Das Jahr der Datenmanagement-Revolution

Daten stehen im Mittelpunkt der digitalen Transformation, die in 2019 an Geschwindigkeit zulegen wird. Unternehmen bewegen sich von monolithischen Legacy-Infrastrukturen hin zu modernen verteilten hybriden Cloud-Infrastrukturen. Dies bedeutet, dass der Schutz und die Verwaltung von Daten einen Wandel und eine Weiterentwicklung durchlaufen müssen. 

Beim traditionellen Speichermanagement geht es um die Verwaltung der Speicherhardware und der darin enthaltenen Daten in einem einzelnen System oder Cluster. Bei der Datenverwaltung dreht sich alles um die Verwaltung der Daten, unabhängig von der zugrundeliegenden Infrastruktur. Wie und wo Daten in heutigen Infrastrukturen gespeichert werden, verändert sich mit der digitalen Transformation. Die Speicherung erfolgt heute in Public/Private Clouds, im IoT, am Netzwerk-Edge sowie auf mobilen Geräten und neuen Medien unter Verwendung neuer Protokolle. Es gibt eine neue Vielfalt von Datenstrukturen, Containern und Schnittstellen, die datengesteuerte Anwendungsfälle wie Analysen, Self-Service-Mandantenfähigkeit, künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen unterstützen.

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Bis 2018 gab es keine einzige Datenmanagement-Lösung, die alle erforderlichen Hauptkomponenten in einem Produkt vereint. Um mit den sich ändernden Anforderungen Schritt zu halten, wenden sich die Anbieter von Datenmanagement-Lösungen an die Open-Source-Community, um neue Tools und Funktionen zur Erweiterung ihrer Produkte bereitzustellen. Da es jedoch an Interoperabilität zwischen den Produkten mangelt, müssen immer noch mehrere Produkte angeschafft werden, um Daten in modernen Hybrid-Clouds und neuen verteilten Umgebungen vollständig zu verwalten und zu schützen. Dies kann für Administratoren einen Alptraum hinsichtlich der Überwachung, Berichterstattung sowie Datenverwaltung und -sicherung bedeuten.

Datenmanagementanbieter werden ihre Fähigkeiten durch Allianzen, Akquisitionen und native Entwicklung erweitern, um diese Hauptkomponenten in einem Produkt anbieten zu können. Dies wird künftig die Datenverwaltung für Administratoren vereinfachen und die Möglichkeit bieten, alles auf intelligente Weise unter einem Managementdach zu verwalten, zu sichern/schützen und zu dokumentieren. Dadurch werden in 2019 echte Datenmanagement-Lösungen für alle Datenanforderungen und Datennutzungsszenarien zur Verfügung stehen.

Datensicherung & Geschäftskontinuität

Ransomware und andere Malware-Angriffe werden auch weiterhin zunehmen und sich zu intelligenteren Angriffen weiterentwickeln. Die Zahl der Naturkatastrophen und anderer Ereignisse, die mitunter ganze Rechenzentren zerstören, wird auch 2019 anhalten. Dies bedeutet, dass sich Datenschutz und Datenverwaltung in Richtung intelligenter und effizienter Wege zur Vermeidung von Betriebsunterbrechungen entwickeln werden. All dies sind Gründe, warum die Bedeutung einer guten Datensicherungsstrategie und eines Disaster-Recovery-Plans als wesentlicher Bestandteil der Business Continuity zunehmen wird.

Archivierung

Die langfristige „kalte“ Speicherung wird weiterwachsen, da mehr Daten als je zuvor verwendet und produziert werden. Die Idee der Speicherung von Langzeitarchivinformationen erfordert Innovationen von der Verwendung billiger magnetischer Medien bis hin zu Medien, die mit der Zeit weniger dazu neigen, Bits zu verlieren. Da die Halbleitertechnologie immer preiswerter wird, könnte diese zu einer Alternative für die langfristige Speicherung avancieren, um diese effizienter machen.

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Compliance & Data Governance

Sicherheitslücken und Vorschriften, die Daten betreffen, werden 2019 weiter zunehmen. Unternehmen müssen nicht nur die am 25. Mai 2018 erlassenen DSGVO-Vorschriften einhalten, sondern auch ihre Compliance nachweisen können oder anderenfalls mit hohen Geldbußen rechnen. Die Datenschutzverordnung für den elektronischen Geschäftsverkehr (ePrivacy Regulation) wird in der zweiten Jahreshälfte  umgesetzt. Sie soll den Fortschritten in der elektronischen Kommunikation und den damit verbundenen Daten in E-Mails, Nachrichten, Blogs, Websites und IoT-Geräten Rechnung tragen. Es wird einige Überschneidungen zwischen der ePrivacy-Verordnung und der DSGVO geben, aber der Hauptunterschied besteht darin, dass es bei der ePrivacy-Verordnung nur um die elektronische Kommunikation geht und bei der DSGVO um alle Arten von personenbezogenen Daten. Es wird notwendig sein, dass Anbieter von Datenmanagement-Lösungen einfache, innovative Wege bereitstellen, um Unternehmen beim Nachweis und der Aufrechterhaltung dieser neuen Compliance und Regulierungsmaßnahmen zu unterstützen.

Kapazitätsoptimierung

Die Optimierung von Ressourcen wie Speicherkapazität ist entscheidend für die Kostenkontrolle. Der Einsatz neuer Anwendungen und Anwendungsfälle wie Analytik, maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz nimmt zu. Dies bedeutet, dass die Notwendigkeit der Kapazitätsoptimierung zur Kostenkontrolle zunehmen wird, da andernfalls die IT-Budgets für Unternehmen, die diese digitale Transformation als Teil ihrer Geschäftsinitiativen nutzen, aus der Kontrolle geraten werden.

Sichtbarkeit

Heute sind weltweit über 320 Millionen Workloads in Rechenzentren aktiv. Bis 2020 wird es schätzungsweise über 450 Millionen Workloads weltweit geben, von denen mindestens die Hälfte aktiv in der Public Cloud läuft. Diese verstärkte Nutzung der Public Cloud in der hybriden Cloud-Infrastruktur erhöht die Komplexität des Datenmanagements. Die Datentransparenz wird der entscheidende Schlüssel zur Verbesserung als auch Kostensenkung von hybriden Cloud-Umgebungen sein.

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