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Die Digitalisierung betrifft nicht nur Megatrends wie Industrie 4.0 oder Web 2.0, sie bringt eine grundlegende Veränderung aller Geschäftsbereiche und Prozesse in Unternehmen mit sich. 

Bisherige Geschäftsmodelle werden abgelöst, bestehende Strukturen brechen auf. So verändern sich durch die digitale Transformation auch die Verantwortungsbereiche von Führungskräften und die Unternehmenskultur insgesamt. Die klassische Rolle des Chief Information Officer (CIO), der IT-Strategie und -Architektur managt, reicht nicht mehr aus. Know-how über Geschäftsprozesse und deren Digitalisierung einerseits und auch für die Entwicklung neuer, digitaler Produkte andererseits ist heute erfolgsentscheidend, vor allem in der Führungsebene. Daher ist zukünftig ein Chief Digital Officer (CDO) erforderlich, dessen originäre Aufgabe es ist, eine Digitalstrategie für sein Unternehmen zu entwickeln und umzusetzen. Hierfür muss der Mitarbeiter für diese neue Rolle nicht notwendigerweise aus dem technischen Bereich kommen. Entscheidend ist seine Interdisziplinarität. Wie sieht das konkrete Anforderungsprofil des CDO aus?

Digitalisierung ist für Unternehmen überlebenswichtig

Eine umfassende digitale Strategie ist für Unternehmen überlebenswichtig – diese Überzeugung ist die Hauptantriebsfeder des CDO. Daher benötigt er umfassende Kenntnisse bezüglich der Kräfte der digitalen Revolution, der neuen Tools und Möglichkeiten. Denn nur wer erkennt, wie sich Kundenanforderungen und Wertschöpfungsketten durch die Digitalisierung verändern, kann die richtigen Schritte ergreifen.

Kernaufgabe des CDO ist es, eine digitale Business Strategie zu entwickeln, diese auf Managementebene zu vertreten und in allen Bereichen des Unternehmens umzusetzen. Dies gelingt nur, wenn er sowohl das Marktumfeld überblickt als auch mit den internen Prozessen und Strukturen bestens bekannt ist. Denn über Erfolg oder Misserfolg der digitalen Unternehmensstrategie entscheidet die Fähigkeit des CDO, alle Mitarbeiter einzubinden und zu begeistern. Es gilt, alle Unternehmensbereiche mit ins Boot zu holen – von der HR- über die IT-Abteilung bis hin zu Corporate Communications.

Damit die oft sehr unterschiedlichen Mentalitäten und Zielsetzungen in Einklang gebracht werden, sind die Moderationsqualitäten des CDO gefordert – und zwar ohne dabei auf eine direkte Berichtskette setzen zu können. 

Interdisziplinäre Visionäre gefragt

Aufgrund dieses vielfältigen Anforderungsprofils muss der CDO nicht zwingend aus der IT kommen. Aber er sollte alle Möglichkeiten, die die moderne IT und sozialen Netze mit sich bringen, kennen und für sein Unternehmen ausschöpfen können. Denn die Digitalisierung verändert Geschäftsprozesse grundlegend: Statt mittels Versandkatalog erfolgt der Vertrieb heute zunehmend über das Internet. Industrie 4.0 bricht traditionelle Lieferketten auf und revolutioniert die Lieferanten-Kunden-Beziehung. Damit Unternehmen diesen Wandel aktiv mitgestalten und davon profitieren können, muss die Rolle des CDO mit einer Führungspersönlichkeit besetzt werden, die nicht nur die Gesetze der Digitalisierung, sondern vor allem auch die Unternehmenskultur wie die eigene Westentasche kennt.

Bislang sind CDOs zwar nur in wenigen deutschen Unternehmensetagen zu finden. Um mit der Digitalisierung mitzuhalten, dürfen sich Unternehmen dieser Entwicklung aber nicht verschließen. So ist ein klar steigender Trend erkennbar: Gab es im Jahr 2013 erst 488 CDOs weltweit, wird sich die Zahl bis Ende 2014 mit 1.000 etwas mehr als verdoppeln, so eine Prognose des CDO Clubs.

Bertram Mandel, General Manager für Deutschland, Österreich und Schweiz (DACH) der Liferay GmbH

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