Zwei Zero-Days

Rekord-Patch-Tuesday: Microsoft schließt 974 Schwachstellen

Microsofot
Bildquelle: Tada Images /Shutterstock.com

Microsoft behebt im September 2026 so viele Lücken wie nie zuvor. Unter den 974 Patches befinden sich zwei aktiv ausgenutzte Zero-Days.

Microsoft hat im Rahmen des Patch Tuesdays im September 2026 eine Rekordzahl von 974 Sicherheitslücken in seinen Produkten geschlossen, darunter zwei aktiv ausgenutzte Zero-Day-Schwachstellen sowie 20 potenziell wurmfähige Lücken, die eine Remotecodeausführung ohne jegliche Nutzerinteraktion ermöglichen. Der Großteil der Patches entfällt mit 723 Behebungen auf das Windows-Betriebssystem, gefolgt von der Office-Suite mit 222 Korrekturen. Weitere Sicherheitsupdates betreffen SQL Server, Entwickler-Tools, SharePoint, Azure, Skype for Business sowie den Exchange Server. Zudem stellt Microsoft neue Servicing Stack Updates (SSU) für ältere Versionen von Windows Server und Windows 10 bereit.

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Microsoft: Zwei Zero-Days im ALPC und Update Stack

Bei den beiden behobenen Zero-Day-Lücken handelt es sich um Schwachstellen zur lokalen Ausweitung von Privilegien auf System-Niveau. Die erste Schwachstelle (CVE-2026-85880) betrifft einen Heap-Buffer-Overflow im Windows Advanced Local Procedure Call (ALPC), der es lokalen Angreifern erlaubt, aus einer abgesicherten AppContainer-Umgebung auszubrechen. Die zweite Lücke (CVE-2026-81963) liegt im Windows Update Stack und ermöglicht über fehlerhafte Link-Auflösungen vor dem Dateizugriff ebenfalls eine Erhöhung der Nutzerrechte.

KI-Einsatz vergrößert den „Heuhaufen“ an Lücken

Sicherheitsexperten führen die drastisch gestiegene Anzahl gemeldeter Schwachstellen unter anderem auf den verstärkten Einsatz von KI-Tools bei der automatisierten Code-Analyse zurück. Satnam Narang, Senior Staff Research Engineer bei Tenable, ordnet die Entwicklung wie folgt ein:

„Die KI-gestützte Erkennung von Schwachstellen schafft im Jahr 2026 größere Heuhaufen, findet aber nicht mehr Nadeln. Für Unternehmen ist es entscheidend zu verstehen, welche Schwachstellen sie tatsächlich betreffen, ob diese eine reale Bedrohung darstellen, weil sie erreichbar und ausnutzbar sind, und die Behebung anhand dieses Risikokontexts zu priorisieren.“

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Satnam Narang, Senior Staff Research Engineer bei Tenable

Experten betonen daher, dass die Menge der tatsächlich bedrohlichen Lücken für die meisten Organisationen trotz der hohen Gesamtzahl überschaubar bleibt, eine konsequente Priorisierung bei den Updates jedoch unverzichtbar ist.

(red)

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