbrauch und Verwaltungsaufwand.

Mitarbeiter können nun mehr Zeit damit verbringen, sich um die Kunden zu kümmern, da umständliche Prozesse wie das Drucken von Formularen, das Eingeben von Informationen und das anschließende Scannen, um Dokumente wieder in ein digitales Format zu bringen, entfallen. Schließlich kann auch das Tempo von Prozessen gesteigert werden: E-Siegel verkürzen den Workflow von Dokumenten deutlich – und zwar ohne die Sicherheit zu beeinträchtigen.

www.signius.eu/de


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