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Backup

Acronis gibt aktuelle Ergebnisse einer Umfrage zum World Backup Day über die Datensicherungsgewohnheiten von Verbrauchern auf der ganzen Welt bekannt. Demnach erklärten 65,1 Prozent der Verbraucher, dass sie oder Familienmitglieder durch versehentliches Löschen, Hardware-Fehler oder Software-Probleme bereits Daten verloren haben. Im Vergleich zum letzten Jahr ist das ein Anstieg um 29,4 Prozent.

Gleichzeitig zeigte die zum fünften Mal durchgeführte Umfrage zum World Backup Day erstmals, dass fast alle Verbraucher (92,7 %) ihre Computer sichern. Das ist eine Zunahme um mehr als 24,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und der größte Anstieg innerhalb eines Jahres.

Speziell für den deutschsprachigen Raum gliedern sich die Ergebnisse ähnlich:

  • 60,9 Prozent geben an, dass sie oder ein Familienmitglied bereits Daten verloren haben
  • 88,4 Prozent sichern die Daten auf Ihren Computern und Mobilgeräten

„Auf den ersten Blick scheinen diese beiden Zahlen überhaupt nicht zusammenzupassen“, sagt James Slaby, Director of Cyber Protection bei Acronis. „Wie kann es sein, dass mehr Daten verloren gehen, obwohl fast jeder seine Daten sichert? Die Umfrage gibt jedoch Hinweise darauf, wie es zu diesen Zahlen kommt. Die Menschen nutzen mehr Geräte und greifen von mehr Orten als je zuvor auf ihre Daten zu, was mehr Möglichkeiten für Datenverluste eröffnet. Sie sichern vielleicht ihren Laptop, das Smartphone aber nicht – und wenn sie das im Taxi liegen lassen, verlieren sie diese Daten trotzdem.“

Für die Umfrage zum World Backup Day 2019 wurden Benutzer in den USA, Großbritannien, Australien, Deutschland, Polen, Spanien, Frankreich, Japan, Singapur, Bulgarien und der Schweiz befragt, wobei nicht nur Verbraucher, sondern erstmals auch Unternehmen einbezogen wurden. Aufgrund der wachsenden Zahl von CEOs, CIOs und weiteren Führungskräften, die ihre Jobs verloren haben, nachdem es zu Datenkompromittierungen, Online-Angriffen und sonstigen IT-Verstößen kam, hat Acronis bei dieser Umfrage auch Datenprobleme und Abläufe berücksichtigt, die für Unternehmen typisch sind. Die Hinzunahme von Unternehmen zeigt mehrere Unterschiede in Bezug darauf, wie und warum Verbraucher und Unternehmen ihre digitalen Assets schützen.

Nur 7 Prozent der Verbraucher kümmern sich überhaupt nicht um den Schutz ihrer Daten

Die Zahl der von Verbrauchern genutzten Geräte wächst weiterhin. So gaben 68,9 Prozent der Haushalte an, dass sie mindestens drei Geräte wie Computer, Smartphones und Tablets besitzen. Das sind 7,6 Prozent mehr als 2018.

Angesichts der genutzten Datenmengen und der Berichte über Menschen, die ihre Häuser durch Brände oder Überschwemmungen verloren haben, sowie über Datenverluste durch bekannte Ransomware-Angriffe und Sicherheitsverletzungen, weist der hohe Anteil an Backup-Nutzern darauf hin, dass die Verbraucher zumindest versuchen, ihre Daten zu schützen. In diesem Jahr gaben nur 7 Prozent der Verbraucher an, niemals Backups durchzuführen, während im vergangenen Jahr noch ein Drittel der Teilnehmer (31,4 %) auf die Sicherung ihrer persönlichen Daten verzichtete.

Diese gaben aber auch an, dass sie ihre Daten mehr wertschätzen – 69,9 Prozent gaben an, dass sie mehr als 50 US-Dollar ausgeben würden, um verlorene Dateien, Fotos, Videos usw. zurückzubekommen. Im vergangenen Jahr hätten weniger als 15 Prozent so viel Geld bezahlt.

Für den Schutz ihrer Daten bevorzugen 62,7 Prozent der Verbraucher eine Kopie, die sich in der Nähe befindet, d. h. auf einer lokalen externen Festplatte (48,1 %) oder auf einer Festplattenpartition (14,6 %). Nur 37,4 Prozent nutzen die Cloud oder einen Hybrid-Ansatz mit Cloud und lokalen Backups.

Der fehlende Cloud-Einsatz zeigt einen anderen scheinbaren Widerspruch. In der Mehrzahl gaben die Verbraucher an, dass Zugriff auf Daten der größte Vorteil von Backups wäre. Dabei wählte eine erhebliche Mehrheit „schnellen und einfachen Zugriff auf gesicherte Daten an jedem Ort“ vor allen anderen Vorteilen. Dennoch nutzt nur ein Drittel von ihnen Cloud-Backups, mit denen sie die Möglichkeit hätten, ihre Dateien an jedem Ort abzurufen.

Die Datentypen, deren Verlust den Verbrauchern die größte Sorge bereitet, sind Kontakte, Kennwörter und andere persönliche Informationen (45,8 %), gefolgt von Mediendateien wie Fotos, Videos, Musik und Spiele (38,1 %).

