Patienten suchen Ärzte zunehmend digital

KI und Online-Tools bestimmen die Arztsuche

Arztsuche

Immer mehr Menschen verlassen sich bei der Wahl ihres Arztes nicht nur auf persönliche Empfehlungen, sondern auf digitale Hilfsmittel.

Eine Befragung von rater8 unter mehr als 1.000 US-Bürgerinnen und -Bürgern zeigt, dass Künstliche Intelligenz, Online-Bewertungen und soziale Medien inzwischen eine zentrale Rolle spielen (via Pressetext).

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Sieben von zehn Befragten stehen KI-gestützten Tools für die Arztsuche offen gegenüber oder nutzen sie bereits. Für mehr als ein Viertel beeinflussen die Empfehlungen solcher Systeme direkt die Wahl des Arztes. Ein weiteres Drittel vertraut den Vorschlägen von KI genauso stark wie klassischen Suchmaschinen – fast jeder Fünfte sogar noch mehr. Nur eine kleine Minderheit zeigt deutliche Skepsis. Besonders geschätzt werden in KI-Zusammenfassungen geprüfte Patientenbewertungen, während Angaben zu Qualifikationen oder Ausbildung der Ärzte seltener als ausschlaggebend gelten.

Online-Bewertungen als Schlüsselfaktor

Die Bedeutung von Erfahrungsberichten ist groß: 84 Prozent lesen vor einer Entscheidung die Bewertungen anderer Patienten. Über die Hälfte studiert dabei mindestens sechs Rezensionen, bevor sie einen Termin buchen. Schlechte Bewertungen können stärker abschrecken als persönliche Empfehlungen von Freunden oder Familie – das gilt für mehr als 60 Prozent der Befragten.

Viele wünschen sich zudem, dass Ärztinnen und Ärzte auf Kritik reagieren. Fast die Hälfte der Patientinnen und Patienten empfindet Antworten als positiv, unabhängig davon, ob die ursprüngliche Bewertung gut oder schlecht ausfiel. Rund 40 Prozent geben an, dass ihr Vertrauen steigt, wenn Ärzte aktiv auf Feedback eingehen.

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Soziale Medien und Sprachassistenten im Einsatz

Auch soziale Medien beeinflussen die Wahl medizinischer Versorgung. Mehr als ein Drittel der Teilnehmenden berichtet, bereits aufgrund von Beiträgen in sozialen Netzwerken einen Arzt gewählt zu haben. Für knapp ein Viertel gehören Facebook, Instagram und ähnliche Plattformen zu den wichtigsten Entscheidungsquellen.

Darüber hinaus gewinnen digitale Sprachassistenten an Bedeutung. Etwa ein Viertel der Befragten nutzt Dienste wie Siri, Alexa oder Google Assistant, um Informationen über Ärzte zu finden. Am häufigsten geht es dabei jedoch um praktische Fragen wie Adressen oder Öffnungszeiten, weniger um die eigentliche Beurteilung medizinischer Kompetenz.

Die Befragung verdeutlicht: Patienten informieren sich zunehmend unabhängig, vergleichen Bewertungen, nutzen künstliche Intelligenz und orientieren sich an digitalen Kanälen. Persönliche Empfehlungen behalten zwar ihren Wert, doch die digitale Präsenz und der Umgang mit Patientenfeedback werden immer wichtiger für die Arztwahl.

Pauline Dornig

Pauline

Dornig

Online-Redakteurin

IT Verlag GmbH

Pauline Dornig verstärkt seit Mai 2020 das Team des IT Verlags als Online-Redakteurin. (pd)
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