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Steuerungsinstrument auf der Brücke

MEYER RE steuert Werftprojekte künftig mit ams.erp

MEYER RE hat Anfang 2026 ein neues ERP-System für die Planung und Abwicklung seiner Werftprojekte in Betrieb genommen.

MEYER RE steuert Werftprojekte künftig mit ams.erp
Bildquelle: ams.erp

Die Software ams.erp soll die individuellen Umbau- und Modernisierungsvorhaben des Unternehmens durchgängig abbilden und Kosten, Termine sowie Ressourcen zentral verwalten.

Projektgeschäft erfordert flexible Prozesse

Seit der Gründung 2022 betreut MEYER RE externe Kunden und internationale Auftraggeber mit unterschiedlichen Werftdienstleistungen. Dazu gehören Ersatzteilversorgung, Schiffsumbauten, Modernisierungen, Offshore-Projekte und die Gestaltung von Innenräumen für Schiffe und Gebäude. Die Leistungen umfassen häufig zahlreiche Gewerke und externe Partner, deren Arbeitsschritte aufeinander abgestimmt werden müssen.

Die bisher eingesetzte Geschäftssoftware war vor allem auf Finanzwesen und Controlling ausgerichtet. Mit der Weiterentwicklung des Geschäftsmodells stieß sie jedoch an Grenzen. Denn die Projekte lassen sich nur bedingt standardisieren und unterscheiden sich selbst dann, wenn sie als Serie gelten, erheblich voneinander.

„Kreuzfahrtschiffe sind schwimmende Gebäude. Ihre Umbauten sind keine Produkte im klassischen Sinne, sondern zu einhundert Prozent reines Projektgeschäft. Selbst solche Projekte, die wir als Serie einstufen, unterscheiden sich immer noch sehr stark voneinander“, erklärt Henning Jongebloed, Head of Sales bei MEYER RE.

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Auswahl nach Analyse der Geschäftsprozesse

Die Suche nach einer geeigneten Lösung begann im Frühjahr 2025. Unterstützt durch die Osnabrücker Steuerberatungsgesellschaft PKF WMS GmbH analysierte das Unternehmen seine Abläufe und erarbeitete ein Lastenheft. Dieses diente mehreren Softwareanbietern als Grundlage für ihre Angebote.

Anfang September 2025 fiel die Entscheidung auf ams.erp. Ausschlaggebend war nach Unternehmensangaben, wie gut die Software die Anforderungen des projektorientierten Geschäfts abdeckt. Dazu zählen die Koordination von Lieferanten und Unterauftragnehmern, der Umgang mit einer großen Teilevielfalt sowie die Planung von Beschaffung, Fertigung und Montage.

Teileverwaltung und Kostenkontrolle im Fokus

Ein wichtiges Auswahlkriterium war das Teilemanagement. Die Software kann auch Sonderteile ohne Artikelnummern innerhalb eines Auftrags berücksichtigen. Dadurch muss der Artikelstamm nicht für jedes projektspezifische Teil erweitert werden, sondern kann sich auf tatsächlich wiederverwendete Komponenten konzentrieren.

Hinzu kommt eine laufende Kalkulation, mit der sich die Kostenentwicklung einzelner Projekte verfolgen lässt. Für die operative Steuerung ist außerdem das integrierte Projektmanagement-Cockpit ams.project vorgesehen. Es unterstützt die unternehmensweite Planung von Terminen, Budgets und Ressourcen.

Tanja Weinmann, die das ERP-Projekt verantwortet und im Bereich Strategie und Entwicklung tätig ist, nennt diese Funktionen als zentrale Gründe für die Systemauswahl.

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Inbetriebnahme nach kurzer Implementierungsphase

Nach einer rund zweimonatigen Implementierungsphase ging das neue ERP-System am 1. Januar 2026 in den Echtbetrieb. Ziel ist es, berechtigten Mitarbeitenden einen durchgängigen Überblick über den Projektverlauf zu ermöglichen. Dieser soll von der ersten Anfrage über die Umsetzung bis zur abschließenden Nachkalkulation reichen.

In einer weiteren Ausbaustufe plant MEYER RE die Einführung des integrierten Rechnungswesens ams.finance. Damit soll die kaufmännische Abwicklung enger mit den übrigen Projektprozessen verknüpft werden.

(red/

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