Auf der Entwicklerkonferenz Meta Connect präsentierte Mark Zuckerberg neue VR-Brillen, smarte Brillen und den Assistenten Muse als zentrales KI-Produkt.
Meta-Chef Mark Zuckerberg hat auf der jährlichen Entwicklerkonferenz Meta Connect in Menlo Park, Kalifornien, mehrere neue Hardware-Produkte sowie Weiterentwicklungen des persönlichen KI-Agenten Muse vorgestellt.
Neue VR-Brille für 1.299 US-Dollar
Als größte Neuerung stellte Zuckerberg die Meta VR Glasses vor. Anders als die bisherigen, klobigeren VR-Headsets kommt das neue Gerät im Format einer Brille, benötigt aber weiterhin eine separate, kabelgebundene Recheneinheit. Zuckerberg beschrieb das Ziel so, ein Gefühl von Präsenz und Immersion sowie hochauflösende Anzeigen der Umgebung erstmals im Format einer Brille zu erreichen. Die Meta VR Glasses sollen im kommenden Frühjahr für 1.299 US-Dollar auf den Markt kommen.
Muse Charm als tragbares Anhängsel
Als Überraschung des Abends kündigte Zuckerberg zudem ein kleines, schlüsselanhängergroßes Gerät namens Muse Charm an, über das sich der persönliche KI-Agent Muse auch ohne Smartphone, Computer oder smarte Brille nutzen lassen soll. Zuckerberg erklärte dazu: „Wir haben in diesen kleinen Kerl eine Menge Technologie hineingepackt.“ Das noch nicht endgültig fertiggestellte Gerät soll rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft im Dezember auf den Markt kommen.
Ray-Ban Meta der dritten Generation
Zudem stellte Meta die dritte Generation seiner klassischen Ray-Ban-Meta-Brille vor, mit schlankerem Design und längerer Akkulaufzeit. Sie ist ab sofort zu Preisen ab 449 US-Dollar erhältlich. Bis Ende des Jahres will Meta insgesamt mehr als 100 verschiedene Modelle über die Marken Ray-Ban, Oakley und Meta Glasses hinweg anbieten.
Neue audio-only-Brille ohne Bildschirm
Ergänzend kündigte Meta eine neue, rein audiobasierte Variante seiner smarten Brille an, die Musikwiedergabe, Anrufe und Gespräche mit einem KI-Assistenten ermöglicht, jedoch weder über einen Bildschirm noch über eine Videoaufnahmefunktion verfügt. Eine als „Hearing Enhancement“ bezeichnete Funktion soll die Brillen zudem in ein von der US-Arzneimittelbehörde FDA zugelassenes, freiverkäufliches Hörgerät verwandeln, das leichten bis mittelschweren Hörverlust ausgleichen kann.
Hologramm-Funktion für Videoanrufe
In einer ersten Live-Demonstration zeigte Zuckerberg zudem eine Hologramm-Funktion, die eine fotorealistische, digitale Abbildung einer Person samt Echtzeit-Mimik und -Reaktionen projizieren kann, um freihändige Videoanrufe zu ermöglichen.
Muse als Zentrum der KI-Strategie
Zuckerberg bezeichnete den erst kürzlich veröffentlichten persönlichen KI-Agenten Muse als „Herzstück“ von Metas Zukunftsvision für KI. Metas Chief AI Officer Alexandr Wang erklärte, ein eigener KI-Agent, der über einen klassischen Chatbot hinausgehe und im Auftrag der Nutzer eigenständig handeln könne, mache KI zugänglicher und bringe „persönliche Superintelligenz“ für alle.
Auf der Bühne demonstrierten Wang und weitere Führungskräfte verschiedene Anwendungsfälle für Muse, unterstützt von einem plüschtierartigen Maskottchen des Agenten. Nutzer sollen künftig in Echtzeit per Sprache oder Video mit ihrer individuell anpassbaren Version des Agenten kommunizieren können. Muse soll unter anderem bei der Reiseplanung, bei Reservierungen und beim Bestellen von Lebensmitteln helfen. Meta arbeitet zudem daran, Muse künftig auch in die eigene Brillenlinie für die freihändige Nutzung zu integrieren.
(red)