GoTo und Nexthink erweitern ihre Zusammenarbeit und verknüpfen Remote-Support mit Echtzeitdaten über Endgeräte.
Die Integration von LogMeIn Rescue und Nexthink Infinity soll IT-Teams dabei unterstützen, Probleme schneller zu analysieren und direkt innerhalb einer Support-Sitzung zu beheben.
Die nun ausgebaute Verbindung basiert auf der bereits 2025 angekündigten Partnerschaft der beiden Unternehmen. Neu ist vor allem die bidirektionale Kommunikation zwischen den Plattformen. Die Integration ist zudem über die Nexthink Infinity Library verfügbar.
Für IT-Techniker bedeutet das, dass Informationen zum Zustand eines Geräts während einer laufenden Remote-Sitzung zur Verfügung stehen. Dadurch soll der Wechsel zwischen verschiedenen Werkzeugen entfallen und die Fehleranalyse weniger Unterbrechungen erfordern.
Support beginnt direkt aus der Geräteansicht
Eine Support-Sitzung lässt sich unmittelbar aus der Geräteansicht von Nexthink starten. Der Techniker muss dafür nicht zunächst einen separaten Prozess zur Kontaktaufnahme mit dem Endanwender durchlaufen.
Während der Sitzung werden zusätzlich Echtzeitdaten des jeweiligen Geräts in der Rescue-Technikerkonsole angezeigt. Dazu gehören unter anderem strukturierte Informationen zur Fehlerbehebung, DEX-Bewertungen sowie Nutzerfeedback und weitere Kennzahlen zur digitalen Arbeitserfahrung.
Damit stehen Diagnoseinformationen und der eigentliche Remote-Zugriff in derselben Arbeitsumgebung zur Verfügung.
KI soll Ursachen schneller eingrenzen
Eine weitere Komponente der Integration ist die Nutzung von KI für die Analyse von Gerätedaten. Dabei werden historische Informationen aus Nexthink mit dem Kontext der aktuellen Rescue-Sitzung kombiniert.
Auf dieser Grundlage kann das System mögliche Ursachen identifizieren und Empfehlungen für die weitere Fehlerbehebung geben. Die Diagnose soll damit bereits vor manuellen Eingriffen des Technikers zusätzliche Hinweise liefern.
Maßnahmen direkt aus der Support-Sitzung
Wird eine Ursache erkannt, können Techniker Remote-Aktionen von Nexthink direkt über die Rescue-Konsole ausführen. Der Supportprozess muss dafür nicht in eine andere Oberfläche wechseln.
Die ausgeführte Aktion wird sowohl in der Dokumentation der Rescue-Sitzung als auch in angebundenen Ticketsystemen erfasst. Dadurch sollen Diagnose, Behebung und Dokumentation enger miteinander verbunden werden.
Fokus auf den gesamten Supportprozess
Für GoTo und Nexthink steht damit weniger die einzelne Remote-Sitzung als vielmehr die Verbindung mehrerer Schritte des IT-Supports im Mittelpunkt. Gerätedaten, Diagnose, Remote-Zugriff und Fehlerbehebung werden in einem gemeinsamen Ablauf zusammengeführt.
Joseph George, General Manager der IT Solutions Group bei GoTo, sieht darin eine Weiterentwicklung der ursprünglichen Partnerschaft. Ziel sei es gewesen, die jeweiligen Stärken beider Plattformen für Enterprise-IT-Teams und globale Systemintegratoren miteinander zu verbinden.
Die erweiterte bidirektionale Integration von LogMeIn Rescue und Nexthink ist nach Angaben der Unternehmen inzwischen weltweit für IT-Teams, globale Systemintegratoren und Value-Added-Reseller verfügbar.
(red/GoTo)