KI-Nutzung wächs

Berufstätige verlangen Authentizität statt KI-Autopiloten

KI Jobs

Eine Pipedrive-Umfrage unter 1.000 Berufstätigen belegt die Spaltung bei der KI-Nutzung: Trotz hoher Alltagspraxis bleiben Urteilsvermögen und Beziehungen entscheidend.

Künstliche Intelligenz hat im Berufsalltag breiten Einzug gehalten, polarisiert die Belegschaften jedoch weiterhin stark. Wie der Report „KI und Menschlichkeit am Arbeitsplatz“ des CRM-Anbieters Pipedrive auf Basis einer Befragung von 1.000 Berufstätigen zeigt, nutzen knapp 40 Prozent der Befragten täglich KI-Werkzeuge (bei Vollzeitbeschäftigten 50,2 Prozent). Gleichzeitig geben 76 Prozent der derzeitigen Nicht-Nutzer an, auch in den kommenden zwölf Monaten wahrscheinlich auf KI zu verzichten. Die größte Skepsis zeigt sich dabei in der Altersgruppe der 35- bis 54-jährigen Fachkräfte. Pipedrives Chief Product and Technology Officer Joe Futty ordnet die Ergebnisse wie folgt ein:

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„KI hat eindeutig den Sprung in den Mainstream geschafft. Aber das bedeutet nicht, dass bereits jede:r davon überzeugt ist.“

Joe Futty, Pipedrives Chief Product and Technology Officer

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Recherche statt vollständiger Automatisierung

Der Bericht verdeutlicht ein zentrales Paradoxon: Berufstätige schätzen KI vor allem als unterstützenden Denkpartner, lehnen einen autonomen Betrieb jedoch ab.

  • Haupteinsatzbereiche: KI wird am häufigsten für Recherche und Informationsbeschaffung (46,6 %), das Verfassen und Bearbeiten von Texten (35,1 %) sowie Brainstorming (32,4 %) eingesetzt.
  • Wenig Nachfrage nach Vollautomatisierung: Nur 16,3 Prozent nutzen KI zur Workflow-Automatisierung und lediglich 5,6 Prozent plädieren dafür, menschliche Aufgaben wo immer möglich durch KI zu ersetzen.
  • Erfolgsfaktoren: Für 51,1 Prozent der Befragten basiert ihr beruflicher Erfolg primär auf persönlicher Erfahrung und Urteilsvermögen – nur 15,1 Prozent führen den Erfolg auf KI-Tools zurück.

Wunsch nach menschlicher Authentizität im Kundenkontakt

Beim Thema Kommunikation fordern Fachkräfte eine klare Abgrenzung. Fast drei Viertel (73 %) halten den Aufbau zwischenmenschlicher Beziehungen für essenziell. 44 Prozent nutzen KI niemals für die geschäftliche Kommunikation, und 27,5 Prozent fühlen sich durch offensichtlich KI-generierte Nachrichten gestört.

Wer KI für Texte nutzt, legt großen Wert auf Personalisierung: 70 Prozent der KI-Nutzer im Kommunikationsbereich verlangen, dass die erzeugten Nachrichten nach ihrer eigenen Stimme klingen. Für die Weiterentwicklung von KI-Tools bedeutet dies, dass nicht die reine Menge an erzeugten Inhalten entscheidet, sondern die Fähigkeit, die persönliche Authentizität der Anwender zu wahren.

(Pipedrive/red)

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