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Tom BeckerIn einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hat der Telekom-Vorstandsvorsitzende Tim Höttges sich für mehr Programmiersprachen in deutschen Lehrplänen ausgesprochen. Tom Becker, Sales Director DACH bei alteryx, einem Spezialisten für Self-Service Data Anlytics, kommentiert diese Ansicht.

Der Mangel an Programmierkenntnissen würde für viele heutige Schüler später zum Problem werden, da immer mehr Berufe entsprechende Qualifikationen benötigen. Die Digitalisierung, so Höttges, würde deshalb zahlreiche Arbeitsplätze bedrohen und mache Veränderungen in Schul- und Uni-Lehrplänen unabdingbar. Zusätzlich fordert er mehr Freiräume für Big-Data-Analysen im Rahmen von Datenschutz, digitaler Souveränität und Ethik. Höttges verspricht sich dadurch die Möglichkeit, die Welt „in Echtzeit“ auszuwerten und damit zahlreiche neue Erkenntnisse, wo vorher nur Theorien waren.

Herr Höttges spricht viele wichtige Punkte an: Die Digitalisierung verändert unsere Welt – im Privaten wie beruflich – rasant und stetig und Big-Data-Analysen schaffen für Behörden, Wissenschaftler und Unternehmen immer neue Möglichkeiten und Erkenntnisgewinn. Gerade deshalb ist es wichtig, ein Bewusstsein für Daten und ihren Wert im ganzen Unternehmen zu schaffen – die Zeiten, in denen sich nur IT-Mitarbeiter mit Bits und Bytes herumgeschlagen, sie geordnet und ausgewertet haben sollten längst vorbei sein. Es sind die Fachabteilungen, die das nötige Wissen über ihre eigenen Datensätze haben, deshalb sollten sie auch die Möglichkeit haben, sie zu Analysieren und damit geschäftskritische Entscheidungen in ihrem zu abzuleiten – schnell und präzise.

Aber genau da liegt der Punkt, an dem ich Herrn Höttges widersprechen muss. Heute würde eine solche Analyse oft besondere Programmierfähigkeit und spezialisierte Vorkenntnisse erfordern – sei es, dass Formeln und Berechnungen in Excel oder SPSS programmiert werden müssen oder eigene Programmiersprachen gelernt werden, wie R für vorhersagende Analysen. Data Scientist sollten so etwas auch beherrschen und werden dadurch zu gefragten Angestellten in der Zukunft werden (in den USA sind sie das ja schon).

Die Analysten in den Fachabteilungen sollten aber weiterhin vor allem ihre Fachkenntnis ansammeln – ob das nun Vertriebstechniken oder effektive Marketingmaßnahmen sind. Für sie wäre exzessiver Programmiersprachen-Unterricht nicht nützlich. Hier sind hingegen wir, die Hersteller im Big-Data-Bereich gefragt. Wir müssen unsere Lösungen immer weiterentwickeln, um die Analysen, von denen Herr Höttgen spricht, möglich zu machen, ohne dass unsere Anwender ein ganzes Studium an Vorkenntnissen mitbringen müssen. Einfach gesagt: Es muss in Zukunft möglich sein, dass jeder Mitarbeiter im Unternehmen – egal mit welcher technischen Vorbildung – Big Data Analytics durchführen kann.

www.alteryx.com


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