Lücke zwischen Angebot und Nachfrage

DRAM-Preise treiben iPhone-Preise 2027 weiter

DRAM

Apple hat für 2027 höhere DRAM-Preise akzeptiert. Der Speichermangel durch die KI-Nachfrage dürfte iPhone-Preise weiter steigen lassen.

Apple muss ab dem kommenden Jahr deutlich mehr für Arbeitsspeicher bezahlen. Grund ist die anhaltende Verknappung von DRAM-Chips, die durch den weltweiten Ausbau von KI-Rechenzentren verursacht wird.

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Ein Social-Media-Beitrag des Nutzers @SemiconductorsX, der sich auf Lieferkettendaten stützt, machte am 14. September öffentlich, dass Apple derzeit 1,50 US-Dollar pro Gigabit DRAM zahlt und für die Speicherlieferungen 2027 von Samsung ein Angebot von 2,00 US-Dollar pro Gigabit vorliegt. Zu diesem Zeitpunkt hatte Apple das Angebot noch nicht angenommen. Ein Bericht von Digitimes vom 16. September bestätigte anschließend, dass Apple die neue Preisvereinbarung inzwischen akzeptiert hat.

Bereits höhere Preise im September

Apples Executive Chairman Tim Cook, der bis zum 1. September 2026 als CEO amtierte, hatte die durch KI ausgelöste Speicherknappheit zuvor als „eine Flut, wie sie nur alle 100 Jahre vorkommt“ bezeichnet und vor entsprechenden Produktpreiserhöhungen gewarnt. Diese Erhöhungen betrafen zunächst nahezu alle Apple-Produkte mit Ausnahme des iPhones. Im September 2026 folgte dann ein Preisaufschlag von 100 US-Dollar über die gesamte bestehende iPhone-Reihe hinweg.

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Lücke zwischen Angebot und Nachfrage wächst

Nach den zitierten Lieferkettendaten soll die Nachfrage nach Speicherchips um 36,2 Prozent steigen, während das Angebot nur um 19,3 Prozent zunimmt. Die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage würde sich damit von minus 8,1 Prozent im Jahr 2026 auf minus 13,6 Prozent im Jahr 2027 vergrößern. Die Daten deuten darauf hin, dass sich diese Lücke mindestens bis zur ersten Hälfte des Jahres 2028 nicht wesentlich schließen wird.

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Ursache: Nachfrage nach KI-Speicherchips

Verbraucher-DRAM wird von denselben Herstellern produziert wie sogenannter High Bandwidth Memory, der für den Betrieb von KI-Rechenzentren benötigt wird. Je mehr Fertigungskapazität für High Bandwidth Memory reserviert wird, desto weniger Kapazität bleibt für Speicherchips in Consumer-Geräten wie Smartphones übrig, da sich die für Rechenzentren gefertigten Speicherbausteine nicht für den Einsatz in Smartphones zuschneiden lassen. Als Haupttreiber dieser Entwicklung gelten Unternehmen wie Nvidia, SpaceXAI, OpenAI, Microsoft, Google und Anthropic, die im großen Stil neue Rechenzentren aufbauen. Apple selbst trägt über den Bedarf für sein eigenes Private Cloud Compute ebenfalls zur Nachfrage bei, allerdings in deutlich geringerem Umfang.

(red)

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