Neues Kommandozeilenwerkzeug

WSL: Linux-Container laufen jetzt direkt unter Windows

Linux
Bildquelle: Shutterstock AI

Microsoft hat WSL Containers allgemein freigegeben. Das Kommandozeilenwerkzeug wslc.exe baut und startet Linux-Container direkt unter Windows.

Microsoft hat am 29. September WSL Containers allgemein verfügbar gemacht. Das Windows-Subsystem für Linux (WSL) kann damit nicht mehr nur Linux-Distributionen ausführen, sondern auch Linux-Container direkt unter Windows bauen, starten und verteilen. Installiert wird die Funktion über den Befehl wsl –update.

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Neues Kommandozeilenwerkzeug

Für die Container bringt Microsoft das Kommandozeilenwerkzeug wslc.exe mit. Zusätzlich gibt es den Alias container.exe, über den sich gängige Container-Befehle verwenden lassen. Über eine WSL Containers API können Windows-Anwendungen Linux-Container zudem programmgesteuert starten und mit ihnen interagieren. Als Anwendungsfälle nennt Microsoft lokale KI-Workloads und das lokale Ausführen containerisierter Cloud-Anwendungen.

Gegenüber der Vorschauversion kommen mehrere Funktionen hinzu. Dazu gehören der Neustart von Containern, das Kopieren von Dateien in Container und aus ihnen heraus, Health Checks, Befehle zum Verbinden und Trennen von Netzwerken, Container-Ereignisse in Echtzeit, Mounts und frei wählbare Speicherorte.

Anbindung an Defender und Intune

WSL Containers ist in Microsoft Defender for Endpoint integriert. Sicherheitsteams sehen damit Prozess-, Datei- und Netzwerkaktivitäten innerhalb der Container und können sie dem Windows-Host zuordnen. Über Microsoft Intune lässt sich die Funktion vollständig deaktivieren oder auf Images aus freigegebenen Container-Registries beschränken. VS Code Dev Containers können wslc als Standardtreiber nutzen. Auch Aspire und die Containers-Erweiterung für VS Code unterstützen WSL Containers.

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Compose-Unterstützung in Arbeit

Eine Unterstützung für Konfigurationen im Stil von Docker Compose fehlt noch. Microsoft arbeitet daran.

„Unser Ziel ist, dass wsl compose up unverändert mit Ihren bestehenden compose.yaml-Dateien funktioniert.“

Microsoft

Zudem arbeitet Microsoft an der Netzwerkanbindung von WSL und an der Leistung beim Dateizugriff zwischen den Betriebssystemen. Beim Zugriff aus Linux-Umgebungen auf Windows-Dateien soll WSL Containers bereits bis zu doppelt so schnell sein.

(red)

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