Weniger als die Hälfte der Verbraucher wissen über die Online-Angriffe Bescheid, die ihre Daten bedrohen, z. B. Ransomware (46 %), Cryptomining-Malware (53 %) und Social-Engineering-Angriffe (52 %) zur Verbreitung von Malware. Das Bewusstsein für diese Gefahren wächst nur langsam, was sich darin zeigt, dass die Zahl der Verbraucher mit Wissen über Ransomware seit dem letzten Jahr um gerade einmal 4 Prozent gestiegen ist.

Unternehmen schützen ihre Daten konsequent in der Cloud

In Anbetracht der Tatsache, dass eine Stunde Ausfallzeit geschätzte 300.000 US-Dollar an entgangenen Einnahmen kostet, kennen Unternehmen den Wert ihrer Daten sehr gut. Und da CEOs und Führungskräfte aufgrund zahlreicher schwerwiegender Zwischenfälle stärker in der Pflicht stehen, für Datensicherung und allgemeine Sicherheit zu sorgen, zeigt die Geschäftsführung ein aktiveres Interesse an diesem Thema.

Das erklärt auch, warum an der Acronis Umfrage zum World Backup Day teilnehmende Unternehmensnutzer bereits darauf vorbereitet sind, ihre Dateien, Anwendungen und Systeme zu sichern. Dabei erklärte ein Großteil, dass Verlässlichkeit und Sicherheit ihrer Daten für sie die größte Bedeutung haben, und nannten diese Faktoren an erster bzw. zweiter Stelle.

Die Umfrage von 2019 schließt zum ersten Mal Unternehmen ein, und die Antworten kamen von Firmen aller Größen: 32,7 Prozent kleine Unternehmen mit weniger als 100 Mitarbeitern, 41,0 Prozent mittelgroße Unternehmen mit 101 bis 999 Mitarbeitern sowie 26,3 Prozent große Unternehmen mit 1.000 oder mehr Angestellten.

Unabhängig von der Unternehmensgröße steht für den Großteil die Sicherheit ihrer Daten durch Backups in monatlichen (35,1 %), wöchentlichen (24,8 %) oder täglichen (25,9 %) Intervallen an erster Stelle. Das ist auch der Grund dafür, dass 68,7 Prozent berichteten, im vergangenen Jahr von keinem Datenverlust betroffen gewesen zu sein, der zu Ausfallzeiten geführt hatte.

Diese Unternehmen waren sich auch der neuesten Risiken für ihre Daten bewusst und gaben deshalb an, dass sie über Ransomware (60,6 %), Cryptojacking (60,1 %) und Social-Engineering-Angriffe (61,0 %) besorgt oder sehr besorgt sind.

In der Praxis bedeutet das, dass Unternehmen aller Größen auf Cloud Backups setzen – 48,3 Prozent sogar exklusiv und 26,8 Prozent mit einer Kombination aus lokalem Backup und Cloud Backup.

Angesichts ihrer Sorgen zum Thema Data Protection sowie Verlässlichkeit und Sicherheit der Daten ist der Einsatz der Cloud nachvollziehbar. Denn Verlässlichkeit („Backups sind zuverlässig und ich kann alle meine Daten vollständig und jederzeit wiederherstellen“) wird durch ein externes Cloud Backup gewährleistet, da die Daten auch die Zerstörung der Niederlassung durch Feuer, Überschwemmung oder Naturkatastrophen überstehen. In Bezug auf die Sicherheit („Daten sind vor Online-Bedrohungen und Cyberkriminellen geschützt“) bietet die Cloud einen Puffer, den solche Malware-Angriffe nur mit Mühe überwinden können.

Cyber Protection-Empfehlungen zum World Backup Day

Mit diesen vier einfachen Empfehlungen können Sie Ihre Daten schützen – ganz gleich, ob Sie Ihre persönlichen Daten sichern oder den unterbrechungsfreien Geschäftsbetrieb Ihres Unternehmens gewährleisten müssen:

  • Erstellen Sie stets Backups wichtiger Daten. Sichern Sie Kopien Ihrer Daten sowohl lokal (damit sie für schnelle und häufige Wiederherstellungen zur Verfügung stehen) als auch in die Cloud (damit sie Brände, Überschwemmungen oder Naturkatastrophen an Ihren Standorten überstehen).
  • Halten Sie Ihr Betriebssystem und die Software stets auf dem neuesten Stand. Die Nutzung veralteter Betriebssysteme oder Anwendungen bedeutet, dass Cyberkriminelle dank fehlender Sicherheitspatches und Fehlerbehebungen Zugriff auf Ihr System erlangen können.
  • Seien Sie bei verdächtigen E-Mails, Links und Anhängen vorsichtig. Die meisten Viren- und Ransomware-Infektionen lassen sich auf Social-Engineering-Techniken zurückführen, mit denen arglose Benutzer zum Öffnen infizierter E-Mail-Anhänge oder zum Klicken auf Links zu Malware-Websites verleitet werden.
  • Installieren Sie Virenschutz-Software und aktivieren Sie automatische Updates, damit Ihr System vor bekannten und häufigen Malware-Varianten geschützt ist. Windows-Benutzer sollten überprüfen, dass ihr Windows Defender aktiviert und aktuell ist.

www.acronis.com/de

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