Die Volkswagen Group hat mehr als 330.000 Mitarbeiter mit Microsoft Copilot ausgestattet. Der KI-Assistent soll konzernweit Produktivität steigern, Entscheidungen beschleunigen und wissensbasierte Prozesse verbessern.
VW rollt Copilot an über 330.000 Mitarbeiter aus

Wie Microsoft bekannt gab, steht Copilot nun Beschäftigten im gesamten Volkswagen-Konzern zur Verfügung. Damit zählt der Rollout zu den größten Copilot-Einführungen in der europäischen Industrie. Ziel ist es, KI-Unterstützung direkt in die täglichen Arbeitsabläufe und Geschäftsprozesse einzubinden.
„Der Wert von KI entsteht, wenn sie im Arbeitsalltag flächendeckend zur Verfügung steht“, sagt Sophie Vassarotti, Head of Group Data and AI der Volkswagen Group. Mit Copilot erhielten die Beschäftigten sichere und vertrauenswürdige KI-Unterstützung, die ihnen helfe, effizienter zu arbeiten und fundiertere Entscheidungen zu treffen.
Vom Chat zum Agenten
Die aktuelle Ausweitung ist der nächste Schritt in der KI-Strategie des Autobauers. Begonnen hatte Volkswagen mit Copilot Chat, um einem breiten Teil der Belegschaft Zugang zu KI-gestützten Chats zu verschaffen. Die Plattform verzeichnete zuletzt mehr als 300.000 aktive Nutzer pro Monat.
Inzwischen setzen die Beschäftigten Copilot mit Work IQ auch für anspruchsvollere Szenarien ein. KI soll so tiefer in die Kernprozesse des Konzerns rücken, von der Entwicklung über die Produktion bis zu Beschaffung und Vertrieb. Wie weit das bereits reicht, zeigt eine Zahl aus dem vergangenen Monat: Konzernweit waren mehr als 26.000 KI-Agenten aktiv.
Microsoft sieht Signalwirkung
Agnes Heftberger, Vorsitzende der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland, sieht in dem Projekt ein Beispiel für die nächste Stufe der KI-Nutzung in Unternehmen. Volkswagen zeige, wie sich KI „von einem persönlichen Produktivitätswerkzeug zur Grundlage für zukünftige KI-Innovationen“ weiterentwickeln lasse. Die Mitarbeiter könnten sich so stärker auf höherwertige Aufgaben konzentrieren.
Datenfundament auf Basis von Microsoft Fabric
Über Copilot hinaus planen Microsoft und Volkswagen, ihre Partnerschaft zu erweitern. Im Fokus steht die Intelligent Data Foundation, das einheitliche Datenökosystem des Konzerns. Sie soll auf Basis von Microsoft Fabric weiter ausgebaut werden, damit Daten im gesamten Unternehmen leichter auffindbar, verständlich und nutzbar werden. Eine solide Datenbasis gilt als Voraussetzung dafür, dass KI-Anwendungen und Agenten im großen Maßstab verlässliche Ergebnisse liefern.
(red)




