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Das Allianz Risk Barometer 2018 benennt Cyberunfälle als zweitgrößtes Geschäftsrisiko weltweit, als das am meisten unterschätzte Risiko und die größte langfristige Gefahr. Laut einer Studie von McAfee und dem Zentrum für Strategische und Internationale Studien (CSIS) vom Februar 2018 beläuft sich der wirtschaftliche Schaden durch Cyberkriminalität auf weltweit 600 Milliarden US-Dollar jährlich. 

Und auch das Jahr 2019 beginnt direkt mit einem Skandal durch gestohlene und publizierte Daten von Politikern und Prominenten. Eine Zunahme an Unternehmen, die digitale Sicherheit verkaufen, ist da nur folgerichtig. Auch die durch die DSGVO getriebene Schulung von Mitarbeitern und Beratern hinterlässt ihre Spuren im Handelsregister.

Schritt für Schritt zur Sicherheit

Ob eine Firma auf interne oder externe Beratung setzt, ist im ersten Schritt irrelevant, solange etwas passiert. Interne IT-Sicherheitslösungen benötigen allerdings eine vorab aufgebaute Struktur, entsprechende Systeme und vor allem geschulte Mitarbeiter. Dabei muss nicht zwangsläufig ein studierter Sicherheitsberater im IT-Bereich den Posten besetzen, allerdings sollte diese Arbeitskraft Erfahrung im Umgang mit Administratortätigkeiten und Interesse an Sicherheitsproblematiken mitbringen.

Aufgrund der angespannten Arbeitsmarktsituation und der Flaute bei den Fachkräften – nach einer Studie des Digitalverbands Bitkom im Dezember 2018 sind es 82.000 freie Stellen für IT-Spezialisten – ist ein solcher IT-Profi jedoch ein Glücksgriff, besonders für mittelständische Unternehmen, die nicht in der IT-Branche tätig sind und in denen keine bestehende Struktur vorhanden ist.

Zahlenkräftiger Anstieg

Die wohl effizienteste Lösung liegt demnach im Bezug externer Dienstleister und Tools. Mithilfe des Wirtschaftsinformationssystems Business Engine und dessen Auswertung der Informationen aus dem Handelsregister zeigt sich, dass die deutsche Wirtschaft dasselbe Fazit zieht.

Die Anzahl der Neuanmeldungen mit dem Geschäftsgegenstand IT-Sicherheit steigt seit drei Jahren kontinuierlich: Von 169 Handelsregistereintragungen im Jahr 2016 über 204 neue Unternehmen der Branche 2017 auf 244 Anmeldungen bis einschließlich November 2018 spiegelt dieser Aufschwung der Branche eine explizite Wertsteigerung des Themas für Unternehmen wider.

Interessant sind die unterschiedlichen weiteren Geschäftsgegenstände, die das Handelsregister bei näherer Betrachtung preisgibt: Selbstverständlich benennen die meisten Themen Dienstleistungen und explizite Entwicklungen im IT-Bereich, doch noch unter den Top Ten befindet sich der Begriff der beruflichen Erwachsenenbildung. Die Einführung der DSGVO bedingte die verpflichtende Weiterbildung aller Personen mit beruflichem Kontakt zu persönlichen Kundendaten, doch darüber hinaus auch die aktive Auseinandersetzung mit Sicherheitsstandards. Viele in beratender Tätigkeit agierende Unternehmen konnten daraus einen Geschäftszweig ableiten, doch auch Ausbildungsbetriebe, dediziert für im Nachhinein eigenständige Sicherheitsexperten im IT-Bereich, sind heute keine Seltenheit. Dementsprechend spezialisieren sich auch Personalvermittlungen auf ebendiese Fachkräfte.

Selbst im Bereich der Sekretariats- und Schreibdienste, Post- Kurier- und Expressdienste sowie Logistik und im Großhandel hinterlässt die neue Rechtslage fokussierte Unternehmen. Des Weiteren wirkt sich die neue Gesetzgebung auch auf Firmen aus, die nicht zwangsläufig mit personenbezogenen Daten arbeiten, dafür aber mit großen Datenmengen, die nicht verfälscht oder gehackt werden dürfen, wie Energieversorger oder Ingenieurbüros.

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