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Regierungsvertreter glauben in fast jedem Land, dass die Sicherheitsrisiken, die mit staatlich vorgeschriebenen Verschlüsselungs-Hintertüren verbunden sind, weniger wichtig sind, als der Strafverfolgung einen breiten Zugang zu verschlüsselten personenbezogenen Daten zu gewähren. Allerdings sind die Verbraucher in den USA und Europa überwiegend anderer Meinung. 

Venafi veröffentlicht die Ergebnisse einer Umfrage unter 4.120 Verbrauchern in den USA und Europa, darunter 1.026 aus Deutschland. In der Befragung wurden Einschätzungen und Meinungen zum Umgang von Regierungen mit Hintertüren und dem Datenschutz eingesammelt.

Fast zwei Drittel der Befragten (61% insgesamt, davon 40% in Deutschland) glauben nicht daran, dass Gesetze, die Regierungen den Zugang zu verschlüsselten privaten Daten ermöglichen, uns vor Terroristen schützen würden. Dies steht im krassen Gegensatz zu einer früheren Umfrage unter Sicherheitsexperten, von denen 73 Prozent sagten, dass Verschlüsselungs-Hintertüren nicht zum Schutz vor Terroristen beitragen würden.

Die Umfrage ergab, dass das Vertrauen in Regierungs- und Social-Media-Unternehmen deutlich schwindet und viele glauben, dass neue Regelungen erforderlich sein könnten:

  • Nur 30 Prozent waren der Meinung, dass den Regierungen vertraut werden kann, um ihre Daten zu schützen; dieser Wert war in Großbritannien (40 Prozent) deutlich höher als in den USA (nur 24 Prozent). Interessanterweise waren die Altersgruppen 24-35 etwas vertrauenswürdiger (38 Prozent), während die Altersgruppen 45-55 am wenigsten vertrauenswürdig waren (34 Prozent). In Deutschland liegen die Werte bei den Befürwortern bei 28 Prozent und den Kritikern bei 58 Prozent.
  • Nur 22 Prozent glauben, dass Social Media Unternehmen vertrauenswürdig sind, ihre persönlichen und privaten Daten zu schützen. Die Befragten im Alter von 24-35 Jahren hatten etwas mehr Vertrauen (35 Prozent) als die zwischen 56-65 (9 Prozent). In Deutschland liegen die Antworten bei 16 Prozent, die das Vertrauen aussprechen und bei deutlichen 70 Prozent, die dies negieren.
  • Vier von fünf (80 Prozent) Befragte sind sich einig, dass Social Media Unternehmen, die personenbezogene Daten speichern, strengeren Vorschriften unterliegen sollten. Auch hier waren die britischen Befragten am kritischsten (87 Prozent dafür), dicht gefolgt von 75 Prozent der deutschen Befragten. Auch ein Generationswechsel war zu beobachten: 86 Prozent der 55- bis 64-Jährigen befürworteten eine solche Regelung, gegenüber nur 70 Prozent der 18- bis 34-Jährigen.

„Es ist klar, dass die Öffentlichkeit die Social-Media-Unternehmen und die Bemühungen der Regierung um Datenschutz und Sicherheit sehr skeptisch beurteilt“, schließt Bocek. „In Europa hat die DSGVO bereits das Gesicht des Datenschutzes verändert, aber anscheinend haben die Verbraucher noch keine Auswirkungen gespürt. Die größere Frage ist, ob wir den Regierungen vertrauen können, dass sie sensible Personendaten schützen, denn dann ist es noch schwerer sich vorzustellen, wie sie dann die Wirtschaft und vor allem Social Media-Unternehmen effektiv regulieren wollen.“

www.venafi.com


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