FIDO-Standard

Android vereinfacht Wechsel des Passwortmanagers

Passwort, Passwortmanager, IAM

Android überträgt Passwörter und Passkeys künftig verschlüsselt direkt zwischen Passwortmanagern – ganz ohne unsichere Exportdateien.

Google führt für Android eine systemweite Funktion ein, mit der sich Passwörter und Passkeys direkt zwischen verschiedenen Passwortmanagern übertragen lassen. Bislang mussten Nutzerinnen und Nutzer beim Wechsel des Anbieters ihre Zugangsdaten meist in eine unverschlüsselte Textdatei, etwa im CSV-Format, exportieren und anschließend manuell wieder importieren – mit dem Risiko, dass die Datei ungeschützt auf dem Gerät liegen blieb. Passkeys ließen sich bislang gar nicht übertragen und mussten bei einem Wechsel einzeln auf jeder Website und in jeder App neu eingerichtet werden.

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Ablauf der neuen Übertragung

Der neue, von Google am 10. September 2026 vorgestellte Ablauf funktioniert laut 9to5Google in drei Schritten: Nutzer öffnen zunächst die App des neuen Passwortmanagers und wählen dort die Option, Passwörter und Passkeys von einem anderen Anbieter zu importieren; die App übergibt die Aufgabe anschließend an Android. Das Betriebssystem erkennt automatisch vorhandene Passwortmanager auf dem Gerät und zeigt an, von welchen sich Daten übernehmen lassen. Nach einem Tippen auf „Weiter“ wechselt die Anzeige in den bisherigen Passwortmanager, wo Nutzer die zu übertragenden Daten auswählen, prüfen und die Übertragung freigeben; anschließend werden die Daten laut Google innerhalb weniger Sekunden sicher zwischen den beiden Apps übertragen.

FIDO-Standard als technische Grundlage

Technische Grundlage ist das Credential Exchange Protocol (CXP) der FIDO Alliance, das bereits im Oktober 2024 als Entwurf vorgestellt wurde und die Übertragung Ende-zu-Ende verschlüsselt. Erste Bausteine dieser Unterstützung verteilte Google bereits seit dem 1. Juni 2026 schrittweise über die Play-Dienste an kompatible Android-Geräte; die jetzige Ankündigung fasst die Funktion in einer einheitlichen Nutzerführung zusammen und öffnet sie über die sogenannte Credentials Transfer API auch für weitere Anbieter.

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Vier Anbieter zum Start

Zum Start unterstützen laut Google der hauseigene Google-Passwort-Manager sowie die Anbieter 1Password, Bitwarden und Dashlane die neue Übertragungsfunktion; weitere Anbieter sollen über die Credentials Transfer API folgen. Dass ausgerechnet diese drei Drittanbieter zuerst dabei sind, dürfte auch daran liegen, dass Mitarbeitende von 1Password, Bitwarden und Dashlane an der zugrunde liegenden FIDO-Spezifikation mitgeschrieben haben. Die Relevanz einer einfachen Übertragungsmöglichkeit unterstreicht laut einem Bericht auch die wachsende Verbreitung von Passkeys: Der Anbieter Bitwarden verzeichnete im Sommer 2026 eine im Vergleich zu Anfang 2024 um mehr als 500 Prozent gestiegene Zahl neu angelegter Passkeys.

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(red)

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