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Sorgen um Schulden

Neoclouds: Preise für KI-Rechenleistung steigen weiter

Trotz Sorgen um die Verschuldung von Neoclouds sieht Nebius bei Auktionen steigende Preise pro Megawatt. Auch ältere Nvidia-GPUs sind gefragt.

Neoclouds: Preise für KI-Rechenleistung steigen weiter

Die Preise für KI-Rechenleistung steigen nach Angaben des Cloud-Anbieters Nebius stärker als erwartet. Das sagte Marc Boroditsky, Chief Revenue Officer des Unternehmens mit Sitz in Amsterdam, dem US-Sender CNBC in Berlin. Bei einer Auktion für Rechenkapazität am 20. Oktober seien die Preise erneut gestiegen.

„Wir sehen weiterhin eine Aufwärtsbewegung beim Preis pro Megawatt.”
Marc Boroditsky, Chief Revenue Officer von Nebius

Die Kapazität, die Nebius für 2027 plant, könne das Unternehmen sofort zu aktuellen Preisen vollständig verkaufen.

Nebius gehört zu den sogenannten Neoclouds. Diese Anbieter investieren Milliarden in Grafikprozessoren von Nvidia und eigene Rechenzentren und vermieten die Kapazität an KI-Unternehmen. Bereits zum 1. Oktober hatte Nebius laut Yahoo Finance seine Preise für GPU-Instanzen auf Abruf erhöht, für Nvidia B300 etwa um 21 Prozent auf 9,50 US-Dollar pro GPU-Stunde.

Sorgen um Schulden der Branche

Investoren beobachten das Geschäftsmodell der Neoclouds zunehmend kritisch, vor allem die hohen Schulden, mit denen viele Anbieter den Bau von Rechenzentren finanzieren. In der vergangenen Woche hatten steigende Renditen auf Anleihen von CoreWeave, einem der größten Anbieter, einen Kursrutsch bei mehreren Neocloud-Aktien ausgelöst. Boroditsky erklärte, Nebius sei nicht in der Lage von CoreWeave, da das Unternehmen keine vergleichbare Verschuldung trage. Nebius finanziere sein Wachstum über Kapitalerhöhungen, Wandelanleihen und Vorauszahlungen von Kunden.

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Auch ältere Chips gefragt

Chase Lochmiller, CEO des von Nvidia unterstützten Rechenzentrumsbetreibers Crusoe, berichtete gegenüber CNBC ebenfalls von steigenden Preisen für Grafikprozessoren, auch für ältere Nvidia-Chips. Für Infrastrukturanbieter ist das wichtig, weil sie ihre hohen Investitionen nur wieder hereinholen können, wenn sich auch ältere Hardware zu guten Preisen vermieten lässt.

Die Aktie von Nebius stieg am 21. Oktober, nachdem SpaceX für sein KI-Geschäft einen Umsatzanstieg um das Neunfache auf 7,56 Milliarden Dollar gemeldet hatte. Elon Musk bezeichnete Befürchtungen über Überkapazitäten bei KI in der Telefonkonferenz zu den Zahlen als lächerlich. Der Internationale Währungsfonds hatte in seinem jüngsten Bericht zur Finanzstabilität dagegen vor einer möglichen Korrektur bei KI-bezogenen Vermögenswerten gewarnt, verstärkt durch steigende Verschuldung.

(red)

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