Microsoft erweitert den Task-Manager unter Windows 11 um zusätzliche, optionale Spalten.
Bislang zeigte der Task-Manager auf der Registerkarte Prozesse zwar CPU- und GPU-Auslastung einzelner Anwendungen an, nicht jedoch die Aktivität der NPU oder der in modernen Grafikkarten integrierten neuronalen Recheneinheiten. Auf unterstützten neueren Geräten erscheinen diese Werte künftig direkt neben den bereits bekannten CPU- und GPU-Daten auf der Prozesse-Registerkarte, während die Leistungsübersicht die Gesamtauslastung anzeigt. Zusätzlich führt Microsoft optionale Spalten für dedizierten und gemeinsam genutzten NPU-Arbeitsspeicher auf der Detailansicht ein sowie eine neue Isolation-Spalte, die anzeigt, welche Anwendungen innerhalb eines sogenannten AppContainers laufen.
Microsoft erklärte dazu im eigenen Windows-IT-Pro-Blog, Einblick in die NPU-Auslastung könne zu fundierteren Entscheidungen verhelfen. Nach Angaben des Unternehmens richtet sich die Funktion an drei Zielgruppen: IT-Verantwortliche können damit Leistungsprobleme leichter untersuchen und dokumentieren, Entwicklerinnen und Entwickler prüfen, ob eigene KI-Modelle tatsächlich auf der vorgesehenen NPU oder GPU-Neural-Engine statt auf CPU oder regulärer GPU-Rechenleistung laufen, während Privatnutzer die Angaben zur Optimierung von Leistung und Akkulaufzeit nutzen können.
Bereits seit Mai in ersten Windows-Updates verfügbar
Nach Angaben von Microsoft standen die neuen Task-Manager-Funktionen auf einzelnen neueren Geräten bereits über die nicht sicherheitsrelevanten Updates von Mai und Juni 2026 zur Verfügung, bevor Microsoft nun einen ausführlichen Begleitartikel mit konkreten Anwendungsbeispielen veröffentlichte. Die Erweiterung reiht sich in eine länger laufende Entwicklung ein: Bereits seit April 2026 hatte Microsoft die entsprechenden NPU- und NPU-Engine-Spalten schrittweise über Windows-Insider-Vorabversionen getestet, zunächst auf den Registerkarten Prozesse, Benutzer und Details. NPUs stecken bereits heute in einer wachsenden Zahl an sogenannten Copilot-Plus-PCs, etwa mit Prozessoren der Reihen Intel Core Ultra, AMD Ryzen AI sowie Qualcomm Snapdragon X.
(red)