NinjaOne hat die Zertifizierung nach ISO/IEC 42001:2023 erhalten. Der internationale Standard legt Anforderungen an den verantwortungsvollen Einsatz und die Steuerung von KI-Systemen fest.
NinjaOne erhält die ISO 42001-Zertifizierung

Das unabhängige Audit umfasste die Unified IT Operations-Plattform des Unternehmens sowie mehrere KI-gestützte Funktionen für den IT-Betrieb.
Kontrolle und Transparenz als zentrale Anforderungen
Mit der zunehmenden Verbreitung von KI-Anwendungen wächst auch der Bedarf an verbindlichen Regeln für deren Einsatz. ISO/IEC 42001 definiert dafür Anforderungen an KI-Managementsysteme. Dazu gehören unter anderem die Bewertung von Risiken und Auswirkungen, Transparenz sowie die Sicherstellung menschlicher Aufsicht.
NinjaOne zufolge basiert das eigene Governance-Modell auf mehreren Kontrollmechanismen. Dazu zählen die Steuerung durch Nutzer, eine vollständige Protokollierung der Aktivitäten, ein globaler Not-Aus-Schalter sowie Einschränkungen für Aktionen, Methoden und die Nutzung von Tokens. Damit sollen sowohl unkontrollierte Systemaktionen als auch unerwartete Kosten begrenzt werden.
Joel Carusone, SVP of Data and AI bei NinjaOne, verweist auf die besondere Verantwortung von IT-Abteilungen beim Einsatz künstlicher Intelligenz. Da sie kritische Unternehmensinfrastrukturen betreuen, müssten KI-Funktionen nachvollziehbar und kontrollierbar bleiben. Die Zertifizierung bestätige nach Unternehmensangaben den dafür vorgesehenen Rahmen.
Zertifizierung umfasst mehrere Plattformfunktionen
Das Audit bezog neben der zentralen IT-Operations-Plattform auch Katana AI und den NinjaOne MCP-Server ein. Katana AI soll IT-Fachkräfte bei technischen Aufgaben unterstützen. Der MCP-Server ermöglicht eine kontrollierte Anbindung an Werkzeuge für die agentenbasierte Orchestrierung.
Ebenfalls Bestandteil der geprüften Plattformbereiche sind Browser Management, Vulnerability Management und Patch Intelligence KI. Die Funktionen sollen IT-Teams dabei helfen, Geräte und Anwendungen zu verwalten, Sicherheitsrisiken zu erkennen und Aktualisierungen zu koordinieren.
KI-Unterstützung bei Schwachstellen und Patches
Im Vulnerability Management setzt NinjaOne auf KI-gestützte Erkennung von Softwareschwachstellen. Die Analyse soll kontinuierlich erfolgen, ohne den laufenden Betrieb durch Scans zu beeinträchtigen. Mit dem Autonomous Patch Management können Sicherheitslücken anschließend automatisiert geschlossen werden. NinjaOne nennt dafür eine Dauer von wenigen Minuten und stellt diese dem eigenen Angaben zufolge branchenweiten Durchschnitt von 43 Tagen gegenüber.
Auch die Browserverwaltung gehört zum geprüften Funktionsumfang. Sie schafft einen Überblick über Browser-Erweiterungen und aufgerufene URLs. Das schließt laut NinjaOne auch nicht genehmigte KI-Nutzung ein. Eine KI-gestützte Risikobewertung soll IT-Verantwortlichen helfen, auffällige Erweiterungen zu identifizieren und Gegenmaßnahmen zu priorisieren.
Die ISO-42001-Zertifizierung erstreckt sich damit auf zentrale Bereiche der Plattform. Sie soll belegen, dass NinjaOne den Einsatz seiner KI-Funktionen mit definierten Governance- und Kontrollmechanismen verbindet.
(red/NinjaOne)





