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Was denken Kunden über Produkte, Marken oder die Geschäftsführung eines Unternehmens? Welche Themen beschäftigen die Menschen in einzelnen Wahlkreisen? Wie punkten Händler bei ihrer Kundschaft? Wer seine Zielgruppe erreichen will, muss deren Wünsche, Bedürfnisse und Sorgen kennen.

Und sind für einen detaillierten Blick auf die Befindlichkeiten von Verbrauchern, Wählern oder Bewerbern auf die Erkenntnisse aufwändiger Marktforschung angewiesen. Bis jetzt. Denn statt riesige Datenmengen mit viel Zeit und hohen Kosten nach Erkenntnissen zu durchforsten, können Unternehmen auch auf die Qualität von Small-Data-Analysen setzen. Die Informationsmengen sind im Vergleich zu Big Data deutlich geringer und dadurch strukturierter und präziser. Deshalb lassen sich solche Datenpakete schneller verarbeiten und leichter für Anwender aufbereiten. Weil sie Echtzeit-Informationen abbilden, bieten sie Anwendern als Teil von Market Intelligence eine verlässliche und aktuelle Grundlage, auf der sie Marketingentscheidungen ableiten, künftige Herausforderungen identifizieren oder ihre Marktposition weiterentwickeln können.

Versteckte Marktinformationen entschlüsseln

Für solche Small-Data-Analysen bietet evAI ein Tool, das Datensätze aus B2B-Quellen aller Formate auf semantischer Ebene durchforstet – von Onlinetexten auf Unternehmenswebseiten über Expertenblogs bis zum digitalen Flyer. „Mit dieser Methode unterscheiden wir uns von der klassischen Sentiment-Analyse“, sagt Gründer Steffen Konrath. „Wir wollen thematische Zusammenhänge erfassen und nicht nur Meinungsbilder sammeln.“ Das Ziel des bayerischen Market-Intelligence-Startups: Seinen Nutzern einen schnellen und granularen Überblick über das gesamte Marktumfeld schaffen.

Auch Risikoüberwachung lässt sich durch entsprechende Suchanfragen betreiben: Die Data Analyse liefert gezielte Informationen zur Unternehmensreputation, etwa nach einem Shitstorm oder einem Skandal. Marketingmitarbeiter können auf dieser Basis passende PR-Maßnahmen für die Unternehmenskommunikation ableiten.

Market Intelligence für alle

Der Vorteil der Lösung: Mit Small Data können Unternehmen aller Branchen ihre Marketing- oder Kommunikationsmaßnahmen optimieren. Denn durch gezielte Fragestellungen lassen sich per Small-Data-Analysen aktuelle oder branchenrelevante Probleme präzise beleuchten: Beratungsfirmen können sich ein Bild davon machen, wie weit deutsche Medizintechnikunternehmen bei der Corona-Forschung sind. Kommunalpolitiker erfahren auf diesem Weg, welche Themen die Menschen im eigenen Wahlkreis bewegen. Und Marketingmitarbeiter erkennen, warum die Neuauflage eines früheren Kassenschlagers plötzlich zum Ladenhüter mutiert. Dafür bestimmt das Analysten-Team von evAI B2B-Textquellen im Internet, die Software erledigt den Rest – und liefert Ergebnisse in bis zu fünf Tagen.

Natürlich lassen sich auch Meinungsströme in der Gesellschaft mithilfe der Startup-Lösung identifizieren: Wie entwickelt sich die Haltung zur Impfpflicht, zu Corona-Maßnahmen oder zum Datenschutz? Auf Basis solcher faktischen Analysen lernen Politiker, Forscher oder Soziologen die Gemütslage der Menschen in der Bevölkerung besser kennen. Um verschiedene gesellschaftsrelevante Themen zu durchleuchten, arbeiten Gründer Konrath und sein 9-köpfiges Team mit verschiedenen namhaften  Universitäten in speziellen Forschungsclustern zusammen.

Gründer setzt auf Künstliche Intelligenz

Für eine detaillierte Analyse sind eine präzise Fragestellung und eine intelligente Kontextsuche essenziell. Konrath: „Deshalb sucht evAI nicht nach Keywords, sondern nach Konzepten. So landen deutlich mehr Suchergebnisse im Datenpool.“ Damit bezieht die Software auch Texte mit ein, die sich inhaltlich mit einem Thema befassen ohne einschlägige Keywords zu nutzen. Für diese konzeptionelle Suche definieren die Analysten den jeweiligen thematischen Sinnzusammenhang statt einzelner Begriffe und deren Synonyme sowie Akronyme. Mithilfe von Künstlicher Intelligenz lernt das System, Texte ganzheitlich zu verstehen – und im Laufe einer Suche immer intelligenter aufzuschlüsseln. So lassen sich mithilfe von Künstlicher Intelligenz auch versteckte Signale in Textnachrichten finden oder Korrelationen abbilden wie den Zusammenhang zwischen einem Gesetzentwurf und einem Produktlaunch oder mögliche Folgen von Gewerkschaftsprotesten auf Kommunal-, Landes- oder Bundeswahl.

Small Data: Wissen wie sich der Markt wandelt

Nutzer können mithilfe einer langfristig angelegten Small-Data-Analyse des Startups auch überprüfen, wie sich der Markt oder die mediale Berichterstattung verändern. Um die Daten einzusehen, greifen Kunden per Internetbrowser auf die Cloud-Plattform von evAI zu. Das Interface ist intuitiv bedienbar und funktioniert wie eine Google-Suche mit Filtermöglichkeit. Die Informationen sind nach Themen geclustert, ein Zeitstrahl bildet zudem Aktualität und Entwicklung eines Themas ab. So sind neue Entwicklungen, thematische Verlagerungen oder eine zunehmende Nachfrage direkt erkennbar. Die gewonnenen Marktdaten lassen sich zudem mit betriebsinternen ERP-Daten über integrierte Exportschnittstelle vernetzen, um beispielsweise Verkaufszahlen genauer zu analysieren.

Data Analytics in der Cloud

Weil die Ergebnisse für die Kunden oft hochsensibel sind, wollte das Startup sämtliche Daten über eine europäische IT-Infrastruktur verarbeiten. Als Mitglied von TechBoost, dem Startup-Programm der Telekom, nutzt das bayerische Unternehmen die Open Telekom Cloud (OTC), die DSGVO-konform in deutschen Rechenzentren betrieben wird. „Um technologisch unabhängig von amerikanischen oder chinesischen Plattformen zu arbeiten, ist sie ideal“, sagt Konrath. „Auf diese Weise können wir die hohen Compliance-Anforderungen unserer europäischen Kunden erfüllen. Und mit unserer intelligenten Software deren Informationsbedürfnis.“

Sarah Heggen, ITK-Redakteurin
Sarah Heggen
ITK-Redakteurin, Palmer Hargreaves GmbH

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