Eine Auswertung von Arena zeigt: Claude Opus 5.5 schreibt kürzere Sätze und verzichtet fast auf Geviertstriche. Die Antworten werden aber länger.
Claude Opus 5.5 nutzt 95 Prozent weniger Gedankenstriche

Das KI-Modell Claude Opus 5.5 von Anthropic schreibt anders als sein Vorgänger Opus 5. Das geht aus einer Auswertung der Benchmark-Plattform Arena hervor. Sie analysierte Antworten aus der Text Arena mit hohem Reasoning-Aufwand aus den Monaten August und September 2026. Bei 10 von 12 untersuchten Schreibmerkmalen stellte Arena Veränderungen in eine Richtung fest, die die Plattform als Verbesserung einstuft.
Claude Opus 5.5: Geviertstriche fast verschwunden
Den deutlichsten Unterschied zeigt die Auswertung beim Geviertstrich, dem langen Gedankenstrich, der häufig als typisches Merkmal KI-generierter Texte gilt. Opus 5 verwendete 15,2 Geviertstriche pro 1.000 Wörter, Opus 5.5 nur noch 0,8. Das entspricht einem Rückgang von rund 95 Prozent. Auch Semikolons setzt das neue Modell seltener ein: Ihre Zahl sank von 6,10 auf 1,64 pro 1.000 Wörter.
Kürzere Sätze, einfachere Wortwahl
Die Sätze von Opus 5.5 sind im Schnitt 10,03 Wörter lang, bei Opus 5 waren es 12,14 Wörter. Zudem stellte Arena weniger lange Sätze und eine einfachere Wortwahl fest. Muster, die als typisch für KI-Texte gelten, tauchen laut der Analyse seltener auf.
Antworten werden länger
Gleichzeitig sind die Antworten insgesamt umfangreicher geworden. Die durchschnittliche Länge stieg von 453 auf 481 Wörter. Opus 5.5 ist damit das Opus-Modell mit den längsten Antworten im Vergleich.
(red)




