Erweiterter Zugang für Verteidiger

Anthropic öffnet Mythos 5 für mehr Sicherheitsteams

Claude-Mythos
Bildquelle-gguy-Shutterstock.com

Anthropic erweitert den Zugang zu den Cybersicherheitsfähigkeiten seines Modells Claude Mythos 5.

Möglich wird dies über Partnerintegrationen, ein aktualisiertes Angebot namens Claude Security sowie ein neues Förderprogramm für quelloffene Software. Der Schritt baut auf dem im April gestarteten Project Glasswing auf, über das zunächst eine kleine Gruppe von Organisationen frühen Zugang zur Vorschauversion von Claude Mythos sowie dem Nachfolgemodell Mythos 5 erhielt, um Verteidigern einen zeitlichen Vorsprung beim Aufspüren und Beheben von Schwachstellen zu verschaffen. Das breiter verfügbare Modell Claude Fable 5 hält dabei weiterhin doppelt nutzbare, für Angriffszwecke missbrauchbare Cyberfähigkeiten gesperrt. Anthropic begründet die neuen Maßnahmen mit der Einschätzung, dass ein direkter, uneingeschränkter Modellzugang das größte Risiko darstelle, während dieses Risiko deutlich sinke, wenn Nutzer stattdessen nur konkrete, verteidigungsbezogene Ergebnisse wie einen fertigen Patch oder eine Sicherheitswarnung erhielten.

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Für die Integration arbeitet Anthropic mit Partnerunternehmen zusammen, um Mythos 5 in bestehende Werkzeuge für Sicherheitsbetrieb, Vorfallreaktion und Erkennung einzubinden, die Teams zum Schutz von Krankenhäusern, Versorgungsunternehmen, Finanzsystemen sowie der Software-Lieferkette bereits einsetzen. Endnutzer kommen dabei nicht direkt mit Mythos in Kontakt, sondern arbeiten über eigens entwickelte Oberflächen, die das Modell im Hintergrund ausführen und lediglich ein klar definiertes Ergebnis zurückgeben, etwa eine Liste vorgeschlagener Patches, abgesichert durch Prüfmechanismen gegen Missbrauch.

Claude Security nutzt Mythos 5 für Codebasis-Scans

Der aktuell für Claude-Enterprise-Kunden in öffentlicher Beta verfügbare Dienst Claude Security führt seine Codebasis-Scans nun auf Basis von Mythos 5 durch. Die dabei erzeugten Befunde enthalten jeweils eine CWE-Kategorie, eine Einschätzung zu Konfidenz und Schweregrad sowie einen Korrekturvorschlag, ein tatsächlicher Fix muss jedoch weiterhin über Claude Code umgesetzt und vor der Bereitstellung von einem Menschen freigegeben werden. Anthropic erklärte dazu, Claude Security nutze Mythos 5, um selbst verwalteten Code zu scannen, und liefere dabei detaillierte Befunde zurück, ohne das Modell selbst zugänglich zu machen.

35 Millionen Dollar an Guthaben für Open-Source-Projekte

Zusätzlich startete Anthropic den sogenannten Defender Advantage Fund, kurz 0xDAF, mit 35 Millionen US-Dollar an Claude-Guthaben für Organisationen, die Maintainern quelloffener Projekte bei der Absicherung ihrer Software helfen. Das Programm folgt auf bereits zuvor im Rahmen von Project Glasswing bereitgestellte 4 Millionen US-Dollar an direkten Spenden und weiterer Unterstützung, einschließlich koordinierter Initiativen wie Akrites und Gold Eagle. Die Fördermittel sollen unter anderem in die Behebung akuter Schwachstellen, den Aufbau wiederverwendbarer Scan- und Patch-Prozesse sowie in Sicherheitsansätze fließen, die ganze Angriffsklassen abwehren sollen, zunächst in Form weniger, größerer Pilotförderungen.

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Das bereits bestehende Cyber Verification Program, über das geprüfte Organisationen reduzierte Schutzmechanismen für autorisierte Sicherheitsarbeit mit den Modellen Claude Opus und Sonnet erhalten, soll in den kommenden Wochen um weitere doppelt nutzbare Fähigkeiten wie die Priorisierung und Validierung von Schwachstellen erweitert werden, ein Zugang zu Mythos-Modellen soll folgen. Parallel dazu weitet Anthropic den Mythos-Zugang über Project Glasswing gemeinsam mit US-Regierungspartnern weiter auf Organisationen aus, die kritische Infrastruktur schützen und strenge Sicherheitsauflagen erfüllen.

(red)

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